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© Hans-Georg Eßer

Heft-DVD: OpenSuse Leap 42.1, Kubuntu 15.10 und Knoppix 7.6

Linux installieren

Auf den Heft-DVDs finden Sie in jeder Ausgabe eine oder mehrere Linux-Distributionen, die Sie ausprobieren und installieren können. In diesem Artikel erklären wir, was Sie dabei grundlegend beachten sollten.

Ab dieser Ausgabe präsentieren wir die Anleitungen zur Linux-Installation von den Heft-DVDs in neuer Form: Dieser Artikel startet mit Grundlagen sowie Tipps und Tricks zur Installation, danach folgen kürzere Workshops, in denen wir auf die Besonderheiten der Linux-Distributionen eingehen, die Sie auf den DVDs finden. Diesmal sind das

  • OpenSuse Leap 42.1 (ab Seite 106),
  • Kubuntu 15.10 (Seite 108) und
  • Knoppix 7.6 (Seite 110).

Wenn Sie bereits Erfahrungen mit der Linux-Installation gesammelt haben und z. B. das Konzept der Festplatten-Partitionierung mit den unter Linux üblichen Partitionsbezeichnungen (/dev/sda1 usw.) kennen, können Sie gleich zum Artikel springen, der für die Distribution Ihrer Wahl die Besonderheiten beschreibt.

Wir starten mit einigen Punkten, über die Sie vor der Installation nachdenken sollten: Es geht um ein Backup der privaten Daten und die Entscheidung für das richtige Linux-System.

Datensicherung

Egal ob auf Ihrem Rechner bisher nur Windows oder bereits eine Kombination aus mehreren Betriebssystemen im Dual- oder Multi-Boot-Betrieb läuft: Vor der Installation eines neuen Systems sollten Sie mindestens Ihre persönlichen Dateien sichern, damit Sie diese bei eventuellen Problemen oder Fehlern nicht verlieren. Es können schließlich verschiedene Dinge schief gehen:

  • Wählen Sie bei der Installation versehentlich eine mit Daten gefüllte Partition als Ziel für das neue Linux-System aus, wird diese im weiteren Verlauf überschrieben – dabei bleibt von den ursprünglich dort gespeicherten Dateien nichts übrig.
  • Auch bei korrekter Auswahl eines leeren Bereichs auf der Platte ist es immer denkbar, dass nach Abschluss der Installation Ihr Rechner nicht mehr bootet. Das passiert zwar selten, aber falls doch, haben Sie anschließend ein Problem. Erfahrene Anwender booten dann von einem Live-System, um die privaten Dateien auf einen USB-Stick zu kopieren, aber Linux-Neulinge sind damit eventuell überfordert und müssen dann professionelle Hilfe bemühen, um wieder an die eigenen Daten zu kommen.

Darum: Vor der Linux-Installation wirklich immer ein Backup durchführen und auch prüfen, dass die Sicherung intakt (lesbar) ist. Mehr zu diesem Thema finden Sie in dieser Ausgabe in der Titelstrecke ab Seite 30.

Welches Linux?

Die Versionsvielfalt sorgt gerade bei Linux-Einsteigern immer wieder für Verwirrung: "Welches Linux soll ich nehmen?" ist eine häufige Frage, und in diversen Foren liest man auch ständig: "Welches ist das beste Linux?" EasyLinux empfiehlt hier immer OpenSuse oder (K)Ubuntu – wir verstehen das aber nicht als Antwort auf die Frage nach der "besten" Distribution, denn die gibt es einfach nicht. In zu vielen Punkten unterscheiden sich die Linuxe, und welches System für Sie das beste ist, hängt davon ab, was Sie damit machen möchten und welche Hardware Sie betreiben – ein System, das sich bei Ihnen nicht (oder nur mit Profikenntnissen) installieren lässt, ist für Sie kaum ein "gutes", auch wenn etliche Anwender damit hochzufrieden sind. Wer kein WLAN nutzt, stört sich nicht daran, wenn der eingebaute WLAN-Chip Linux unbekannt bleibt, während auf dem Netbook fürs Wohnzimmer WLAN unbedingt funktionieren muss. 3-D-Beschleunigung der Grafikkarte: für manche ein Muss, für andere uninteressant.

Die nächste Frage ist oft: "Soll ich stets die aktuellste Distributionsversion verwenden?" Aktuell stünde damit ein Update auf OpenSuse Leap 42.1 oder Kubuntu 15.10 an. Während für uns in der Redaktion ein aktuelles System Pflicht ist (schließlich wollen wir nicht über alte Software schreiben), gilt das für Sie daheim nicht unbedingt – der beliebte englische Spruch "Never change a running system" hat durchaus Berechtigung. Sind Sie mit Leistung und Funktionalität Ihres installierten Linux zufrieden, müssen Sie nicht zwingend auf die neuste Version umsteigen – immer vorausgesetzt, dass Ihre Version noch mit Updates aus dem Sicherheits- und Fehlerkorrekturumfeld versorgt wird. Die EasyLinux-DVD enthält aber nur Softwarepakete (und Updates) für die aktuellsten OpenSuse- und Kubuntu-Versionen, was auch ein Kriterium für Sie sein kann.

Neben der Distribution können Sie auch die grafische Oberfläche, den so genannten Desktop auswählen. Wir empfehlen den Einsatz von KDE (K Desktop Environment), weil KDE im deutschsprachigen Raum eine längere Tradition als andere Oberflächen hat und darum stärker verbreitet ist. Die meisten Artikel im Heft setzen voraus, dass Sie mit KDE arbeiten. Bei OpenSuse ist KDE der Standard-Desktop, Ubuntu setzt hingegen auf eine Eigenentwicklung (Unity), weswegen sich die Installation von Kubuntu (mit vorangestelltem K) anbietet: Damit kommt wieder KDE auf den Rechner.

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