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OpenSuse Leap 42.1 – Betaversion verfügbar

Das OpenSuse-Team hat eine Betaversion der kommenden Ausgabe 42 Leap bereitgestellt. Zudem wurde jetzt bekannt, wie lang Anwender Support für welche Versionen erhalten. Einer Wiki-Seite [1] zufolge unterstützen die Entwickler jede Hauptversion – wie 42.x oder die darauffolgenden 43.x-Ausgaben – jeweils mindestens 36 Monate. Jedes Jahr erscheint zudem eine "Minor Release", die zugleich in der Versionsnummer jeweils die zweite Stelle erhöht. Auf OpenSuse 42.1 folgt somit OpenSuse 42.2. Anwender haben dann sechs Monate Zeit, ihr System auf die neue Minor-Version zu aktualisieren. Das aktuelle OpenSuse 13.2 wollen die Entwickler noch bis zum ersten Quartal 2017 mit Sicherheitspatches versorgen.

Interessierte Anwender können die ab sofort zum Download stehende Betaversion von OpenSuse 42 Leap herunterladen [2]. Gegenüber früheren Milestone-Ausgaben gab es Änderungen am Bootmanager Grub und am Boot-Splash-Screen Plymouth. Das KDE Plasma Framework klettert auf die Version 5.13.0. OpenSuse 42 Leap wird zudem den Linux-Kernel 4.1 mit Langzeitunterstützung verwenden. Insgesamt enthält die Betaversion 7 200 Pakete.

Vor dem Erscheinen der finalen Version wird es am 15. Oktober noch einen Release Candidate geben. OpenSuse 42 Leap wollen die Entwickler dann offiziell Anfang November auf der SuseCon in Amsterdam freigeben. Weitere Informationen zur Betaversion liefert die offizielle Ankündigung [3]. (Tim Schürmann/hge)

[1] https://en.opensuse.org/Lifetime

[2] https://software.opensuse.org/developer/en?release=developer

[3] https://news.opensuse.org/2015/09/24/opensuse-releases-leap-beta/

Kritik an Ubuntu Software Center

Entwickler und Anwender sind mit Ubuntus Software Center zunehmend unzufrieden – das geht aus einer Umfrage hervor, und bereits vor einem Monat machte der App-Entwickler Michal Rosiak in einem Google+-Post [1] seinem Frust Luft. Dort beklagte er, dass seit Ubuntu 14.10 keine kommerziellen Apps mehr vom Software Center angeboten würden. Seine Spiele könnten folglich nur noch Nutzer der Vorversionen erwerben. Dies bedeute, dass er weniger Geld einnehmen würde, als er eigentlich könnte. Schlimmer sei jedoch, dass Käufer seiner Spiele diese nach einem Upgrade nicht mehr herunterladen könnten. Er habe versucht, Canonical auf dieses Problem anzusprechen, aber keine Antwort erhalten.

Auf seinen Google+-Post antworteten mittlerweile einige Canonical-Angestellte, darunter auch Mark Shuttleworth. Demnach habe sich das DEB-Paketformat als unbrauchbar für einen Shop erwiesen. Man werde deshalb den alten Store in neueren Ubuntu-Versionen nicht mehr aktivieren und in Zukunft auf das neue Snappy-Format [2] setzen.

Auch die meisten Anwender sind offenbar mit dem Software Center unzufrieden – zumindest wenn man der Umfrage der Seite Softpedia Glauben schenken darf [3]. Demnach ist die langsame Geschwindigkeit das Hauptproblem. Eine weitere Hürde stellt die Anmeldepflicht mit einem Ubuntu-One-Konto dar, die auch gilt, wenn man kostenlose Anwendungen herunterladen möchte. Ebenfalls negativ empfinden Anwender die zu geringen Informationen bei der Installation. So erfährt man etwa nicht, welche Abhängigkeiten noch mit installiert werden. (Tim Schürmann/hge)

[1] https://plus.google.com/104302332254763494070/posts/GE7Dzo69ywR

[2] https://developer.ubuntu.com/en/snappy/

[3] http://news.softpedia.com/news/reasons-why-users-don-t-like-ubuntu-software-center-488541.shtml

Olio Smartwatch mit Linux

Der Uhrenhersteller Olio Devices [1] nimmt Vorbestellungen für seine Smartwatch Olio One entgegen. In ihrem Innern läuft nicht wie üblich Android, sondern ein vom Hersteller entwickeltes Linux-System. Das berichtet einer der Olio-Gründer in einem Interview mit der Internetseite Barron's [2]. Weitere Details zur Software nennt er allerdings nicht.

Die Uhr selbst gibt es in verschiedenen Ausführungen, die sich beim Armband und dem verwendeten Material für das Gehäuse unterscheiden. Die Preise beginnen bei 595 Dollar und reichen bis zu 1395 Dollar für das Modell mit einem 24-karätigen Goldüberzug. Derzeit gewährt Olio einen Frühbestellerrabatt von 250 Dollar.

