Nützliche Klone

Mit device-device übertragen Sie Partitionen ohne Zwischenschritt über ein Image auf eine zweite Festplatte. Eine fertige Linux-Installation lässt sich damit auf einen anderen Rechner übertragen, statt sie neu zu installieren – etwas, das mit Windows nicht funktionieren würde.

Ein Backup-Image legen Sie mit device-image in einem bestehenden Dateisystem auf einer Festplatte oder einem USB-Stick ab. Clonezilla erkennt die vorhandenen Dateisysteme automatisch. Wer sich damit auskennt, kann die Daten auch per SSH oder NFS über das Netz auf einen anderen Rechner übertragen.

Nach der Auswahl von Quelle und Ziel wählen Sie, welche Operation die Software durchführen soll: Sichern einer Partition (saveparts), der ganzen Platte inklusive Partitionstabelle (savedisk) oder die zugehörigen Wiederherstellungsoperationen restoreparts und restordisks. Dann startet der eigentliche Datentransfer (Abbildung 3).

Dank Partclone geht das Sichern schnell: Die Software überspringt nicht belegte Sektoren der Partition. Auf Wunsch prüft Clonezilla das gesicherte Image oder das Quelldateisystem.

Einsteigern mag die konsolenbasierte Oberfläche des Programms hakelig vorkommen. Auch ist äußerste Vorsicht bei der Auswahl von Backup-Quelle und -Ziel geboten: Sie ist auf Basis der Linux-Gerätenamen zu treffen, den Inhalt des Dateisystems sieht man dabei nicht. Wir empfehlen deshalb, dass Sie vor dem Einsatz von Clonezilla Ihre Festplatten mit Gparted (Abbildung 4) [8] analysieren und einen Screenshot davon ausdrucken.

Abbildung 4: Die für den Anwender gewöhnlich unwichtigen Linux-Gerätedateinamen, die Clonezilla zur Auswahl der zu sichernden Partition nutzt, finden Sie mit Gparted leicht heraus.

Die Redaktion meint

Man muss eine Linux-Systempartition nicht so regelmäßig sichern wie die Daten im Home-Verzeichnis. Doch ein Backup mit Partclone, das Sie z. B. vor größeren Systemaktualisierungen durchführen, ist keine verschwendete Zeit.

Das Übertragen von fertig eingerichteten Systemen auf andere Rechner spart Zeit und führt unter Linux selten zu Problemen. Voraussetzung ist lediglich, dass die Ziel-Root-Partition mindestens so groß wie die Ausgangspartition ist.

Bewertung

4 von 5 Sternen

Darktable 2.0.1 – professionelle Fotoaufbereitung

Darktable ist seit langem ein Glanzpunkt des Linux-Software-Portfolios, das manchen Fotografen zum Wechsel vom teuren Apple-Rechner bewogen hat. Die neue Major-Version hat durch den Umstieg auf die Bibliothek Gtk 3 viele Entwicklerressourcen gebunden, wartet aber trotzdem mit Neuerungen auf.

Die führende Linux-Fotoaufbereitung Darktable (Abbildung 5) [10] war erst vor knapp einem Jahr in Version 1.6.3 Thema der Software-News. Da wir das Programm für eines der Highlights des Linux-Desktops halten, waren wir neugierig, wie sich das Programm mit dem Major-Versionssprung auf 2.0 weiterentwickelt hat.

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