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Das kostenlose Officepaket FreeOffice von SoftMaker

Office für lau

FreeOffice ist die abgespeckte Gratisvariante von SoftMaker Office: Das Paket besteht aus Textverarbeitung, Tabellenkalkulation und Präsentationen. Wir haben die jüngste Linux-Version getestet.

Klassische Büroaufgaben können Anwender auf Linux-Desktops heute gut erledigen, mehrere Programmpakete erlauben sogar eine Auswahl: OpenOffice bzw. LibreOffice ist die prominenteste Office-Umgebung für Linux. Auch SoftMaker Office [1] dürfte regelmäßigen EasyLinux-Lesern bereits begegnet sein [2]: Das Nürnberger Unternehmen SoftMaker vertreibt unter diesem Namen seit vielen Jahren eigene Office-Anwendungen, die auch unter Linux funktionieren. Die kosten allerdings Geld (70 Euro für die Standardversion, 100 Euro für die Professional-Ausgabe mit Duden- und Langenscheidt-Wörterbüchern). Unter dem Namen FreeOffice bietet SoftMaker eine abgespeckte Variante der Standardversion zum Gratis-Download an. Wir haben das Programmpaket getestet und verraten, ob FreeOffice eine Alternative zu LibreOffice ist.

Texte, Tabellen, Präsentationen

FreeOffice besteht aus drei Hauptkomponenten, der Textverarbeitung TextMaker, der Tabellenkalkulation PlanMaker und dem PowerPoint-Ersatz PresentationMaker. Es fehlen einige Features der gleichnamigen Komponenten von SoftMaker Office, auf der FreeOffice-Website [4] gibt es einen Überblick. Zu den entfernten Features gehören u. a. die kommerziellen Wörterbücher und Synonymwörterbücher. Es gibt auch in FreeOffice eine Rechtschreibungprüfung, die aber nicht auf die Duden-Wörterbücher setzt.

Die wichtigere Einschränkung ist, dass FreeOffice die neueren Dateiformate von Microsoft (docx, xlsx und pptx) zwar lesen, aber nicht schreiben kann. Beim Sichern in einem Microsoft-Format muss man dann auf die älteren Formate (ohne "x": doc, xls und ppt) ausweichen. In heterogenen Büroumgebungen, in denen Kollegen mit Microsoft Office arbeiten, wird das schnell zum Stolperstein.

Saubere Installation

Wenn Sie FreeOffice ausprobieren möchten, ist die Website ein guter Startpunkt; hier finden Sie einen Downloadbereich [3]. Schnell wird klar, dass es sich bei FreeOffice zwar um kostenlose Software handelt, nicht aber um Freie Software: Den Quelltext der Programme hat allein der Hersteller. Damit ist FreeOffice genau wie Microsoft Office ein proprietäres Produkt; zudem laufen auch die Gratisprogramme nur mit einer Lizenz. Ein Download-Link erscheint erst, nachdem Sie Ihren Namen und Ihre Mail-Adresse angegeben haben (Abbildung 1). Eine falsche Mail-Adresse lässt sich nicht nutzen: Der Hersteller verschickt an die angegebene Adresse eine Nachricht mit einem Lizenzschlüssel. Nach diesem fragen die FreeOffice-Programme beim ersten Start; ohne Schlüssel sind sie nicht benutzbar.

Abbildung 1: Ohne Registrierung kein FreeOffice: Der Lizenzschlüssel für die kostenlose FreeOffice-Version kommt per Mail.

Was die Installation angeht, hat der Hersteller sauber gearbeitet: FreeOffice steht in Form von .rpm- und .deb-Paketen für alle aktuellen Distributionen zur Verfügung. Ganz gleich, ob Sie OpenSuse oder Ubuntu nutzen: Sie geben beim Herunterladen des Pakets lediglich an, ob Sie die 32- oder die 64-Bit-Version brauchen. Das passende Paket landet daanch auf Ihrer Festplatte. Über die Werkzeuge Ihrer Paketverwaltung installieren Sie FreeOffice dann wie gewohnt. Icons auf dem Desktop und im KDE-Menü legen die Pakete an wie erwartet.

Nach der Installation lassen sich die drei FreeOffice-Komponenten zum ersten Mal starten. Das Programm, das Sie als erstes nutzen, fragt nach dem Lizenzschlüssel, den der Hersteller Ihnen per E-Mail zugeschickt hat. Haben Sie den Key einmal eingegeben, gibt es keine weiteren Nachfragen dazu: Die einmalige Eingabe schaltet alle Programme aus dem Paket frei.

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