Leserbriefe

Btrfs oder Ext4?

[01/2016] OpenSuse 13.2 verwendete schon das neue Dateisystem Btrfs. Sie haben in der letzten Ausgabe empfohlen, bei der Partitionierung von Leap 42.1 auf Ext4 umzustellen. Im Artikel "Butter bei dat Dateisystem" in Heft 01/2015 wurden die Vorteile von Btrfs beschrieben, z. B. kann /tmp als Subvolume flexibel groß werden und damit die ganze Partition bis zum letzten Bit ausnutzen; Brennprogramme brechen nicht mehr ab. Aus diesem Grund habe ich jetzt bei Leap 42.1 die Root-Partition von 20 GByte auf 40 GByte vergrößert, wie in Ihrer Installationsanleitung empfohlen. Ich habe bei Leap 42.1 für die Systempartition Btrfs und für /home XFS verwendet. Wer /home nicht antasten will, darf hier nicht formatieren.

Wolfgang Steiner

EasyLinux: Anders als Ende 2014 bin ich mittlerweile der Meinung, dass es für Linux-Einsteiger besser ist, die Formatierung auf Ext4 abzuändern, weil die Konfiguration der Btrfs-Mountpoints eben nur möglich ist, nachdem man sich vertieft in die Materie eingearbeitet hat. Wer ohne dieses Verständnis mit Btrfs-Volumes herum experimentiert, läuft eher in eine Situation hinein, in der auf einmal der Zugriff auf Teile der Daten nicht mehr möglich ist. Es reicht z. B. schon aus, einen der diversen Einträge in der Datei /etc/fstab zu löschen – wenn man dann den Namen des entfernten Subvolumes nicht kennt (und nicht weiß, wie man eine Liste aller vorhandenen Subvolumes anzeigt), kann man an der Stelle nicht weiter arbeiten. (hge)

UEFI, USB in VirtualBox und mehr

Ich bin langjähriger Abonnent Eures Magazin und bin begeistert davon. Zur Info: Ich verwende schon seit etlichen Jahren OpenSuse und greife nur noch sporadisch auf Windows-Anwendungen zurück, wo es gar nicht anders geht.

Vor kurzem habe ich auf einem neuen PC OpenSuse Leap 42.1 installiert. Das war gar nicht so einfach, da in Eurer Installationsanleitung ein wichtiger Punkt fehlte: Bei neuen PCs gibt es im BIOS/EFI einen Punkt, in dem festgelegt wird, welches Betriebssystem auf den Rechner zugreifen darf. In meinem Fall war es Win8/Win10. Wenn man das nicht weiß und nicht auf Win7/Andere OS (Abbildung 1) umstellt, kann man Linux nicht installieren.

© Franz KleinAbbildung 1: UEFI-Einstellung zum genutzten Betriebssystem.

Weiters habe ich VirtualBox installiert und in einer VM Windows 7. Das läuft ganz gut – nur gelingt es nicht, mit Windows 7 auf USB-Geräte zuzugreifen, obwohl (wie von Euch angeregt) das entsprechende Zusatzpaket installiert ist.

Ein Thema, das von Windows nach OpenSuse migriert werden sollte, ist das Drucken von Adressetiketten. Die Namensliste liegt im Excel-Format vor, und es ist kein Problem, diese in LibreOffice Calc anzuschauen, zu bearbeiten etc. Das Problem ist, diese so aufzubereiten, dass sie dann auf Etiketten (Avery Zweckform 3474) ausgedruckt werden.

Mein größtes Problem bei der Migration von Windows zu OpenSuse ist die Synchronisation meiner Kontakte und Termine. Obwohl OpenSuse und das Android-Handy dieselbe Basis haben, gibt es hier nichts vernünftiges. Synchronisation über Google-Accounts kommt für mich nicht in Frage; derzeit verwende ich MyPhoneExplorer. Bei meinen Recherchen im Netz entdeckte ich Gammu / Wammu. Was haltet Ihr davon?

Zum Abschluss möchte ich Euch noch bestärken, weiter ein so gutes Magazin zu machen – ich freue mich auf jede Neuerscheinung.

Franz Klein

EasyLinux: Vielen Dank für die lobenden Worte! Zu Ihren Fragen:

UEFI: Eine solche Einstellung habe ich auf meinen Testrechnern mit UEFI nicht entdecken können, hier gibt es immer nur die Möglichkeit, "Secure Boot" ein- oder auszuschalten – für einige Distributionen ist es nötig, Secure Boot zu deaktivieren.

VirtualBox: Bei USB-Geräten ist oft das Problem, dass Linux sie beim Einstecken erkennt und dann irgendwas damit macht. So werden z. B. Datenträger automatisch eingebunden, für andere Geräte wird ein Modul geladen. Wenn das passiert, ist kein Zugriff aus der VM heraus möglich, in der Liste der USB-Geräte erscheint das Gerät ausgegraut. Man muss dann von Hand dafür sorgen, dass Linux nicht mehr auf das Gerät zugreift, bei USB-Datenträgern hilft zum Beispiel ein Auswerfen. Danach muss man noch in VirtualBox dem Gast den Zugriff explizit erlauben.

Labels: Dazu hatten wir vor elf Jahren (!) einen Artikel im Heft [1]. Vielleicht taugt die Beschreibung noch.

Bei der Synchronisation ist Google der einzige leichte Weg. Auch bei früheren Recherchen ist uns schon aufgefallen, dass das Thema – abseits von Google-Diensten und Dropbox – ein trauriges Bild abgibt. Gammu/Wammu hat unsere Schwesterzeitschrift LinuxUser zuletzt vor fünf Jahren vorgestellt [2]. Diese Software kommt aber nur mit Handys aus der Vor-Smartphone-Ära klar, eignet sich also nicht für Android-Geräte. (hge)

[1] http://www.easylinux.de/2005/01/037-etiketten/

[2] http://linux-community.de/20507

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