AA_openvpn-logo.png

© OpenVPN Technologies, Inc.

VPN-Verbindungen mit OpenVPN einrichten

Abhörschutz

Ein virtuelles, privates Netzwerk (VPN) ermöglicht den sicheren und verschlüsselten Zugriff von unterwegs auf Ressourcen in Ihrem Heimnetz. Mit OpenVPN machen Sie Ihre Mobilgerät zu Clients im VPN-Netz. Die Software ist leicht einzurichten und gehört zu den Standardpaketen der großen Distributionen.

Das private Netzwerk im eigenen Zuhause gewinnt zusehends an Bedeutung: Nicht zuletzt das "Internet of Things" sorgt dafür, dass immer mehr netzwerkfähige Geräte zum Haushalt gehören und über das Netz eine Reihe sinnvoller Funktionen bieten. Drei Beispiele machen das besonders deutlich.

Klassische Desktop-PCs etwa haben in den vergangenen Jahren zusehends an Bedeutung verloren: Immer öfter fällt die Wahl auf Notebooks, wenn die Anschaffung eines neuen Computers ansteht. Kein Wunder – Laptops sind portabel und ermöglichen den Betrieb auch unterwegs, etwa im Zug oder im Flugzeug. Aber nicht in allen Punkten sind Notebooks einem klassischen PC überlegen: Regelmäßig haben Desktop-PCs etwa größere Festplatten, auf denen sich deutlich mehr Daten speichern lassen.

Mit der mobilen Revolution einher geht deshalb der Trend zu Netzwerkspeichern: Geräte von Qnap oder Synology sind mittlerweile weit verbreitet. Sie bieten problemlos Kapazitäten im zweistelligen TByte-Bereich und nehmen so ganze Film- oder Musiksammlungen auf. Zum Teil ersetzen solche Zusatzgeräte also Funktionen, die klassisch PCs (als Dateiserver) übernommen haben. Für Anwender sind damit auch Einschränkungen verbunden: Wer seinen Laptop unterwegs benutzt, hat in der Regel nicht mehr alle Daten bei sich; auf dem Laptop liegen dann nur die wichtigsten Dateien, und die weniger wichtigen und seltener genutzten Dateien landen auf dem Netzwerkspeicher. Wer darauf von unterwegs zugreifen möchte, muss also Zugang zu seinem privaten Netz erhalten.

Auch das Thema Heimautomatisierung ("Smart Home") nimmt zusehends Fahrt auf: Einsteigersets sind bereits für kleines Geld zu haben und bieten praktische Features. So lässt sich mit einer "intelligenten" Steckdose Strom für bestimmte Geräte von einem Rechner aus an- oder abschalten. Wer sich im Urlaub befindet, kann so aus der Ferne Lampen anknipsen, um seine Abwesenheit zu verschleiern und Einbrecher abzuschrecken.

Hinzu gesellen sich klassische Elektrogeräte für Endanwender: Schlaue Fernseher ("Smart-TVs") bieten immer mehr Netzwerkfunktionalität. Moderne Geräte ermöglichen etwa über das Netz die Konfiguration oder bieten eine Möglichkeit, den Einschaltstatus des Fernsehers zu prüfen.

Heimnetz als Dreh- und Angelpunkt

Die beiden Trends zu mobilen Computern und zur Heimvernetzung scheinen nicht zueinander zu passen: Notebooks zeichnen sich ja gerade dadurch aus, dass sie eben nicht immer im Heimnetz sind, sondern durchaus auch mal unterwegs zum Einsatz kommen. Für Smartphones gilt das noch mehr: Das eigene Notebook hat man nicht immer dabei, das Telefon in der Regel schon. Viele der erwähnten Funktionen lassen sich aus der Ferne per Smartphone genauso wie mit dem Laptop steuern. Damit von unterwegs der Zugriff auf die Dateien des Netzwerkspeichers möglich ist oder sich Licht und Fernseher aus der Ferne steuern lassen, bedarf es also einer Brücke zwischen dem mobilen Gerät und dem heimischen Netz.

Virtuelle private Netzwerke

Die Anforderung, von unterwegs auf das private Netz zuzugreifen, ist nicht neu. Unternehmen sehen sich mit dem Problem seit Jahren konfrontiert: Außendienstmitarbeiter etwa brauchen regelmäßig Zugriff auf Ressourcen, die eigentlich nur im Firmennetz vor Ort verfügbar sind. Die gute Nachricht ist, dass gerade wegen des kommerziellen Bedarfs das Problem bereits gelöst ist: Unter der Bezeichnung "Virtual Private Network" (virtuelles privates Netzwerk, kurz "VPN") firmiert der Ansatz, zwischen einem mobilen Client (also Laptop oder Smartphone) und dem jeweiligen Zielnetz eine sichere Verbindung herzustellen.

