Tipps und Tricks zu Ubuntu, Linux Mint und Knoppix

Ubuntu, Linux Mint und Knoppix

Ubuntu, Linux Mint und Knoppix basieren auf der Distribution Debian – wir verraten Tricks und Kniffe, welche die Arbeit auf diesen Systemen angenehmer machen.

Tipp: (K)Ubuntu: Xenial Xerus (16.04) und Gimp

Mit Erscheinen der neuen (K)Ubuntu-Ausgabe weist der Paketmanager Sie darauf hin, dass es eine neue Version der Distribution gibt (Abbildung 1). Nach Eingabe des eigenen Kennworts aktualisiert das Tool die Paketquellen, lädt Informationen zu den Programmen von den Distributions-Servern herunter und zeigt eine Zusammenfassung der geplanten Änderungen an. Wer genau hinschaut, erlebt eine Überraschung: Im Zuge der Aktualisierung auf Xenial Xerus meldet der Paketmanager für Gimp nicht mehr unterstützt (Abbildung 2). Was ist da los?

Abbildung 1: Eine neue Kubuntu-Version ist erschienen, und Muon-Discover hilft beim Aktualisieren.
Abbildung 2: Beim Aktualisieren von (K)Ubuntu 15.10 auf 16.04 meldet der Paketmanager, dass Gimp nicht länger unterstützt wird.

Keine Sorge, Sie müssen auch unter (K)Ubuntu 16.04 nicht auf die freie Bildbearbeitung verzichten – Gimp ist lediglich aus dem Hauptrepository main in die Paketquelle universe gewandert. Im Zuge einer Aktualisierung verschwindet das Programm in der Regel nicht von der Platte. Sollte es den Umzug ins andere Repository auf Ihrem Rechner nicht schaffen, fasst der Paketmanager die persönlichen Einstellungen in Ihrem Home-Verzeichnis (Ordner ~/.gimp-2.8) nicht an, so dass Sie Gimp nach dem Distributions-Upgrade einfach wieder einspielen können.

Überprüfen Sie die Einstellungen der Paketquellen. Unter Kubuntu starten Sie dazu Discover (Anwendungen / System / Programmverwaltung), öffnen das Hamburger-Menü per Klick auf die drei Linien rechts oben, wählen Erweitert und dort Software-Quellen einrichten. Unter Ubuntu klicken Sie auf den Unity-Starter, suchen nach softw und öffnen die Anwendung Ubuntu Software. Über einen Klick auf das Menü Ubuntu Software und Software & Updates öffnen Sie den Dialog, der die Repositorys verwaltet. Geben Sie auf Aufforderung Ihr Kennwort ein.

Wenden Sie sich dem ersten Reiter Kubuntu-Anwendungen bzw. Ubuntu-Anwendungen zu. Stellen Sie sicher, dass ein Häkchen bei Von der Ubuntu-Gemeinschaft betreute freie und quelloffene Software (universe) gesetzt ist. Klicken Sie auf Schließen. Im Hauptfenster des Paketverwalters können Sie nun nach gimp suchen. Unter Kubuntu wählen Sie den Treffer aus und blättern in Discover weiter nach unten, um im Bereich Erweiterungen zusätzliche Gimp-Pakete mit Pinseln und Mustern oder Plug-ins zum Installieren zu markieren. Unter Ubuntu Software fehlt diese Möglichkeit (siehe nächster Tipp).

Tipp: Ubuntu: Bye-bye, Software-Center

Mit Erscheinen der neuen Version 16.04 haben die Entwickler das Software-Center durch die Anwendung Ubuntu Software ersetzt. Schon der Vorgänger hatte einen sehr reduzierten Funktionsumfang, blendete aber wenigstens optionale Erweiterungen zu den Paketen ein. Ubuntu Software beschränkt sich auf grafische sowie auf häufig genutzte Anwendungen und verzichtet auf die meisten Shell-Programme und Serversoftware. Auch die zusätzlichen Gimp-Pakete (siehe Tipp 1) tauchen beim Installieren der Bildbearbeitung nicht auf.

Wem das zu oberflächlich ist, der kann derzeit das Software-Center noch nachrüsten. Da Canonical dieses aber langfristig nicht weiterentwickeln wird, ist es möglicherweise besser, direkt auf eine Alternative umzuschwenken. In der grafischen Abteilung empfiehlt sich Synaptic (Abbildung 3) aus dem gleichnamigen Paket [1]. Alternativ verwenden Sie APT & Co. auf der Kommandozeile; ein älterer Artikel führt Sie in die Grundlagen ein [2]. Beide Programme – Synaptic und APT – können Sie auch unter Kubuntu einsetzen.

Abbildung 3: Das Programm Synaptic findet alle Gimp-Pakete. Per Klick in die Checkbox merken Sie sie zum Installieren vor; über "Anwenden" wandern sie auf die Platte.

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