Tipp: Welche Plug-ins sind installiert?

Den Funktionsumfang von Gimp können Sie jederzeit mit Plug-ins vergrößern. In der Voreinstellung sind bereits zahlreiche dieser Erweiterungen installiert. Wie viele auf Ihrem Rechner vorhanden sind, wer diese programmiert hat und welche Aufgaben sie übernehmen, bringen Sie über Hilfe / Plugin-Browser in Erfahrung (Abbildung 4). Ganz unten links verrät der Dialog, wie viele Plug-ins auf Ihrem System vorhanden sind. Am oberen Rand sehen Sie das Feld Suche, über das Sie gezielt nach einer Erweiterung fahnden. Darunter schalten Sie über die gleichnamigen Reiter zwischen einer Listenansicht (alphabetisch sortiert) und einer Baumansicht (thematisch und nach Menünamen geordnet) um.

Ziehen Sie das Dialogfenster mit der Maus größer, sehen Sie in der linken Leiste den zugehörigen Menüeintrag, der allerdings in seiner englischen Fassung angezeigt wird. Eine weitere Spalte listet die unterstützten Bildformate auf, und daneben finden Sie Angaben zum Installationsdatum. Die rechte Fensterhälfte präsentiert weitere Informationen zum aktuell ausgewählten Plug-in. Dazu gehören auch Kurzbeschreibungen, die teilweise auf Deutsch vorliegen. Beachten Sie, dass Sie keine der Erweiterungen über den Plug-in-Browser aktivieren können; dazu dienen die Menüs selbst.

Abbildung 4: Die Liste der vorinstallierten Gimp-Plug-ins ist umfangreich. Dieser Dialog bietet Informationen zu den Erweiterungen.

Tipp: Linsenreflexe für Ihre Fotos erzeugen

Linsenreflexe entstehen, wenn Sie mit einem weniger hochwertigen Objektiv gegen das Licht fotografieren. Nicht nur die Sonne, sondern auch künstliche Lichtquellen oder Spiegelungen können einen solchen Effekt hervorrufen. Nicht immer ist das gewünscht, aber manchmal kann der Reflex als gestalterisches Mittel ein Foto aufpeppen. Diese Anleitung zeigt, wie Sie einen Effekt wie in Abbildung 5 erstellen:

  1. Öffnen Sie das Foto, das Sie bearbeiten möchten (Datei / Öffnen oder [Strg]+[O]). 2. Ändern Sie links im Werkzeugkasten die Vordergrundfarbe auf Schwarz. Dazu klicken Sie gegebenenfalls die Farbfläche an. Im nächsten Dialog tragen Sie ins Feld HTML-Notation den Wert 000000 ein.
  2. Erzeugen Sie eine neue Ebene (Ebene / Neue Ebene oder [Umschalt]+[Strg]+[N]) und aktivieren Sie im Bereich Ebenenfüllart die Option Vordergrundfarbe. Bestätigen Sie die Auswahl mit OK.
  3. Blenden Sie die schwarze Ebene aus. Dazu klicken Sie im Ebenenstapel auf das Symbol mit dem Auge.
  4. Jetzt platzieren Sie das Zentrum für den Linsenreflex im Bild. Hilfe erhalten Sie vom Werkzeug Maßband, das Sie über das Zirkel-Icon oder [Umschalt]+[M] aktivieren. Halten Sie [Strg] gedrückt und setzen Sie mit einem Mausklick den Startpunkt. Ziehen Sie die Maus nun an den oberen Bildrand. In der Statusleiste sehen Sie den Abstand des gemessenen Werts in Pixel, den Sie sich am besten notieren (Y-Achse).

  5. Bewegen Sie den Mauszeiger – ebenfalls bei gedrückter Strg-Taste – an den linken Bildrand. Die Statusleiste zeigt wiederum den Abstand in Pixeln an; den Wert notieren Sie für die X-Achse.
  6. Blenden Sie die schwarze Ebene über einen Klick auf das Auge wieder ein. Achten Sie darauf, dass diese die aktive Ebene im Stapel ist, bevor Sie den nächsten Schritt ausführen; aktive Ebenen sind farblich hervorgehoben.
  7. Öffnen Sie aus dem Bildmenü Filter / Licht und Schatten den Dialog Linsenreflex. Im Abschnitt Mitte des Reflexes geben Sie nun die in den Schritten 5 und 6 gemessenen Pixelwerte in die Felder X und Y ein. Klicken Sie abschließend auf OK.
  8. Rechts im Ebenenstapel suchen Sie nun noch einen passenden Modus aus dem gleichnamigen Drop-down-Menü am oberen Rand aus. Für Linsenreflexe eignen sich vor allem Nur Aufhellen, Bildschirm, Abwedeln, Addition, Überlagern oder auch Weiche Kanten. Andere interessante Effekte erhalten Sie, wenn Sie die Deckkraft der Ebene verändern.

Vor dem Speichern können Sie die Ebenen über Ebene / Nach unten vereinen zusammenführen. Alternativ legen Sie das Foto mit dem Lichtreflex im Gimp-Format XCF ab, das die Ebenen erhält.

Abbildung 5: Richtig angewendete Lichtreflexe eignen sich gut als gestalterisches Mittel. Ein Effekt wie in diesem Bild macht das Foto erst richtig interessant.

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