Per Mausklick

Nach dem Start zeigt die Software ein leeres Klaviernotensystem mit Violinschlüssel für die rechte und Bassschlüssel für die linke Hand. Noten platzieren Sie darin einfach mit der Maus. Mit den Zifferntasten [1] bis [9] wählen Sie vor dem Einfügen noch die Notendauer (Viertelnote, Achtelnote usw.).

Wenn ein Takt voll ist, fügt die Software in der aktuellen Version automatisch einen Taktstrich ein. Für Akkorde klicken Sie auf eine bestehende Note, um einen weiteren zur selben Zeit erklingenden Ton hinzuzufügen. Die Plus- und Minustasten verschieben eine Note um einen Halbton, zum Beispiel für Fis oder B in einem in C-Dur notierten Notensystem.

Ein Klick mit der rechten Maustaste fügt eine Pause in der vorausgewählten Notendauer ein. Möchten Sie die Tonarten wechseln, fügen Sie dem Notensystem mit dem Vorzeichen-Werkzeug die benötigten Kreuze oder Bes hinzu.

Sie können in Canorus nicht nur Klaviernoten mit zwei Notensystemen schreiben. Neue Notenzeilen erstellen Sie mit dem Kontext einfügen-Werkzeug. Das Werkzeug Schlüssel einfügen hält auch exotische Notenschlüssel für Orchesterinstrumente wie die Bratsche bereit.

Bindebögen ergänzen Sie, indem Sie Noten mit dem Werkzeug Auswahl Modus markieren und dann auf den Button Bogen einfügen (den fünften von oben) klicken. Canorus unterscheidet dabei zwischen Haltebögen zwischen Noten gleicher Tonhöhe und Legatobögen zwischen Noten in unterschiedlicher Tonhöhe.

Klassische Vielfalt

Außer Bindebögen kennt Canorus viele weitere Vortragsmarkierungen, Verzierungen und die üblichen Dynamikangaben wie Piano oder Forte. Sogar Funktionen für Fingersätze oder Strichart-Kennzeichnungen für Streicher sind vorhanden. Das Programm ist also uneingeschränkt für klassische Musik geeignet. Auch Liedtextzeilen lassen sich mit dem Werkzeug Kontext einfügen erstellen. Dabei verteilt die Software durch Leerzeichen getrennte Silben automatisch richtig auf die Musiknoten.

Wie MuseScore spielt Canorus die eingefügten Noten kurz an, um Schreibfehler zu vermeiden. Auch das ganze Stück erklingt über ein beliebiges auf dem System verfügbares Midi-Gerät. Da Canorus keinen eingebauten Klangerzeuger mitbringt, ist es dafür allerdings auf einen externen Software-Synthesizer wie Qsynth [6] angewiesen.

Die Redaktion meint

Canorus lief im Test schon als Betaversion durchwegs stabil und bringt schon einen eindrucksvollen Funktionsumfang mit. Dass dieser noch ein gutes Stück hinter dem ebenfalls exzellenten MuseScore zurückbleibt, muss kein Nachteil sein: Funktionen wie manuelles Beeinflussen von Notenabständen brauchen eigentlich nur professionelle Notensetzer. Da Canorus und MuseScore im Hintergrund auf das Notensatzsystem Lillypond [7] setzen, erzeugen beide hervorragend lesbare Noten.

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