Kniffe, die Sie kennen sollten

Linux-Tipps

In dieser Ausgabe zeigen wir, wie Sie lange Internetadressen kürzen und diese Kurz-URLs vor dem Öffnen prüfen. Außerdem erfahren Sie, wie Sie Audiospuren aus Videos herauslösen, Bookmarks zwischen Browsern austauschen und kleine Notizen an die Thunderbird-Mails anheften.

Tipp: Lange Internetadressen kürzen

Nicht nur in sozialen Netzwerken und Blogs, sondern auch in Mails und Chatnachrichten sind Bandwurm-URLs aus der Mode gekommen. Viele Anwender verschicken stattdessen Kurz-URLs, die zur eigentlichen Seite verlinken. Auch wir bei EasyLinux erzeugen handliche Adressen für Sie, die wir in den Infoboxen am Ende der Artikel und auf unserer Kurz-URL-Seite ezlx.de [1] verwenden. Während wir ein eigenes Tool namens mySSUS einsetzen, das unser Chefredakteur Hans-Georg Eßer selbst geschrieben hat [2], gibt es im Netz auch etliche Anbieter, die kostenlos auf deren eigenen Servern Ihre langen Adressen kürzen:

  • Google: Der Suchmaschinenriese nutzt für seine eigenen Dienste den Shortener http://goo.gl/ und erzeugt Links der Form http://goo.gl/gJR5Jl. Nachdem Sie Ihre lange Webadresse ins Feld kopiert haben, klicken Sie auf Shorten URL. Arbeiten Sie in einem Browser, in dem Sie nicht bei Google angemeldet sind, fordert Sie ein Dialogfenster auf, die Checkbox Ich bin kein Roboter anzuklicken.
  • Bit.ly: Über die Adresse http://bit.ly und das Feld Shorten entstehen kurze Links der Form http://bit.ly/1J4js7l. Bit.ly hat ebenfalls kostenpflichtige Dienste im Angebot und stellt Apps für iOS und Android in den entsprechenden App-Stores zur Verfügung.
  • TinyURL hat zwar mit der eigenen Adresse http://tinyurl.com/ eine etwas längere URL als die Konkurrenz, dafür können Sie optional den Link individuell gestalten (Abbildung 1). Andernfalls erhalten Sie als Ergebnis eine Adresse wie http://tinyurl.com/ozvkh2e. Ebenfalls praktisch: Es gibt eine Vorschauadresse (z. B. http://preview.tinyurl.com/ozvkh2e), die anderen Benutzern verrät, wo der Link hinführt (siehe auch nächster Tipp).
  • Der deutsche Anbieter T1P.de punktet mit einem pfiffigen Konzept: Ihre Kurzlinks können Sie über http://t1p.de/ nicht nur selbst benennen (Standard: http://t1p.de/b674), sondern auch ein Passwort für diese festlegen, den Gültigkeitszeitraum einschränken, eine Anzahl von maximalen Zugriffen bestimmen und einen Deaktivierungslink erzeugen.
Abbildung 1: Der Dienst TinyURL erlaubt es, eigene Namen in den Kurzlinks unterzubringen (hier: "http://tinyurl.com/software-news").

Tipp: Lange Version von Kurz-URLs prüfen

Die handlichen Kurzlinks sind äußerst praktisch. Allerdings nutzen nicht nur angenehme Zeitgenossen diesen Service – auch Betreiber von Phishing-Webseiten machen sich die Technik zunutze. Daher gibt es Webdienste, mit denen Sie vorab die Kurz-URL prüfen, z. B. LongURL [3]. Geben Sie einfach die Kurz-URL ins Feld ein und klicken auf Expand. Sie sehen danach nicht nur, wohin die Umleitung eigentlich führt, sondern lesen auch Angaben aus den Meta-Tags der Webseite und sehen ggf. einen Screenshot als Vorschau.

Long URL Please [4] ist hingegen ein Firefox-Add-on, das nach der Installation heimlich, still und leise alle Kurzlinks als vollständige URLs darstellt. Als Benutzer bekommen Sie davon nichts mit. Beide Anbieter arbeiten mit sämtlichen bekannten Shortener-Diensten zusammen.

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