Präsent haben

Mindmaps eigenen sich aber nicht nur zum Festhalten von Gedanken. Sie taugen auch gut zur Präsentation oder zum Auswendiglernen eines erarbeiteten Konzepts. Die Cursortasten blättern wie erwähnt durch den "Gedankenbaum". [Alt]+[Bild hoch] verbirgt bei großen Mindmaps die Unterzweige des aktuellen Knotens, was Freeplane durch einen Kreis am Ende des Zweigs symbolisiert.

Zum Wiedereinblenden navigieren Sie einfach mit den Cursortasten in den ausgeblendeten Bereich hinein oder drücken [Alt]+[Bild runter]. Neben dem Verbergen von gerade nicht relevanten Zweigen fördert auch der Präsentations-Modus (Abbildung 5, im Menü unterAnsicht / Ansichtseinstellungen) die Übersicht: Er hebt den aktiven Knoten wie ein Scheinwerfer hervor.

Abbildung 5: Zusammen mit der zügigen Navigation über Pfeiltasten hilft der Präsentationsmodus beim Vorstellen einer Mindmap vor Publikum: Es hebt den gerade aktiven Knoten optisch gut sichtbar hervor.

Freeplane läuft als Java-Programm ohne Installation unter Linux, Windows und macOS: Es genügt, unter Linux und macOS auf die Datei freeplane.sh zu klicken, unter Windows auf freeplane.bat. Das Programm setzt eine installierte Java-Laufzeitumgebung in Version 1.6 oder neuer voraus, was bei den EasyLinux-Distributionen direkt nach der Installation der Fall ist.

Freeplane exportiert die Mindmaps als interaktive HTML-Seiten, die sich im Browser öffnen lassen, und der LibreOffice- oder Microsoft-Word-Export ist nützlich, wenn Sie Ihre Mindmap als Seminararbeit oder Vortrag ausarbeiten möchten. Auch Code für das Satzsystem LaTeX, PDF-Dateien, JPEG- und SVG-Grafiken kann das Programm erzeugen.

Die Redaktion meint

Sehr viele neue Funktionen sind seit der letzten Vorstellung von Freeplane in den Software News 04/2014 nicht hinzugekommen. Das macht aber nichts, denn das Programm hat längst alle relevanten Features. Seitdem beheben die Entwickler überwiegend Bugs, bügeln kleine Unzulänglichkeiten aus oder verbessern bestehende Funktionen. Da aber dafür nicht einmal eine Neuinstallation nötig ist, gibt es keinen Grund, ältere Versionen zu verwenden.

Bewertung

4 von 5 Sternen

OpenShot 2.3.3 – handlicher Video-Editor

OpenShot ist nicht der leistungsfähigste freie Videoeditor: Kdenlive oder das semiprofessionelle Cinelerra bieten mehr Funktionen. Dafür besticht das Programm mit seiner einfachen Bedienung. Es ist die richtige Anwendung, um Urlaubsvideos zu schneiden, zu montieren oder mit schlichten Effekten zu versehen.

OpenShot [5] startet mit einem simplen Fensteraufbau (Abbildung 6): In das Projektdateien-Unterfenster ziehen Sie entweder aus dem Dateibrowser Videoclips, oder Sie importieren sie per Rechtsklick auf diesen Thumbnail-Vorschaubereich. Die Vorschaukacheln dort lassen sich direkt auf eine der fünf Videospuren unten im Fenster ziehen. Das in der Abbildung sichtbare vierte Eigenschaften-Unterfenster öffnet sich erst per Doppelklick auf einen Clip in den Montagespuren.

Abbildung 6: Mit einem Unterfenster für geöffnete Clips (1), einer Player-Vorschau (2) und den Montage-Tracks (3) bleibt OpenShot übersichtlich. Das Eigenschaften-Unterfenster (4) öffnet sich nur bei Bedarf.

In der Regel möchten Sie die Clips beschneiden, bevor Sie sie zu einem fertigen Film montieren. Hierfür gibt es in OpenShot zwei Vorgehensweisen: Entweder ziehen Sie eine Videodatei zunächst in voller Länge auf eine der unteren Montagespuren und verschieben dann mit der Maus die Enden nach innen, bis nur noch der gewünschte Ausschnitt übrigbleibt, oder Sie klicken rechts auf ein Thumbnail im Projektdateien -Unterfenster und wählen Film aufteilen. Das sich öffnende Dialogfeld enthält unter der oben liegenden Vorschau einen Abspielen-Button und einen Schieberegler, um schnell an eine bestimmte Position im Clip zu springen.

Navigieren Sie zunächst zur Position, an der der beschnittene Clip starten oder enden soll und klicken Sie auf den Start- oder Ende-Button. Nach dem Klick auf Erstellen erscheint ein neuer Clip mit der in Clipname gewählten Bezeichnung im Projektdateien-Unterfenster. Vor allem für kleine Ausschnitte aus langen Videos ist dieses Vorgehen praktischer als der Schnitt direkt auf der Montagespur.

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