Die Smartwatches verbinden sich via Bluetooth 4.0 und Bluetooth Low Energy (LE) wahlweise mit iOS- und Android-Smartphones. Über das eingebaute Mikrofon der Uhr lässt sich so etwa Siri oder Google Now befehligen. Die Auslieferung der ersten Uhren soll im Herbst starten. (Tim Schürmann/hge)

[1] https://www.oliodevices.com/

[2] http://blogs.barrons.com/techtraderdaily/2015/08/04/olios-something-different-in-smartwatches-gold-version-actually-affordable/

Linux-System von Microsoft

Microsoft setzt für seine in Rechenzentren eingesetzte Software Azure Cloud Switch (ACS) jetzt ein eigens maßgeschneidertes Linux ein [1]. Es soll ein plattformübergreifend verwendbares, modulares Betriebssystem für das Networking in Rechenzentren sein, das auf Linux aufbaut. Wie Kamala Subramanian schreibt, geht es Microsoft vor allem darum, eine Softwareplattform zu schaffen, die alle Switch-Typen integriert: "Idealerweise wollen wir all die Vorteile der von uns kreierten Features und alle Bugfixes behalten, auch wenn wir zu einer neuen Hardwareinnovation wechseln." Genau das soll das Linux-basierte ACS leisten, das außerdem noch die Flexibilität bieten soll, genau auf Microsofts Cloud-Bedürfnisse zugeschnittene Netzwerkprodukte zu entwickeln. Linux bot sich wahrscheinlich an, weil es die Integration verschiedener Hersteller erleichtert. (Jens-Christoph Brendel/hge)

[1] https://azure.microsoft.com/en-us/blog/microsoft-showcases-the-azure-cloud-switch-acs/

Fehlersuche für Ubuntu 16.04

Das Ubuntu-Projekt eröffnet die Jagdsaison: Zwar erscheint am 22. Oktober erst Ubuntu 15.10, doch bereits jetzt ruft Entwickler Will Cooke zur Jagd auf Bugs in Ubuntu 16.04 auf. Der Grund ist simpel: Mit Version 16.04 soll im April 2016 wieder eine LTS-Variante von Ubuntu erscheinen. Da die meisten Ubuntu-Anwender diese stabilen Varianten verwenden, legen die Entwickler Wert darauf, sie besonders intensiv zu testen und möglichst fehlerfrei zu veröffentlichen.

Der ursprüngliche Plan war, Unity 8 als Standard für die stabile Version einzusetzen. Der liegt jetzt offenbar auf Eis, weil der Desktop für Mobilgeräte noch nicht so weit ist. Stattdessen wird wohl Unity 7 ausgeliefert. Allerdings ist die Bugliste für Unity 7 und Compiz inzwischen ins Unermessliche gewachsen: Konkret gibt es für Unity 7 2 680 offene Bugs, für Compiz 1 455 und für das grafische Toolkit Nux immerhin 322.

Um der Lage Herr zu werden, wollen die Entwickler Bugs für nicht mehr unterstützte Ubuntu-Versionen schließen und auch solche, die das Bugreport-Tool Apport als privat meldet. Die Community ruft Will Cooke dazu auf, Fehlermeldungen zu reproduzieren und zu schauen, ob die Bugs in den unterstützten Versionen noch immer aktuell sind.

Teilnehmer des so genannten "Big Bug Bonanza" brauchen einen Account auf Launchpad und können sich dann die offenen Bugs auf einer vorausgewählten Liste [1] ansehen. Wie sie mit den einzelnen Bugs weiter umgehen sollen, erklärt der Blogeintrag [2]. (Kristian Kißling/hge)

[1] https://wiki.ubuntu.com/BigDesktopBugScrub

[2] http://www.whizzy.org/2015/09/big-bug-bonanza-16-04-lts/

LibreOffice beim italienischen Militär

Europas zweitgrößte Migration auf LibreOffice und das ODF-Format soll in den nächsten anderthalb Jahren stattfinden. Italiens Militär stellt 150 000 PCs auf das freie Officepaket um [1]. Ein entsprechendes Abkommen mit dem Ministerium kündigte LibreItalia [2], der italienische Vertreter der LibreOffice-Community, am 15. September an.

Das Ministerium ist damit die erste zentrale Regierungsorganisation in Italien, die diesen Schritt unternimmt, auch wenn bereits zahlreiche Provinzen und Städte das freie Office einsetzen. Die Migration soll im Oktober beginnen und bis Ende 2016 laufen. Sie ist auch Konsequenz eines Gesetzes vom Juni 2012, das vorschreibt, den Einsatz von Open-Source-Software zur Standardoption in der öffentlichen Verwaltung zu machen. Zugleich wird die Migration zur zweitgrößten für LibreOffice in Europa, ganz vorn liegt Frankreichs Innenministerium mit 240 000 Desktops.

Zwei Organisationen sollen LibreOffice in dem Ministerium ausrollen, zugleich hilft LibreItalia beim Ausbilden von Trainern für die verschiedenen militärischen Bereiche. Das Ministerium will zudem Onlinekurse zur LibreOffice-Nutzung entwickeln und diese unter freier Lizenz öffentlich machen. (Kristian Kißling/hge)

[1] https://joinup.ec.europa.eu/community/osor/news/italian-military-switch-libreoffice-and-odf

[2] http://www.libreitalia.it/

System Rescue CD 4.6 erschienen

Das Livesystem System Rescue CD liegt in der neuen Version 4.6 vor. Das Notfallsystem zur Rettung von Daten und System bringt aktuelle Komponenten mit, zur Ausstattung gehören Tools für die Datenrettung, aber auch solche, mit denen Anwender korrupte Dateisysteme reparieren können. Daneben ist die Suche nach Viren, Rootkits und sonstigen Schädlingen eine Option für den Einsatz der System Rescue CD.

Für Version 4.6 berichtet das Changelog [1] von einem aktualisierten Kernel, einem erneuerten Xfce-Desktop und Updates für Tools wie Gparted [2]. Ein 446 MByte großes CD-Image lässt sich bei Sourceforge herunterladen [3]. Anders als der Name vermuten lässt, ist damit auch das Booten von einem USB-Stick möglich. (Ulrich Bantle/hge)

[1] http://www.sysresccd.org/Changes-x86

[2] http://gparted.org/

[3] http://sourceforge.net/projects/systemrescuecd/

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