Kleine KDE-Spiele von Graeme Gott

Gott würfelt

KDE pflegt schon seit den Anfängen seine Sammlung kleiner Spiele für zwischendurch. Wir stellen einige vor, die nicht zum offiziellen Portfolio gehören.

KDE hat in seinem Spielepaket eine Menge zu bieten. Dort finden sich vor allem Varianten von Konsolenklassikern. Der Amerikaner Graeme Gott [1] entwickelt ebenfalls seine eigenen Versionen bekannter Spiele wie Tetris und Sudoku, arbeitet aber noch an weiteren Games, die wie der KDE-Desktop auf der Grafikbibliothek Qt basieren und sich somit optisch wie bedientechnisch optimal in Ihre Arbeitsumgebung einfügen. Wir stellen einige davon vor.

Tanglet

In diesem Buchstabenrätsel (Abbildung 1) geht es darum, Wörter durch Verkettung senkrecht, waagerecht oder diagonal angrenzender Buchstaben zu bilden. Die Spielmodi sind meist zeitbasiert oder beenden die Partie beim dritten Fehler. In einigen Varianten drehen richtig eingegebene Wörter die Zeitzählung zurück. Die Wörter wählen Sie durch aufeinanderfolgendes Anklicken mit der Maus aus. Doppelte Auswahl eines Buchstabens ist tabu. Beim Klicken ist Vorsicht geboten: Ein unabsichtlich ausgelöster Doppelklick auf den zuletzt aktivierten Buchstaben befördert das Wort sofort in die Wortliste oder wird zum Fehler. Hierfür stehen entweder das Plus-Symbol oberhalb der Wortliste oder die Eingabetaste zur Verfügung.

Abbildung 1: Bei Tanglet suchen Sie nach Worten, wobei die zulässigen Pfade durch das Raster komplex sind.

Interessant ist, dass sämtliche konjugierten oder deklinierten Abwandlungen als eigenständige Wörter gewertet werden, selbst beinahe ausgestorbene Formen wie "Gehet" werden klaglos akzeptiert. Dennoch ist die verwendete Wortliste oft irritierend. Eine "Sense" ist durchaus ein gängiges Werkzeug, das unter anderem am Ende des irdischen Lebens eine Rolle spielt, nur hier ist sie völlig nutzlos. Während Ihnen der "Main" Punkte bringt, ist der "Rhein" nur ein weiterer Fehler. Doch schon nach kurzer Zeit gewöhnt man sich an solche Eigentümlichkeiten, zumal diese immer wieder auftauchen.

Der zweite Reiter Übersehen über der Wortliste ist zunächst nicht anklickbar, aber am Ende des Spiels liefert die dort enthaltene Liste oft überraschende Ergebnisse. Die merkwürdigsten davon sind oft regionalen Ausdrücken entlehnt. Genau diese sollten Sie sich für spätere Spiele merken. Fahren Sie mit der Maus über einen Eintrag, erscheint ein anklickbares Buchsymbol. Über diesen Link gelangen Sie zur entsprechenden Seite im Online-Wörterbuch Wiktionary [2]. Dabei verwundert es, dass die zugehörige Seite oft noch gar nicht existiert und erst eine Ähnlichkeitssuche brauchbare Ergebnisse liefert.

Hexalate

Das kleinste Programmfenster in unserer Auswahl hat Hexalate (Abbildung 2), doch die Spieldauer dürfte mit Abstand die längste sein. Es gilt, die sieben Räder so anzuordnen, dass gleichfarbige Strahlen einander gegenüberstehen. Das ist schwieriger als es scheint.

Abbildung 2: Hexalate: Ordnen Sie die Räder so an, dass die Farben passen.

Die Räder lassen sich nicht nur durch Anklicken mit der Maus jeweils um 60 Grad im Uhrzeigersinn drehen, sondern müssen auch noch auf dem Spielfeld in die richtige Anordnung gebracht werden. Das erreichen Sie durch Ziehen und Ablegen mit der Maus, wobei zwei Räder die Plätze tauschen. Eine Möglichkeit zum gleichzeitigen Verschieben mehrerer Räder gibt es dabei nicht. Wenn Sie also feststellen, dass drei oder vier bereits korrekt angeordnete Räder die zu anderen passenden Farbstrahlen am Spielfeldrand haben, ist höchste Aufmerksamkeit nötig, um Ihre bisherigen Spielzüge nicht wieder zunichte zu machen.

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