Texte fürs Etikett

Jetzt kommen die fehlenden Textbausteine. Unser Etikett soll den Schriftzug "Trocken, vor Wärme und Licht geschützt lagern!" hochkant am linken Rand tragen. Nach dem Einfügen und Formatieren des Textes aktivieren Sie das Auswahlwerkzeug und klicken dann nach kurzer Zeit noch einmal hinein. Über die Anfasser an den Ecken können Sie das Objekt nun drehen (Abbildung 3). Halten Sie dabei die Strg-Taste gedrückt, um stufenweise um 15 Grad zu drehen.

Abbildung 3: Mit dem Auswahlwerkzeug können Sie ein Textobjekt drehen, so dass es hochkant am linken Rand des Etiketts steht.

Auf ähnlichem Weg entstehen die anderen Textbausteine. In unserem Honig-Etikett haben wir für alle Texte dieselbe Schriftart verwendet, um das Schriftbild nicht zu unruhig zu gestalten. Neben dem Schriftzug "mindestens haltbar bis:" ist Platz für ein Stempelfeld, das dann jeweils das aktuelle Mindesthaltbarkeitsdatum enthält. Den Zeilenumbruch im Wort "Sommerblüten-Honig" haben wir mit [Umschalt]+[Eingabe] erzeugt (Abbildung 4).

Abbildung 4: Fertig ist das Etikett für den Sommerblüten-Honig. Im letzten Arbeitsschritt exportieren Sie die Datei ins PDF-Format.

Zu Papier!

Über Datei / Speichern unter speichern Sie das Etikett nicht nur als SVG-Datei ab, sondern exportieren es auch ins PDF-Format. Wählen Sie aus dem Aufklappmenü unten rechts den Eintrag Portable Document Format aus. Nach einem Klick auf Speichern öffnet sich ein Dialogfenster, in dem Sie die Feinjustierung vornehmen.

So können Sie zwischen den PDF-Versionen 1.4 und 1.5 auswählen. Entscheiden Sie sich hier für 1.5, da dieser PDF-Standard mehrere Objekte in einer Datei zusammenfassen und komprimieren kann und damit die Dateigröße im Rahmen hält. Wenn die Druckerei es verlangt, sollten Sie die Checkbox Texte in Pfade umwandeln aktivieren. Tragen Sie die Auflösung des Rasters (DPI-Wert) ein. Ins Feld Beschnittzugabe/Rand geben wir in unserem Beispiel die geforderten 2 mm ein. Abschließend klicken Sie auf OK und können die PDF-Datei in einem Betrachter wie Okular oder Evince kontrollieren.

Glossar

Vektorgrafiken

Programme wie Gimp oder Photoshop erzeugen Bitmapgrafiken (Rastergrafiken). Sie speichern Bilder also als rasterförmige Anordnung von Pixeln (Bildpunkten), denen jeweils eine Farbe zugeordnet ist, und damit haben diese Grafiken immer eine feste Auflösung. Inkscape setzt auf ein Vektorformat, d. h., es speichert mathematische Beschreibungen der Formen. Vektorgrafiken benötigen weniger Speicherplatz und lassen sich stufenlos und verlustfrei skalieren.

SVG

Scalable Vector Graphics ("skalierbare Vektorgrafik") ist eine Spezifikation des World Wide Web Consortium (W3C), die zweidimensionale Vektorgrafiken beschreibt. SVG basiert auf dem XML-Standard (Extensible Markup Language), darum können andere Programme die Dateien leicht weiterverarbeiten.

Infos

[1] Inkscape: https://inkscape.org/

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