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© Achim Prill, 123RF

Auf der sicheren Seite: Backups mit Kup

Plan B

Kup ist eine leicht zu bedienende Backupsoftware für den KDE-Desktop, die alle wichtigen Funktionen beherrscht. In diesem Workshop erfahren Sie, wie Sie mit dem Tool Ihre Daten sichern und bei Bedarf wiederherstellen.

Wer in Berlin regelmäßig zu Fuß unterwegs ist, entdeckt am Straßenrand allerlei eigenartige Plakate und Aushänge. In letzter Zeit finden sich immer häufiger kuriose Zettel dabei, auf denen Opfer von Notebookdiebstählen darum bitten, ihnen den Festplatteninhalt zurückzugeben. Wohlgemerkt – hier geht es nur um die Daten, und als Lohn versprechen die Bestohlenen häufig das Gerät selbst. Wer auf diese Weise um die Rückgabe seiner eigenen Daten flehen muss, hat die Sache mit den Backups auf die harte Tour gelernt.

Zwar ist ein Laptop selten günstig, Hardware können Sie in der Regel aber ersetzen. Anders sieht es aus, wenn die einzige Kopie der fast fertigen Doktorarbeit auf dem gestohlenen Gerät lag. Das ist nicht nur unglücklich, sondern kostet im schlimmsten Fall die Karriere. Ob eine Platte gestohlen wird oder sich nach einem Defekt kreischend ins Nirvana verabschiedet, ist letztendlich egal: Wer keine Backups erstellt, geht ein Risiko ein.

Das richtige Tool

Diverse Unternehmen und Entwickler machen sich seit Jahren umfassende Gedanken rund um das Thema "Datensicherung", und so gibt es nicht nur große Client-Server-Lösungen mit verschiedenen Backupmedien, sondern auch zahlreiche Programme für den Desktop. Als Branchenprimus gilt hier einmal mehr Apple: Mit der in OS X integrierten Time Maschine [1] hat das Unternehmen Maßstäbe in Sachen Einfachheit und Komfort gesetzt.

Auch Linuxer finden in den Paketquellen ihrer Distribution allerlei verschiedene Backupprogramme. Ob grafisch oder auf der Shell – es ist für jeden Einsatzzweck und jeden Wissensstand etwas dabei, wie unser Schwerpunkt aus EasyLinux-Ausgabe 01/2013 [2] zeigt. Wer KDE zu seinem bevorzugten Desktop erklärt hat, hat es dank Kup [3] jetzt besonders leicht: Das Tool integriert sich in die KDE-Systemeinstellungen, erstellt Sicherungskopien und spielt Backups natürlich im Fall der Fälle zurück.

Sicherungsmedien

Bevor es an die Einrichtung der Software geht, sollten Sie eine wichtige Frage klären: Auf welchen Medien wollen Sie Ihre Daten sichern? Als Mittel der Wahl für überschaubare Datenmengen haben sich USB-Sticks bewährt – zumindest die etwas hochpreisigeren. Billige Sticks überleben oft nur wenige Schreib-Lese-Zyklen, bevor sie das Zeitliche segnen. Für Vollbackups von Festplatten, die inzwischen auch bei Heimcomputern im Terabyte-Bereich liegen, sind USB-Sticks sowieso ungeeignet, und Sie brauchen entsprechend größere Backupmedien.

Am günstigsten sind zweifelsohne externe Festplatten: Für deutlich unter 100 Euro bekommen Sie mittlerweile im Handel Platten mit 2 oder 3 Terabyte. Es empfiehlt sich, den Datenträger im Laden zu testen, falls das möglich ist: Nicht selten sind externe Festplatten echte Krachmacher, die Sie auf dem Schreibtisch als störend empfinden. Portable externe Platten sind handlicher, meistens leiser, aber dafür deutlich langsamer.

Auch die Frage nach der Verbindung zwischen Backupmedium und Computer ist wichtig. Besitzt der Rechner einen FireWire- oder USB-3-Anschluss, dann sollten Sie für die Datensicherungen ein externes Medium mit einem entsprechenden Anschluss verwenden, weil das viel Zeit spart. Große Datenmengen durch eine USB-2-Verbindung zu quetschen, dauert eine Weile.

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