Tipps und Tricks zu Gnome

Gnome-Tipps

Gnome ist neben KDE die zweite große Desktopumgebung für Linux. In den Gnome-Tipps stellen wir regelmäßig Nützliches und Praktisches für die alternative grafische Oberfläche vor.

Tipp: Evolution: E-Mail als Blindkopie (BCC) versenden

Alle Mailadressen, die Sie in die Felder An und Kopie an eintragen, sind stets für alle Empfänger sichtbar. Soll das nicht so sein (etwa weil Sie eine Nachricht unbemerkt von allen an eine weitere Person schicken möchten), tragen Sie diese Adresse ins Feld Blindkopie an ein. Bei anderen Mailprogrammen hört es auch auf den Namen BCC, was für Blind Carbon Copy steht.

Öffnen Sie zum Verfassen einer Nachricht das Editorfenster über einen Klick auf Neu. In der Voreinstellung ist das Feld für die versteckten Kopien nicht sichtbar. Sie blenden es über Ansicht / Blindkopie-Feld ein (Abbildung 1) und können dann eine oder mehrere Mailadressen dort eintragen. Auch bei der nächsten Mail ist das Blindkopie-Feld noch da – es bleibt solange sichtbar, bis Sie über das Ansicht-Menü das Häkchen wieder entfernen.

Abbildung 1: Das Feld für die Blindkopien müssen Sie in Evolution erst sichtbar machen. Ein Häkchen im Menü "Ansicht" holt es hervor.

Tipp: Evolution: E-Mail-Header sichtbar machen

Eine E-Mail enthält neben dem eigentlichen Inhalt (dem "Body") auch einen "Header" (dt.: Kopf), in dem eine Absenderangabe (From:) und das Datum (Date:) stehen müssen. Weitere Angaben sind optional: CC: (Carbon Copy) für eine oder mehrere durch Kommata getrennte E-Mail-Adressen, an die eine Kopie der Nachricht geht, oder BCC: (Blind Carbon Copy) für eine oder mehrere Adressen, die eine Kopie erhalten, ohne dass ihre Adresse für die anderen Empfänger sichtbar ist (siehe Tipp 01). BCC-Header finden sich allerdings nur in der Kopie, die im Postausgang des Versenders liegt.

Machen Sie den kompletten Header über Ansicht / Alle Nachrichtenköpfe in Evolution sichtbar, dann sehen Sie allerhand interessante Informationen (Abbildung 2):

  • Direkt in der ersten Zeile ist der so genannte Return-Path definiert, eine Adresse, an die Fehlermeldungen vom Mailserver gehen sollen, wenn die Nachricht beispielsweise unzustellbar ist.
  • Mehrere Zeilen, die mit Erhalten (englisch Received) beginnen, zeigen den genauen Weg, den die Nachricht vom Sender zum Empfänger genommen hat. Jeder Mailserver, der beteiligt ist, fügt seinen Namen und einen Zeitstempel hinzu.
  • Die Message-ID ist eine eindeutige Zeichenfolge, welche die E-Mail identifiziert.
  • Ob es sich um reinen Text (text/plain) oder eine HTML-Mail (text/html) handelt und welcher Zeichensatz (charset="utf-8", charset=iso-8859-1 usw.) verwendet wird, steht unter Content-Type.
  • User-Agent verrät Ihnen, welches Mailprogramm der Absender benutzt. Sehen Sie z. B. Icedove/38.5.0, dann wissen Sie, dass der Absender den Thunderbird-Ableger Icedove in Version 38.5.0 einsetzt. Steht hier hingegen etwas wie Mutt/1.5.21, dann nutzt das Gegenüber das textbasierte Programm Mutt in Version 1.5.21.

Es gibt viele weitere Header-Felder, in denen beispielsweise Informationen über eine erfolgte Virenprüfung oder einen Spamfilter untergebracht sind. Es lohnt sich, einen genauen Blick darauf zu werfen.

Abbildung 2: Machen Sie den Header einer E-Mail sichtbar, erfahren Sie allerhand Interessantes über die beteiligten Mailserver, den Absender und dessen Mailprogramm.

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