Tipps und Tricks zu Gnome

Gnome-Tipps

Gnome ist neben KDE die zweite große Desktopumgebung für Linux. In den Gnome-Tipps stellen wir regelmäßig Nützliches und Praktisches für die alternative grafische Oberfläche vor.

Tipp: Nautilus: Versteckte Dateien und Ordner anzeigen

In Ihrem Home-Verzeichnis ist nicht nur Platz für eigene Dokumente, Bilder, Musik und Ähnliches, sondern hier legen Programme auch ihre Konfigurationsdateien ab. So finden Sie beispielsweise die Gimp-Einstellungen im Ordner .gimp-2.8 (je nach System mit einer anderen Versionsnummer) oder die des Browsers Firefox im Verzeichnis .mozilla. Die Bash, der Texteditor Vim und der Mailclient Mutt (siehe Shell-Tipps ab Seite ##) verwenden keinen Ordner, sondern einfache Dateien: .bashrc, .vimrc und .muttrc. Alle diese Verzeichnisse und Dateien haben eins gemeinsam: Sie beginnen mit einem Punkt.

Da Befehle wie ls oder Dateimanager wie Nautilus, Dolphin & Co. sie in der Voreinstellung nicht anzeigen, bezeichnet man sie als versteckt. So können in Ihrem Home-Verzeichnis zahlreiche Konfigurationsdateien und -ordner neben den anderen Daten Platz finden, ohne dass Sie den Überblick verlieren. Möchten Sie diese doch einmal im Gnome-Dateimanager betrachten, können Sie sie über den zweiten Menüknopf von rechts und Verborgene Dateien anzeigen einblenden (Abbildung 1). Über dasselbe Menü schalten Sie die Anzeige auch wieder aus. Noch schneller geht's per Tastatur: [Strg]+[H] schaltet die Ansicht ein bzw. aus.

Abbildung 1: Über das zweite Menü von rechts stellen Sie ein, was Sie im Dateimanager Nautilus sehen möchten.

Möchten Sie die versteckten Dateien und Ordner in jedem neuen Nautilus-Fenster sehen, können Sie die Anzeige zur Vorgabe machen. Öffnen Sie über das Menü Dateien (oben im Panel) die Einstellungen. Direkt auf dem ersten Reiter (Ansichten) aktivieren Sie das Feature, indem Sie ein Häkchen bei Verborgene Dateien und Sicherheitskopien anzeigen setzen. Wenn Sie nun ein neues Fenster des Dateimanagers öffnen, sind alle mit einem Punkt versehenen Namen sichtbar. Ein Nebeneffekt ist, dass jetzt auch Dateien sichtbar sind, deren Namen auf ~ enden: Die Tilde wird von von vielen Programmen für ältere Dokumentversionen verwendet, die als Sicherheitskopie aufbewahrt werden.

Tipp: Evolution: Termin, Aufgabe und Notizen aus Mails

Wussten Sie, dass Sie in Evolution jede E-Mail blitzschnell in einen neuen Termin, eine Besprechung, eine Aufgabe oder Notiz umwandeln können? Dazu reicht es aus, mit der rechten Maustaste auf den Text der Nachricht zu klicken und den entsprechenden Menüeintrag auszuwählen. Evolution öffnet dann einen Editor zu der passenden Programmkomponente. Hier können Sie den Namen, die Beschreibung, das Datum und mehr ändern. Optional fügen Sie eine oder mehrere Anlagen hinzu. Bei Mails, die im HTML-Format vorliegen, hängt der Gnome-Mailclient automatisch eine Kopie der Nachricht als Anlage.dat an die Notiz, den Termin oder die Aufgabe an (Abbildung 2).

Abbildung 2: Per Rechtsklick auf eine Mail erstellen Sie neue Notizen, Termine, Aufgaben oder Besprechungen.

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