Fedora Spins

Über die Spins [6] gibt es alternative Installations-Images mit KDE, Xfce, LXDE, Mate und SOAS (Sugar on a Stick) [7]. Für KDE sind wieder Workstation-Images in 32 und 64 Bit im Angebot, deren Dateigrößen gegenüber der Gnome-Version mit 1,1 GByte etwas geringer ausfallen.

Bei der KDE-Version fällt die direkt nach dem Booten gestellte Entscheidung zwischen Live-System und Installation weg, hier startet in jedem Fall der volle KDE-Desktop. Im Startmenü finden Sie dann einen Eintrag für den Installer, der identisch mit dem Tool der Standardversion ist. Fedoras KDE enthält Plasma 5. Es zeigt keine Icons auf dem Desktop an und benutzt das nicht-aufklappende Standardmenü; beides lässt sich aber ändern.

Für die grafische Paketverwaltung setzt der KDE-Spin auf Apper, doch hat das Programm einen Bug, der bei jeder Auswahl einer Programmgruppe eine Fehlermeldung produziert; dazu gesellen sich obskure Darstellungsfehler, so dass das Tool nicht benutzbar ist. Die Gnome-Version bringt mit "Gnome Software" ein benutzbares Tool mit. Auf der Kommandozeile installieren Sie Software mit dem neuen Tool dnf ("Dandified YUM"), das ähnlich wie zypper oder apt-get funktioniert.

Linux Mint 17.1

Die aktuelle Linux-Mint-Version [8] hört auf den Namen "Rebecca" und erschien im November 2014. Wie alle Mint-Versionen seit Ende Mai 2014 basiert sie auf einer LTS-Version von Ubuntu. Die mit "Long Term Support" (Langzeitunterstützung) ausgezeichneten Systeme erscheinen alle zwei Jahre und erhalten fünf Jahre lang Updates und Support vom Hersteller. Auch Linux Mint 17.1 trägt den Zusatz LTS, das heißt, die Entwickler versorgen Sie noch bis 2019 mit Updates.

Auf den Downloadseiten des Projekts [9] stehen verschiedene Ausgaben zur Verfügung. Welches Image Sie hier auswählen, entscheidet über die Desktopumgebung, die Sie bei der Installation einrichten. Alternative Oberflächen rüsten Sie aber jederzeit über den Paketmanager nach. Wir haben die KDE-Variante getestet und im Bootmanager-Menü den ersten Punkt (Start Linux Mint 17.1 KDE 64-bit) ausgewählt. Nach kurzer Zeit startet die Distribution im Live-Modus, und über das Symbol Install Linux Mint auf dem Desktop beginnen Sie mit der Installation.

Nach dem Auswählen der Sprache prüft der Installer, ob ausreichend Festplattenplatz vorhanden ist, ob der Rechner am Stromnetz hängt (falls es sich um einen Laptop handelt) und ob eine Internetverbindung besteht. Danach widmet sich das Programm der Festplattenaufteilung. Nur wenn Linux Mint das einzige System auf der Platte sein soll, wählen Sie den Punkt Geführt -- vollständige Festplatte verwenden. Eine Möglichkeit, eine separate /home-Partition anzulegen, bietet der Installer in diesem Szenario nicht.

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