Anwendertipps und kleine Kniffe zu Gimp

Effizienter arbeiten mit Gimp

Unsere Tipps bringen Ihnen Gimp-Funktionen und -Arbeitstechniken näher. In dieser Folge zeigen wir, wie Sie Bilder skalieren, die Größe von JPEG-Dateien und die gestrichelten Hilfslinien der Auswahlwerkzeuge beeinflussen. Außerdem lernen Sie die Pipette und das Werkzeug zum Spiegeln kennen.

Tipp: Größe von Bildern und Fotos skalieren

Sie möchten große Bilddateien verkleinern, um sie per E-Mail zu verschicken, oder um ein Foto in ein anderes zu integrieren? Kein Problem für Gimp, denn mit wenigen Schritten erzeugen Sie neue Maße und erhalten sogar die Proportionen. Öffnen Sie dazu die Grafik, die Sie skalieren möchten. Rufen Sie dann das Dialogfenster Bild skalieren über das Bildmenü Bild / Bild skalieren auf (Abbildung 1).

Abbildung 1: Im Dialog "Bild skalieren" verändern Sie die Maße und die Auflösung von Grafiken. Auf Wunsch bleibt dabei das Seitenverhältnis erhalten.

Tragen Sie im Bereich Bildgröße die entsprechenden Pixelwerte für Breite oder Höhe ein. Über das kleine Aufklappmenü neben den Feldern bestimmen Sie die Maßeinheit. Gefällt Ihnen die Voreinstellung px (für Pixel) nicht, können Sie hier auf Prozent, Zoll, Millimeter usw. umschalten. In der Voreinstellung reicht es, einen der Werte einzugeben, denn Gimp behält die Proportionen bei und berechnet die zweite Zahl automatisch. Ist das nicht gewünscht, klicken Sie auf das Symbol mit der Kette, um die Verknüpfung zu lösen. Sie können nun Breite und Höhe unabhängig voneinander definieren.

Passen Sie darunter die Werte für X-Auflösung und Y-Auflösung an, wenn Sie diese gleichzeitig mit der Größe verändern möchten. Die beiden Werte bestimmen die logische Auflösung des Bildes – in der Voreinstellung in der Einheit Pixel/in (Pixel pro Zoll). Das Drop-down-Menü neben den beiden Feldern bietet wiederum Alternativen wie Pixel pro Millimeter oder Zentimeter. Auch hier sind die beiden Werte für X und Y zunächst miteinander verknüpft, was auch sinnvoll ist. Ein Klick auf das Icon mit der Kette löst die Verbindung. Klicken Sie abschließend auf Skalieren, um die Größe zu verändern.

Interpolation beim Skalieren beeinflussen

Beim Skalieren kann Gimp verschiedene Verfahren zum Interpolieren der Bilder nutzen. Diese unterscheiden sich hinsichtlich Qualität und Geschwindigkeit voneinander. Zur Auswahl stehen im Drop-down-Menü die Einträge Keine, Linear, Kubisch und Sinc (Lanczos3). Soll es schnell gehen, und sind Qualitätseinbußen kein Problem, dann entscheiden Sie sich für Keine. Kubisch ist die Standardeinstellung von Gimp und führt meist zu sehr guten Ergebnissen – allerdings dauert es etwas länger. Linear ist der Mittelweg, wenn es sowohl schnell als auch qualitativ ausreichend sein soll. Die letzte Methode namens Sinc (Lanczos3) liefert besonders hochwertige Ergebnisse.

Welche Interpolation Gimp als Standard verwendet, legen Sie in den Programmeinstellungen fest. Rufen Sie dazu Bearbeiten / Einstellungen auf und wechseln Sie in der linken Leiste zum Punkt Werkzeugeinstellungen. Im Bereich Skalierung rechts suchen Sie aus dem Drop-down-Menü die gewünschte Voreinstellung aus; zur Wahl stehen wiederum Keine, Linear, Kubisch und Sinc (Lanczos3) (Abbildung 2). Klicken Sie auf OK, um die veränderte Konfiguration zu speichern.

Abbildung 2: In den Werkzeugeinstellungen legen Sie die Standardmethode zum Interpolieren von Bildern fest.

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