LibreOffice Draw:

Platinen mit Draw erstellen

Wie Sie Platinen-Layouts mit LibreOffice Draw erstellen, verraten wir in diesem Artikel – am Anfang gilt es, die Arbeit mit Draw-Ebenen zu erlernen und Bestandteile der Zeichnung exakt zu positionieren.

Mit LibreOffice Draw können Sie nicht nur kreative Geburtstagskarten oder Flugblätter entwerfen, sondern auch millimetergenaue Konstruktionszeichnungen und Schaltpläne. Der genauen Platzierung der Objekte kommt daher eine besondere Bedeutung zu.

Objekte positionieren und ausrichten

Zum genauen Positionieren einzelner Linien und Objekte benutzen Sie Hilfslinien und Fangpunkte, die den Vorteil haben, dass man genau zeichnen und eine Bemaßung exakt anbringen kann. Hilfslinien brauchen Sie nur aus den Linealen zu ziehen, Fangpunkte erhalten Sie über Einfügen / Fangpunkt /-linie einfügen, oder mit Hilfe des Kontextmenüs (rechte Maustaste) und Klick auf den gleichnamigen Befehl (Abbildung 1). Im Kontextmenü eines Fangpunkts finden Sie anschließend weitere Befehle zum Bearbeiten oder zum Löschen des eingefügten Fangpunkts.

Abbildung 1: Das Kontextmenü des Arbeitsbereichs bietet einen bequemen Zugriff auf die Positionswerkzeuge von Draw. Hier können Sie das "Raster" und die Fangwerkzeuge bequem ein- und ausblenden.

Eine weitere Möglichkeit, Objekte genau zu positionieren, bietet das Raster, das Sie über Ansicht / Raster einblenden (Raster sichtbar) und über Am Raster fangen aktivieren können. Eingefügte Objekte werden dadurch automatisch an vertikalen und horizontalen Rasterlinien ausgerichtet. Zum Umgehen dieser Funktion halten Sie beim Ziehen eines Objekts mit der Maus [Strg] gedrückt. Die Grundeinstellungen des Rasters bestimmen Sie im Menü Extras / Optionen / LibreOffice Draw / Raster.

Um die genaue Position und Größe eines Objekts, beispielsweise eines Kreises, zu lokalisieren, öffnen Sie mit einem Rechtsklick das Kontextmenü (bei markiertem Objekt) und klicken auf Position und Größe. Klicken Sie in der Registerkarte Position und Größe im Abschnitt Position den Punkt in der Mitte des Vorschaubilds Basispunkt an und lesen Sie die X- und Y-Werte dieses Punktes ab. So können Sie den Mittelpunkt mehrerer Kreise genau auf denselben Y-Wert einrichten. Den Durchmesser des Kreises bestimmen Sie anschließend im Abschnitt Größe, in dem Sie die Option Seitenverhältnis beibehalten aktivieren und den gewünschten Wert bei Breite oder Höhe eintragen. Vor versehentlichem Verschieben schützen Sie die eingefügten Objekte durch Aktivieren der Optionsschaltflächen Position und Größe im Abschnitt Schützen des Dialogfelds.

Die vertikale Position der einzelnen Elemente in Ihrem Arbeitsblatt, also die Stapelreihenfolge der Objekte, legen Sie über Ändern / Anordnung und die dann angebotenen Optionen fest, etwa Ganz nach vorne oder Ganz nach hinten (Abbildung 2). Mit diesen Befehlen können Sie alle Objekte eines Stapels in die richtige Reihenfolge bringen. Diese Befehle finden Sie auch im Kontextmenü eines Objekts.

Abbildung 2: Über "Ändern / Anordnung" schieben Sie Objekte in die richtige Reihenfolge des Stapels.

Objekte auf Ebenen gruppieren

Möchten Sie verwandte Elemente zusammenfassen, so dass sie bei Bedarf ausgeblendet oder nicht ausgedruckt werden, müssen Sie mit Ebenen arbeiten. Stellen Sie sich Ebenen als einzelne Arbeitsbereiche vor, die aus der Ansicht, der Bearbeitung oder für das Drucken ausgeblendet oder gesperrt werden können. Ebenen verhalten sich in etwa wie durchsichtige Folien, die übereinander gelegt werden und so ein Gesamtbild aller darauf liegenden Objekte ergeben. Es ist auch möglich, nur einzelne Folien anzuschauen oder welche von der Gesamtschau auszuschließen.

LibreOffice bietet drei Standardebenen:

  • Die Ebene Layout ist Ihr Arbeitsbereich, der normal alle Objekte enthält.
  • Die Ebene Steuerelemente ist für Kontrollelemente (Schaltflächen) gedacht, denen Aktionen (Makros) zugewiesen und die nicht gedruckt werden sollen.
  • Die Ebene Maßlinien dient zum Zeichnen und zur Erfassung von Maßlinien.

Diese drei vordefinierten LibreOffice-Ebenen (Abbildung 3) können Sie nicht löschen oder umbenennen.

Abbildung 3: Jede Ebene wird mit einem eigenen Register angezeigt. Ein Doppelklick darauf öffnet das Dialogfeld zur Einstellung der Eigenschaften.

Eine besondere Ebene ist die Hintergrundebene (Master). Sie ist normalerweise nicht sichtbar, man blendet sie mit Ansicht / Master ein. Alle Objekte, die man auf dieser Hintergrundebene einfügt, erscheinen bei mehrseitigen Zeichnungen auf allen Folien. Weitere Folien (Zeichenblätter) erhalten Sie über Einfügen / Folie.

Die Master sind ein Zwischending zwischen Seitenvorlagen und Ebenen. Es gibt sie auch in Präsentationen, die ansonsten nicht mit Ebenen arbeiten. Master sind somit auch ein Thema in Impress, denn sie erlauben das Einfügen von Kopf- und Fußzeilen mit Feldbefehlen wie z. B. dem Datum oder der Foliennummer. Grundsätzlich gilt auch: Alle Bereiche auf einer Ebene, die keine Objekte enthalten, sind transparent.

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