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Mini Metro mischt Simulations- und Taktikspiel

Knifflige Linienführung

Der Liniennetzplan der Londoner U-Bahn ist Ihnen zu langweilig? Dann entwerfen Sie doch kurzerhand Ihren eigenen! Genau das ermöglicht ein pfiffiges Spiel des Entwicklers Dinosaur Polo Club. Die vielen bunten U-Bahn-Linien fordern dabei nicht nur Ihre kleinen grauen Zellen, sondern machen sogar ganz leicht süchtig.

Kann diese Stadt nicht etwas langsamer wachsen? Jetzt wurde am Stadtrand schon wieder eine neue U-Bahn-Station errichtet. Auf dem Bahnsteig stehen sogar schon zwei Passagiere. Um die nicht warten zu lassen, könnte man die neue Station einfach an die rote U-Bahn-Linie anschließen. Damit würden sich auf ihrer Strecke aber auch die Fahrtzeiten erhöhen, die man wiederum mit einem zusätzlichen Zug kompensieren müsste. Die kurze gelbe Linie liegt hingegen auf der anderen Flussseite. Um sie bis zum neuen Bahnhof zu verlängern, müsste man erst einen kostbaren Tunnel graben.

Punkt, Punkt, Komma, Strich

Derartige Entscheidungen verlangt Ihnen das Simulationsspiel Mini Metro [1] ab: Sie bauen ein eigenes funktionierendes U-Bahn-Netz auf und erweitern es schrittweise. Das gelingt zunächst noch recht leicht: Auf einer Landkarte erscheinen mehrere Symbole, die jeweils einzelne Bahnhöfe repräsentieren. Zwischen ihnen zeichnen Sie mit der Maus U-Bahn-Linien ein, auf denen automatisch jeweils ein Zug in gemütlichem Tempo alle Stationen abfährt (Abbildung 1). Die Linien dürfen sich dabei an den Stationen treffen, nicht aber auf offener Strecke kreuzen.

Abbildung 1: Hier fahren in Berlin drei Linien. Der grüne Zug bringt gerade einen dreieckigen Passagier zum nächsten dreieckigen Bahnhof. Das große Dreieck repräsentiert einen Intersection Point.

Im Lauf der Zeit tauchen weitere Stationen im Umland auf (Abbildung 2). Diese binden Sie an das bestehende Netz an, indem Sie das Ende einer U-Bahn-Linie mit der Maus zur entsprechenden Station ziehen. Wenn Sie sich verplant haben, können Sie die einzelnen Strecken komplett oder etappenweise vom Ende her auflösen und dann neu verlegen. Die Anzahl der möglichen Linien ist allerdings zunächst auf drei Stück begrenzt.

Abbildung 2: Mit der Zeit wächst das Liniennetz. Hier ist gerade rechts oben (rot markiert) eine neue Station hinzugekommen. Um sie einzubinden, bleibt eigentlich nur, die lilafarbene Linie zu verlegen.

An den Haltestellen treffen nach und nach Fahrgäste ein. Sie stellt das Spiel ebenfalls als Symbole dar, die gleichzeitig die Fahrtziele der Kunden repräsentieren. Ein dreieckiger Passagier möchte beispielsweise zur nächsten dreieckigen Station. Falls die U-Bahn einen solchen Bahnhof nicht direkt anfährt, steigt der Passagier selbständig an einem Kreuzungspunkt um. Damit erhöht sich an solchen Stationen aber auch das Passagieraufkommen. Sollten an einem Bahnhof zu viele Passagiere warten, schließt ihn das Spiel wegen Überfüllung. Ihnen bleiben dann nur noch wenige Sekunden Zeit, um den Stau zu beheben (Abbildung 3). Schaffen Sie das nicht, ist das Spiel umgehend beendet. Sie sollten daher die Linien möglichst an mehreren Stationen kreuzen lassen und besonders stark frequentierte Teilstrecken mit mehreren Linien befahren. Für jeden korrekt transportierten Fahrgast erhalten Sie einen Punkt. Ziel ist es, das Netz möglichst lange zu betreiben und dabei möglichst viele Fahrgäste zu befördern.

Abbildung 3: Die Station mit dem zunehmenden, schwarzen Kreis steht kurz vor der Schließung. Schnelle Abhilfe ist hier nicht in Sicht: Alle fünf möglichen Linien und sämtliches Rollmaterial sind im Einsatz.

Flotter Bergbau

Mit zunehmender Spieldauer ändert sich hin und wieder das Symbol einer bestehenden Station. Ein Kreis mutiert dann etwa plötzlich zu einem Stern – zu dem natürlich Passagiere aus allen Ecken der Stadt wollen. Des Weiteren durchzieht jede Stadt mindestens ein Fluss. Diese Gewässer müssen die Bahnen in Tunneln unterqueren, die Ihnen wiederum nur in begrenzter Anzahl zur Verfügung stehen. Als wäre das noch nicht genug, wächst auch langsam das Fahrgastaufkommen.

Wer sein U-Bahn-Netz erfolgreich betreibt, den belohnt Mini Metro in regelmäßigen Abständen mit einem neuen Zug. Den können Sie jederzeit auf einer der vorhandenen Linien zur Entlastung der dort bereits fahrenden Züge einsetzen. Zusätzlich können Sie sich einen von zwei Bonusgegenständen aussuchen (Abbildung 4): z. B. einen weiteren Tunnel, eine neue Linie oder einen Waggon. Letztgenannter erhöht die Kapazität eines ausgewählten Zuges. Ebenfalls zu den Boni gehören die so genannten Intersection Points, mit denen sich eine Station zu einem Knotenpunkt ausbauen lässt. An ihm können nicht nur mehr Fahrgäste warten, Züge passieren die Station auch wesentlich flotter. Sie sollten allerdings gut abwägen, welchen Bonusgegenstand Sie wählen: Müssen Sie eine neue Station auf der anderen Seite des Flusses anbinden, bietet sich der Tunnel an. Andererseits ließe sich vielleicht mit einem weiteren Wagen der Stau an einer wichtigen Station schneller abbauen. Verlockend ist auch eine zusätzliche Linie, die jedoch immer auch einen verfügbaren Zug kostet.

Abbildung 4: Es gibt einen Bonus: Hier haben Sie die Wahl zwischen einem neuen Anhänger und einem Tunnel.

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