Software

Neue Software (Teil 1/2)

Im Quartalsrhythmus erscheinen viele Programme in neuer Version. Eine Auswahl stellen wir regelmäßig vor. Auf der Heft-DVD finden Sie die passenden Pakete und Installationshinweise. (Teil 1/2)

Krita 3.1.3 – leistungsfähiges Malprogramm

Bézier-Kurven überspielen in Inkscape mit Kontrollpunkten und -tangenten die Unzulänglichkeiten der Maus. Wenn Sie jedoch gut mit Stift und Papier umgehen können, sollten Sie sich Krita ansehen: Das Programm kombiniert Malen mit der Maus oder einem Grafiktablett mit geometrisch exakten Vektorschablonen.

Es gibt zwei Typen von Grafikprogrammen, Vektorgrafik-Editoren ("Zeichenprogramme") wie Inkscape und Bitmap-Editoren ("Fotobearbeitungsprogramme") wie Gimp. Bitmap-Grafiken bestehen aus einem Raster kleiner, bei guter Auflösung für das Auge nicht sichtbarer Bildpunkte. Vektorgrafiken speichern dagegen Form und Farbe jedes Bildobjekts gesondert. Deswegen kann man dort einzelne Elemente auswählen und verformen oder verschieben (Abbildung 1). Die ist im Bitmap-Editor Krita (Abbildung 2) [1] nicht möglich. Es gibt wie in Gimp lediglich eine Undo-Funktion, die die letzten Änderungen vollständig zurücknimmt.

Abbildung 1: Kontrollpunkte und -tangenten bleiben im Vektorgrafik-Programm Inkscape bearbeitbar, egal, wann das Objekt gezeichnet wurde und ob andere Gegenstände es verdecken.
Abbildung 2: Krita ist ein Malprogramm und erzeugt Bitmap-Grafiken. Es besticht mit seinen vielen authentischen Pinseln beim Malen mit der Maus oder einem Grafiktablett. Es zeichnet auch Vektorformen (Ellipsen, Vielecke, Bézier-Kurven), die sich allerdings nicht nachträglich bearbeiten lassen.

Malen statt Zeichnen

Krita sieht mit seinen vielen Zeichenwerkzeugen in der linken Button-Leiste wie ein Vektorzeichenprogramm aus. Es setzt andere Prioritäten als Gimp: Seine Stärken liegen beim Malen mit der Maus oder einem Grafiktablett. Dabei handelt es sich um einen elektronischen Zeichenblock, der Striche in Mausbewegungen umsetzt. Dass es sich mit einem Stift viel besser malen lässt als mit der Maus, leuchtet ein.

Außerdem gibt das Zeichentablett anders als Maus und Touchscreen die Stärke des Aufdrückens an den Rechner weiter. Krita setzt diesen Anpressdruck je nach gewähltem Malpinsel durch wechselnde Transparenz oder Strickstärke um. Wer mit Krita künstlerisch wertvolle Gemälde erstellen möchte, wird um die Anschaffung eines Grafiktabletts nicht herum kommen: Die Computermaus ist einfach zu grobmotorisch, als dass Malen damit richtig Spaß machen würde.

Diesen Artikel als PDF kaufen

Express-Kauf als PDF

Umfang: 3 Heftseiten

Preis € 0,99
(inkl. 19% MwSt.)

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 
TABLET & SMARTPHONE APPS
Bald erhältlich
Get it on Google Play

Deutschland

Ähnliche Artikel

  • Videoschnittanwendungen OpenShot und VidCutter in neuen Versionen
    Kurz hintereinander sind die Videoschnittprogramme OpenShot und VidCutter in jeweils neuen Versionen erschienen. Während OpenShot 2.3.2 im Wesentlichen Fehler korrigiert, bietet das Einsteigerprogramm VidCutter einige kleinere Neuerungen.
  • OpenShot jetzt stabiler, schneller und mit neuen nützlichen Funktionen
    Jonathan Thomas hat eine neue Version seines beliebten Videoschnittprogramms freigegeben. Neben zahlreichen Fehlerkorrekturen bietet sie Anwendern auch einige neue Funktionen, die den Schnitt und die Nachbearbeitung weiter erleichtern.
  • OpenShot Video Editor in Version 1.0 veröffentlicht
    Videoschnittprogramme sind unter Linux noch Mangelware. Jonathan Thomas versucht mit der ersten stabilen Fassung seines OpenShot Video Editors diese Lücke etwas weiter zu schließen.
  • Frisch geschnitten
    Dank günstiger Digital-Kameras mit Videofunktion und Smartphones kann heute jeder einfache Videoclips drehen. Mit den Videoschnittprogrammen PiTiVi und OpenShot montieren Sie aus den einzelnen Aufnahmen bequem kurzweilige Filme.
  • Schnittmuster
    In einem Vergleichstest prüfen wir die neun kostenlosen Videoschnittprogramme Cinelerra, Flowblade, Kdenlive, Kino, Lightworks, LiVES, OpenShot, PiTiVi und Shotcut.
Kommentare

Infos zur Publikation

EL 11/2017-01/2018: Einstieg in Linux

Digitale Ausgabe: Preis € 9,80
(inkl. 19% MwSt.)

EasyLinux erscheint vierteljährlich und kostet 9,80 Euro. Weitere Infos zum Heft finden Sie auf der Homepage.

Das Jahresabo kostet ab 33,30 Euro. Details dazu finden Sie im Computec-Shop.

Bei Google Play finden Sie digitale Ausgaben für Tablet & Smartphone.

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist ohne Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!      

Stellenmarkt

Aktuelle Fragen

Installation Linux mint auf stick
Reiner Schulz, 10.12.2017 17:34, 0 Antworten
Hallo, ich hab ein ISO-image mit Linux Mint auf einem Stick untergebracht Jetzt kann ich auch...
Canon Maxify 2750 oder ähnlicher Drucker
Hannes Richert, 05.12.2017 20:14, 4 Antworten
Hallo, leider hat Canon mich weiterverwiesen, weil sie Linux nicht supporten.. deshalb hier die...
Ubuntu Server
Steffen Seidler, 05.12.2017 12:10, 1 Antworten
Hallo! Hat jemand eine gute Anleitung für mich, wie ich Ubuntu Server einrichte? Habe bisher...
Tinte sparen bei neuem Drucker
Lars Schmitt, 30.11.2017 17:43, 2 Antworten
Hi Leute, ich habe mir Anfang diesen Monats einen Tintenstrahldrucker angeschafft, der auch su...
Für Linux programmieren
Alexander Kramer, 25.11.2017 08:47, 3 Antworten
Ich habe einen Zufallsgenerator entworfen und bereits in c++ programmiert. Ich möchte den Zufalls...