Ein Computer, der tatsächlich im Heimnetz steht, dient dabei als Schnittstelle: Mit ihm verbindet sich das mobile Gerät, dessen Anfragen er anschließend in das lokale Netz weiterleitet. Die übrigen Geräte im Heimnetz sehen dadurch nur einen weiteren, lokalen Client – alle beteiligten Computer gehen davon aus, dass sie im gleichen physischen Netz stehen. Der Clou: Bei entsprechender Konfiguration läuft die VPN-Verbindung über das Internet. Solange der jeweilige Server also aus dem Internet zu erreichen ist, lässt sich mittels eines VPNs der Zugriff von Clients auf Daten sicherstellen, die auf Geräten im privaten Netz liegen. Da VPNs alle Arten von Netzwerkverbindungen ermöglichen, lässt sich so etwa auch die Heimautomatisierung steuern oder der Fernseher abfragen. Wer von unterwegs mit dem eigenen Heimnetz verbunden ist, kann im wesentlichen alle Dienste nutzen, die er auch vor Ort zur Verfügung hätte.

Um das Thema Sicherheit kümmern sich alle gängigen VPN-Lösungen automatisch: Die VPN-Verbindung läuft zwar über das Internet, verschlüsselt aber die übertragenen Daten. Der Client redet mit den anderen Servern im Netz dann so, als stünde er physisch in deren Netz, und zwar auch dann, wenn er gerade am anderen Ende der Welt ist. Sorgen um die Vertraulichkeit von via VPN ausgetauschten Daten sind deshalb unnötig.

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 
TABLET & SMARTPHONE APPS
Bald erhältlich
Get it on Google Play

Deutschland

Ähnliche Artikel

  • VPN-Verbindungen mit OpenVPN einrichten
    OpenVPN hilft dabei, von unterwegs sicher auf die Daten auf dem eigenen Computer zurückzugreifen. Dabei ist die Software leicht einzurichten und gehört bei den großen Distributionen zu den Standardpaketen.
  • Geschützter Netzzugriff von unterwegs mit OpenVPN
    Mit OpenVPN bleiben Sie zumindest virtuell immer zu Hause: Sie kommunizieren auch von unterwegs abhörsicher und angriffsgeschützt mit den Rechnern im heimischen LAN, als wären Sie dort.
  • Durchgetunnelt
    Der Einsatz eines virtuellen privaten Netzwerks erlaubt die sichere Kommunikation über unsichere Netzwerke. Mit OpenVPN steht dafür ein einfach zu konfigurierendes, mächtiges Werkzeug bereit.
  • Verschlüsselte Tunnel mit OpenVPN einrichten
    Viele WLAN-Geräte verschlüsseln die Verbindungen nur unzureichend. Mit OpenVPN und wenigen Befehlen richten Sie ihr eigenes verschlüsseltes Netzwerk ein und können sich sogar aus dem Internet zu Hause einloggen.
  • OpenVPN-Grundlagen
    VPNs stehen seit jeher im Ruf, kompliziert und umständlich in der Konfiguration zu sein. OpenVPN zeigt, dass es auch anders geht: Mit einem Fünfzeiler bauen Sie einen sicheren Tunnel über das Internet auf.
Kommentare

Infos zur Publikation

EL 11/2017-01/2018: Einstieg in Linux

Digitale Ausgabe: Preis € 9,80
(inkl. 19% MwSt.)

EasyLinux erscheint vierteljährlich und kostet 9,80 Euro. Weitere Infos zum Heft finden Sie auf der Homepage.

Das Jahresabo kostet ab 33,30 Euro. Details dazu finden Sie im Computec-Shop.

Bei Google Play finden Sie digitale Ausgaben für Tablet & Smartphone.

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist ohne Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!      

Stellenmarkt

Aktuelle Fragen

Fernstudium Informatik
Joe Cole, 12.12.2017 10:36, 1 Antworten
Hallo! habe früher als ich 13 Jahre angefangen mit HTML und später Java zu programmieren. Weit...
Installation Linux mint auf stick
Reiner Schulz, 10.12.2017 17:34, 2 Antworten
Hallo, ich hab ein ISO-image mit Linux Mint auf einem Stick untergebracht Jetzt kann ich auch...
Canon Maxify 2750 oder ähnlicher Drucker
Hannes Richert, 05.12.2017 20:14, 4 Antworten
Hallo, leider hat Canon mich weiterverwiesen, weil sie Linux nicht supporten.. deshalb hier die...
Ubuntu Server
Steffen Seidler, 05.12.2017 12:10, 1 Antworten
Hallo! Hat jemand eine gute Anleitung für mich, wie ich Ubuntu Server einrichte? Habe bisher...
Tinte sparen bei neuem Drucker
Lars Schmitt, 30.11.2017 17:43, 2 Antworten
Hi Leute, ich habe mir Anfang diesen Monats einen Tintenstrahldrucker angeschafft, der auch su...