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Daten sichern: Backup unter Linux

Einer in Reserve

Ein Plattencrash oder Notebook-Diebstahl bedeutet nicht nur Kosten für den Hardware-Ersatz – wenn wichtige Daten auf der Platte verloren gehen, gibt es hoffentlich ein Backup. Wir zeigen, wie Sie mit möglichst geringem Aufwand Ihre Dateien sichern.

Datensicherung ist für viele Anwender ein nötiges Übel, doch der Verlust wichtiger Dateien kann große Probleme verursachen. Deswegen sollten Sie sich regelmäßig die Zeit für ein Backup nehmen, wenn Sie Dokumente auf Ihrem PC speichern, die für Sie wichtig sind: Das können Briefe und Kontoauszüge, eine unfertige Abschlussarbeit oder auch die private Fotosammlung sein, die heute viele Anwender nicht mehr komplett auf Fotopapier, sondern nur noch digital besitzen.

CD, DVD und Blu-ray

Wenn wir uns in der Vergangenheit mit dem Thema "Datensicherung" beschäftigt haben, ging es oft auch um Backups auf CD- oder DVD-Rohlinge – doch diese Backupmedien haben für viele Anwender ihren Reiz verloren, passen doch auf die alten Datenträger nur knapp 700 MByte (CD) bzw. 4,7 GByte (DVD) an Daten. Wer einen aktuellen PC vom Discounter benutzt, hat auf der eingebauten Festplatte 1000 bis 2000 GByte Speicherplatz, was eine gigantische Sammlung von z. B. Musik-, Foto- und Videodateien ermöglicht – und die möchte auch gesichert werden.

Schon der Versuch, 200 GByte Daten zu archivieren, würde Sie mit einem DVD-Laufwerk zum tagelang beschäftigten DJ machen, denn dafür wären bereits 43 DVD-Rohlinge nötig: unpraktisch. Auch ein Blu-ray-Brenner schafft nur bedingt Abhilfe: Die Kapazität der Blu-ray-Rohlinge von 25 GByte reicht für mittlere Datenmengen aus, und auch preislich (ab 1,50 Euro pro Rohling) ist das eine günstige Lösung, wenn der Rechner bereits einen Blu-ray-Brenner enthält. Müssen Sie diesen erst nachrüsten, fallen nochmals knapp 60 Euro (für interne Geräte) bis 100 Euro (für USB-Brenner) an [1].

Platte, USB-Stick, Internet

Um modernen Dateisammlungen gerecht zu werden, sind andere Datenträger nötig. Für mittlere Mengen eignen sich USB-Sticks, die es mit 256 GByte Speicherkapazität schon ab 80 Euro gibt; 128-GByte-Sticks sind im letzten Jahr auf 30 Euro gefallen, während Varianten mit 512 GByte oder gar 1 TByte (1000 GByte) noch extrem teuer sind.

Der Vorteil eines USB-Sticks ist, dass er keine mechanischen Teile enthält und darum bei der Aufbewahrung keine besondere Sorgsamkeit erfordert. Reicht diese Kapazität nicht aus (oder finden Sie das Preisverhältnis unangemessen), bietet sich eine externe Festplatte an, denn für das gleiche Geld gibt es die auch via USB anzuschließenden Platten schon mit 1 TByte und mehr.

Besonders wichtige Daten sollten Sie redundant sichern. Wer z. B. gerade seine Abschlussarbeit fürs Studium schreibt und schon 40, 50 Seiten mit Text gefüllt hat, kann sich kaum eine schlimmere Computerkatastrophe als den Verlust dieses Dokuments vorstellen. Neben Sicherungskopien auf einer externen Platte oder einem Stick sollten Sie diese Dateien auch ins Netz stellen. Dank Anbietern wie Dropbox sind damit keine Kosten verbunden – eine Internet-Flatrate vorausgesetzt. Wie das gelingt, besprechen wir in den folgenden Artikeln.

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