Linux Mint 18.0 KDE auf DVD

Mint 18 mit KDE

Mit etwas Verspätung hat das Linux-Mint-Projekt zu Version 18 auch die KDE-Variante veröffentlicht. Ergänzend zur Cinnamon-Version, die wir Ihnen in der letzten Ausgabe angeboten haben, reichen wir nun Mint 18 KDE nach.

Linux Mint 18 ist eine LTS-Version (Long Term Support) und wird vom Mint-Team bis 2021 mit Updates versorgt; dieselbe Jahreszahl zeigt auch das Supportende für die kommenden Mint-Versionen 18.* an. Das System basiert auf Ubuntu 16.04 (ebenfalls eine LTS-Version).

Die Mint-Installation läuft ähnlich wie bei Kubuntu ab, allerdings müssen Sie den Vorgang händisch über den Eintrag Install this system permanently to your hard disk im KDE-Startmenü anstoßen, denn die Mint-DVD bootet direkt auf den Desktop. Auch hier können Sie zwischen automatischer Aufteilung der Platte und manueller Partitionierung wählen.

Oberflächliches

Der KDE-Desktop (Plasma 5.6.5, Frameworks 5.23.0, KDE Applications 15.12.3) bietet EasyLinux-Lesern die gewohnte Umgebung (Abbildung 1); die Arbeitsfläche ist mit dem Layout Arbeitsfläche vorkonfiguriert, nimmt also Plasmoide auf und zeigt nicht den Inhalt des Ordners Schreibtisch an – das lässt sich über einen Rechtsklick auf den Desktop, Auswahl von Einstellungen für Arbeitsfläche und anschließende Änderungs des Layout auf Ordner-Ansicht schnell ändern.

Abbildung 1: Linux Mint 18 KDE präsentiert einen aufgeräumten und farblich zurückhaltenden KDE-Desktop.

Die neuen X-Apps, die mit den Hauptvarianten von Linux Mint (also Cinnamon und Mate) eingeführt wurden, fehlen (bis auf Xplayer) bei der KDE-Version: Hier sind stattdessen die üblichen KDE-Programme installiert.

Icons im Dateimanager Dolphin reagieren auf Einfach-Klicks, so dass Programme sofort starten, Ordner direkt betreten und Dateien sofort geöffnet werden. In der Voreinstellung gibt es keine virtuellen Arbeitsflächen; die muss man in den Systemeinstellungen unter Arbeitsflächen-Verhalten / Virtuelle Arbeitsflächen erst aktivieren – danach funktionieren auch direkt die bekannten Tastenkombinationen [Strg]+[F1],[Strg]+[F2] usw.

Die ruhigen Farben setzen sich auch im Terminalfenster fort, den Midnight Commander kann man allerdings mit diesen Farbeinstellungen nicht ordentlich betreiben (Abbildung 2) und muss dafür in konsole einen neuen Sitzungstyp einrichten.

Abbildung 2: Auch die Terminalfenster drücken aus: "Wir gehören dazu." Der Midnight Commander wirkt in der Umgebung aber ein wenig blass.

Multimedia

Mit Version 18 haben die Entwickler Multimediapakete von der DVD entfernt, die rechtlich oder aus Lizenzgründen problematisch sind, damit fehlt nach einer frischen Installation die Unterstützung für einige Dateitypen. Das ist aber kein Problem; die folgenden zwei Befehle ziehen die fehlenden Codecs aus dem Netz und spielen sie ein:

sudo apt update
sudo apt install mint-meta-codecs

Installierte Standardprogramme aus der Multimedia sind Amarok und K3b sowie mit VLC, dem Dragon Player, und dem Xplayer (aus der X-Apps-Familie) gleich drei Videoprogramme.

Als Browser ist Firefox 48.0 an Bord, für E-Mails gibt es KMail; weitere Netzanwendungen sind KTorrent und Konversation.

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