Wie eh und je

Der Firefox-Fork Pale Moon [3] bewahrt die klassische Benutzeroberfläche und kombiniert sie mit der aktuellen Webseiten-Anzeige-Engine von Mozilla: Die Tabs bleiben platzsparend-eckig wie eh und je und liegen standardmäßig direkt über den Webseiten. Es gibt ein normales, auf Wunsch ausblendbares Menü, sowie für motorisch beeinträchtige Anwender beliebig weit auseinander platzierbare Vor-, Zurück- und Neuladen-Buttons.

Die in Firefox längst verschwundene Statusleiste zeigt, was der Browser gerade tut, zum Beispiel ober er noch auf eine Serverantwort wartet oder bereits Daten überträgt. Dort ist auch ein Ladefortschrittsbalken sichtbar.

Auch fehlen Pale Moon einige neuere Firefox-Features, die nach Meinung der Entwickler die Software aufblähen oder ihre Sicherheit gefährden. An erster Stelle ist hier der in den Browser integrierte Echtzeit-Chat zu nennen, bei dem der Browser selbst Daten ins Internet ausliefert, statt sie nur von dort zu empfangen.

Auch die "Panorama" genannte Tab-Gruppen-Funktion (Abbildung 2, [Umschalt]+[Strg]+[E]), mit der sich geöffnete Tabs in mit der Maus aufgezogene Rechtecke ("Gruppen") platzieren lassen, bewerten die Pale-Moon-Entwickler als unausgereift und kaum genutzt. Damit dürften sie richtig liegen: Zwar ist es praktisch, dass Firefox immer nur die Tabs der aktiven Gruppe anzeigt – so fließt die Tab-Leiste nicht über. Doch das Aufziehen und Skalieren der Gruppen mit der Maus dauert einfach zu lang. Daher bleibt Pale Moon lieber bei der klassischen, nach Fenstertitel durchsuchbaren Tab-Übersicht (Abbildung 3, links).

Abbildung 3: Die Firefox-"Panorama"-Funktion, die geöffnete Tabs gruppiert und damit für Übersicht sorgen soll, benutzen nach Meinung der Pale-Moon-Entwickler nur wenige Anwender. Darum setzt Pale Moon weiter auf die klassische, durchsuchbare Tab-Übersicht früherer Firefox-Versionen (Abbildung 2, links).

Eine der größten Stärken von Firefox ist seiner Erweiterbarkeit mit Add-ons. Viele Firefox-Add-ons funktionieren auch unter Pale Moon, allerdings nicht alle: Für Firefox vor Version 25 (Oktober 2013) konzipierte Erweiterungen sind generell kompatibel; neuere nur, wenn sie nicht auf seitdem neu gestaltete Bereiche der Benutzeroberfläche zugreifen. Im Zweifelsfall hilft nur Ausprobieren.

Die Redaktion meint

Pale Moon ist der ideale Browser für Desktopanwender, welche die Neugestaltung für Tablet-Computer in Firefox stört: Dank identischer HTML-Engine stellt er die Webseiten genau so dar wie sein großer Bruder.

Der alternative Browser bringt ein Importwerkzeug für Firefox-Profile mit, das die Lesezeichen übernimmt. Bei den Add-ons versucht es, die nicht mit Pale Moon kompatiblen Erweiterungen auszusortieren. Dass nicht alle Firefox-Add-ons funktionieren, ist denn auch der einzige handfeste Nachteil des Firefox-Forks: Ob man die in Pale Moon konservierte "alte" Firefox-Oberfläche gegenüber der aktuellen bevorzugt, ist Geschmackssache. Dank Pale Moon liegt die Wahl beim Anwender.

Bewertung

4 von 5 Sternen

Canorus 0.7.2 – Handliches Notensatzprogramm

Jedes Druck-Erzeugnis entsteht heute am Computer, selbst Klavier- und Orchesternoten. Um die vielen Spielarten der Notenschrift zu Papier zu bringen, ist komplexe Software gefragt. Das Satzprogramm Canorus bleibt trotzdem leicht zu bedienen.

Im Internetzeitalter sind Daten in digitaler Form gefragt. Das gilt sogar für die Noten von Omas Geburtagsständchen, wenn man sie per Mail an die ganze Combo verschicken möchte. Zwar lassen sich auch handgeschriebene Noten in eine PDF-Datei einscannen, doch Scans erzeugen oft große Dateien mit schlechtem Kontrast.

Abbildung 4: Canorus läuft in der Praxis bereits stabil und beherrscht die ganze Palette musikalischer Notationsformen von klassischen Chorälen bis hin zu Gitarrengriffen oder Schlagzeugnoten.

Das Notensatzprogramm Canorus (Abbildung 4) [4] liefert Noten in Druckqualität und verpackt sie verlustfrei in ein handliches PDF-Dokument. Das Programm ist nach Angaben seiner Entwickler noch lange nicht fertig, bewährt sich in der Praxis trotzdem schon als leichtgewichtige Alternative zum umfangreichen MuseScore [5].

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