Simulant

Ein weiteres Simulationssystem ist die Flüssigkeitsimulation (Abbildung 5): Sie ahmt das Fließen und das Auftreffen auf Hindernisse nach. Auch der Wellengang eines Sees lässt sich modellieren. Die Festkörpersimulation stellt dagegen das Auseinanderbrechen nicht flexibler Körper nach.

Abbildung 5: Die Simulation von Wasser spielt in vielen fotorealistischen Szenen eine Rolle.

Es gibt auch ein Modul für die Simulation von Stoff, der im Wind flattert, sich an einen festen Gegenstand anschmiegt oder bei Bewegungen mit diesem zusammenstößt. Das so genannte Partikelsystem ist für die Bewegung tausender kleiner Elemente durch den Raum zuständig, zum Beispiel für fallende Regentropfen. Auch Feuer, Rauch und Wolken kann Blender realistisch simulieren.

Blender gehört zu den umfangreichsten Open-Source-Anwendungen. Seine Entwicklung verläuft sehr dynamisch, seit 2002 unter einer Open-Source-Lizenz. In vielen Punkten ähnelt sein Leistungsumfang inzwischen Profiprogrammen wie Maya [2], die in der Filmindustrie eingesetzt werden.

Jedem, der sich sich für 3-D-Rendering, Animationen oder die zahlreichen Simulationen in Blender interessiert, sollte klar sein, dass die vielen Blender-Module harte Anforderungen an den Lernwillen und das Hintergrundwissen stellen. Das Studium des Handbuchs [3] ist unverzichtbar. Bis man das Programm vollständig beherrscht, vergehen Monate oder sogar Jahre. Doch muss man nicht alle Funktionen kennen, um mit der Software Spaß zu haben. Als Einstieg eignen sich die zahlreichen YouTube-Videos, in denen erfahrene Anwender demonstrieren, wie sie mit dem Programm arbeiten.

Die Redaktion meint

Trotz der in den letzten Jahren gründlich aufgeräumten Blender-Benutzeroberfläche erfordert das Erstellen dreidimensionaler Szenen immer noch viel Mühe, Geschick und Erfahrung: Schon das "Zeichnen" räumlicher Gitternetze ist schwieriger, als man denken würde. Noch anspruchsvoller ist es, Figuren natürlich wirkende Bewegungen beizubringen, die als räumliche Körper definiert sind.

Doch ein vom Umfang her riesiges, qualitativ hochwertiges Programm dafür ist frei verfügbar und läuft auf jedem halbwegs gut ausgestatteten PC. Es liegt an Ihnen, ob Sie damit ein Bild einer simplen, doch bereits überraschend fotorealistischen Glaskugel [4] oder komplexe Modelle mit Animationen, die monatelanger Arbeit bedürfen, erstellen.

Bewertung

5 von 5 Sternen

LibreOffice 5.4 – freier Microsoft-Office Ersatz

Seit 2011 entwickelt die Document Foundation [5] einen OpenOffice-Fork als LibreOffice weiter, da der neue OpenOffice-Eigentümer Oracle wenig Interesse an dem freien Programm zeigte. Die Entwicklung zeichnet sich seitdem durch eine vorbildliche Mischung aus von den Anwendern wirklich nachgefragten neuen Features, Fehlerkorrekturen und einer Konsolidierung der früher oft hakeligen Bedienung aus.

LibreOffice 5.4 (Abbildung 6) [6] ist die letzte Ausgabe der 5er-Reihe vor dem großen Sprung auf Version 6. Große Neuerungen wollten die Entwickler ihrem Programm offenbar nicht mehr spendieren, aber es blieb etwas Zeit, auf Benutzerwünsche einzugehen und als störend empfundene Defizite auszubügeln.

Abbildung 6: LibreOffice 5.4, die letzte Ausgabe vor dem Sprung auf Version 6, beschleunigt die Bedienung durch einen sinnvollen Ausbau des Kontextmenüs.

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 
TABLET & SMARTPHONE APPS
Bald erhältlich
Get it on Google Play

Deutschland

Ähnliche Artikel

  • Kostenloser Multimedia-Workshop zu Blender, Gimp, Inkscape & Co.
    Wie kann man Logos oder Grafiken in Inkscape erstellen und in Gimp bearbeiten? Wie erstelle ich einen Ozean oder eine ganze Stadt in 3D? Ist OpenSource reif für die Filmindustrie? Ja! Und die nötigen Infos gibt es am 13.11.2009 in einem vierstündigen kostenlosen Workshop in München.
  • Hast Du Töne?
    Die Neuerungen in der Digital Audio Workstation Ardour 4 stechen zwar nicht auf den ersten Blick ins Auge, erweisen sich dafür aber beim zweiten Hinsehen als äußerst durchdacht und nützlich.
  • Digital Audio Workstation Ardour 3.1
    Die dritte Generation der Audio-Produktionssuite Ardour hat das Zeug, alle lang gehegten Wünsche von Musikern und Komponisten unter Linux zu erfüllen.
  • Coole Mucke
    Die digitale Audio-Workstation Ardour sorgt in Musikerkreisen schon länger für Furore. Jetzt legt das Projekt nach und verbessert das aktuelle Release in vielen Details.
  • Ardour3 – vollständige Musikproduktionssuite für Linux
    Ardour bewährt sich seit Jahren als Audio-Produktionssystem. Die dritte Generation des Profi-Programms integriert endlich auch MIDI-Komposition und bringt noch viele weitere Fortschritte.
Kommentare

Infos zur Publikation

EL 02/2018-04/2018: Distributionen - freie Auswahl

Digitale Ausgabe: Preis € 9,80
(inkl. 19% MwSt.)

EasyLinux erscheint vierteljährlich und kostet 9,80 Euro. Weitere Infos zum Heft finden Sie auf der Homepage.

Das Jahresabo kostet ab 33,30 Euro. Details dazu finden Sie im Computec-Shop.

Bei Google Play finden Sie digitale Ausgaben für Tablet & Smartphone.

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist ohne Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!      

Stellenmarkt

Aktuelle Fragen

Internet abschalten
Karl-Heinz Hauser, 20.02.2018 20:10, 2 Antworten
In der Symbolleiste kann man das Kabelnetzwerk ein und ausschalten. Wie sicher ist die Abschaltu...
JQuery-Script läuft nicht mit Linux-Browsern
Stefan Jahn, 16.02.2018 12:49, 2 Antworten
Hallo zusammen, ...folgender goldener Code (ein jQuery-Script als Ergebnis verschiedener Exper...
XSane-Fotokopie druckt nicht mehr
Wimpy *, 30.01.2018 13:29, 2 Antworten
openSuse 42.3 KDE 5.8.7 Seit einem Software-Update druckt XSane keine Fotokopie mehr aus. Fehler...
TOR-Browser stürzt wegen Wikipedia ab
Wimpy *, 27.01.2018 14:57, 0 Antworten
Tor-Browser 7.5 based on Mozilla Firefox 52.8.0 64-Bit. Bei Aufruf von http: oder https://de.wi...
Wifikarte verhindert Bootvorgang
Maik Kühn, 21.01.2018 22:23, 1 Antworten
iwlwifi-7265D -26 failed to load iwlwifi-7265D -25 failed to load iwlwifi-7265D -24 failed to l...