Sonderfall Kindle

Wenn Sie einen Kindle besitzen und in der Liste ausgewählt haben, zeigt Calibre Ihnen nun noch einen weiteren Dialog an. Amazon kann E-Books per E-Mail auf die Kindle-Geräte senden. Dazu wird jedem Kindle bei der Registrierung automatisch eine Mail-Adresse zugewiesen. Sie sehen diese, wenn Sie sich in Ihr Amazon-Konto einloggen und die Seite Meine Inhalte und Geräte aufrufen. Diese Mail-Adresse können Sie auch bei Calibre angeben. Zusätzlich fragt der Assistent ab, welchen E-Mail-Anbieter das Programm für den Mailversand nutzen kann. Tragen Sie die gleichen Daten ein, die Sie auch bei der Einrichtung Ihres Mailprogramms genutzt haben. Falls Sie die Mailfunktion für den Kindle nicht nutzen möchten, lassen Sie alle Felder leer und überspringen die Einrichtung per Klick auf Weiter.

Auf der letzten Seite des Assistenten beglückwünscht Calibre Sie zur neuen Konfiguration, bevor ein Klick auf Fertigstellen die Einrichtung beendet und Sie direkt ins Calibre-Hauptfenster (Abbildung 3) gelangen.

Abbildung 3: Das Calibre-Hauptfenster unterteilt sich in vier Bereiche: Katalog für Schlagworte, Bücherliste, Detailanzeige für Bücher und die Iconleiste.

Orientierungsphase

Nach dem ersten Start sieht Calibre naturgemäß spärlich aus: Noch haben Sie keine Bücher importiert, darum ist die Bibliothek komplett leer. Das gibt Ihnen jedoch die Möglichkeit, sich mit den Bedienelementen der Oberfläche vertraut zu machen. Es gibt hier vier Bereiche:

  • Ganz oben sehen Sie verschiedene große Icons, die direkten Zugriff auf die nach Ansicht der Entwickler wichtigsten Funktionen bieten. Alle Icons sind aussagekräftig beschriftet, nur das Herz am Ende trägt kein Label. Wer eine Funktion vermutet, mit der sich Lieblingsbücher markieren lassen, liegt falsch: Das Herz führt direkt zu einer Spendenseite für Calibre, auf der die Entwickler um finanzielle Unterstützung bitten. Die Zahl der angezeigten Icons in der Buttonleiste hängt übrigens von der Breite des Programmfensters ab: Icons, die in der normalen Darstellung versteckt sind, erscheinen, wenn Sie auf den nach rechts zeigenden Pfeil am rechten Rand der Leiste klicken.
  • Den linken Fensterrand füllt der Schlagwortbrowser. Die Idee hinter diesem Werkzeug ist simpel: Calibre legt für jedes Buch Ihrer Sammlung einen Metadateneintrag an, der Informationen wie Autor, Verlag, Jahr der Erscheinung und eine kurze Zusammenfassung (Klappentext) enthält. Über den Schlagwortbrowser durchsuchen Sie diese Metadaten, um ein Buch schneller zu finden, als es etwa per Scrollen in der Bibliothek möglich wäre.
  • Apropos Scrollen: Den größten Bereich des Fensters nimmt die Buchliste in der Mitte auf, die nach dem ersten Start noch leer ist. Rechts daneben – unterhalb des Buch-Icons – sehen Sie die Metadaten eines Buchs, sobald Sie dieses im Mittelteil des Fensters ausgewählt haben.

Etwas verwirrend ist beim ersten Kontakt oft, dass es keine klassische Menüleiste mit Datei oder Bearbeiten gibt. Das liegt vermutlich daran, dass die Entwickler eine einheitliche Oberfläche für Windows, Linux und OS X schaffen wollten: Für all diese Plattformen ist das Programm erhältlich. Trotz fehlender Dateileiste sind alle nötigen Features für die effiziente Verwaltung einer digitalen Bibliothek vorhanden.

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