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Toki Tori und Toki Tori 2+ kreuzen Jump-and-Run mit Denkspiel

Intelligentes Küken

In Jump-and-Run-Spielen hüpft normalerweise ein Held über zahlreiche Plattformen. Der Entwickler Two Tribes schickt in seiner Variante allerdings ein übergewichtiges Küken an den Start. Dessen mangelhafte Sprungfähigkeit führt zu zahlreichen kniffligen wie spaßigen Rätseln.

In Toki Tori übernimmt der Spieler die Kontrolle über ein kleines, gelbes, flauschiges Küken. Mit ihm gilt es, mehrere in der Landschaft verstreute Eier einzusammeln. Diese an sich recht simple Aufgabe bremsen sowohl das Übergewicht als auch die viel zu kurz geratenen Flügel des Protagonisten aus. Das Küken kann in der Folge lediglich flache Treppenstufen erklimmen, aber nicht springen. Um sämtliche Eier zu erreichen, muss es daher zu teilweise recht ausgefallenen Hilfsmitteln greifen.

Gelber Techniker

Höhere Ebenen erreicht der gelbe Held im einfachsten Fall über Leitern. Die stehen jedoch nicht immer an der passenden Stelle und lassen sich zudem nicht mitnehmen. Mauern, Schluchten und andere Hindernisse überwindet das Küken deshalb mit passenden Werkzeugen. So kann es etwa über Abgründe eine Brücke bauen oder sich mit einem Teleporter hinter eine Mauer beamen.

Gemeinerweise ist der Einsatz dieser Hilfsmittel stark begrenzt. Steht dem Küken etwa nur ein Brückenbauteil zur Verfügung, kann es damit lediglich einen kleinen Abgrund überwinden (wie in den Abbildungen 1 und 2). Der Teleporter wiederum besitzt nur eine begrenzte Reichweite und funktioniert nicht beliebig oft. Als wäre das alles nicht genug, erschweren auch noch fiese Gegner das Eiersammeln. Jede Berührung mit einem Stachelschwein, einem Geist oder einem anderen herumwuselnden Wesen beendet die Suchaktion umgehend.

Kaugummi fürs Gehirn

Konnte der Spieler schließlich alle Eier einsammeln, geht die Suche in einem neuen, komplexeren Level von vorne los. Die dem Küken zur Verfügung stehenden Hilfsmittel teilt das Spiel stets zu Beginn eines Levels fest zu. Bevor man den gelben Held über die Pfeiltasten in Bewegung setzt, sollte man daher penibel die Route durch die Landschaft planen, denn der falsche Einsatz eines Werkzeugs führt das Küken sonst schnell in eine Sackgasse. Immerhin darf der Spieler das Geschehen jederzeit beliebig weit "zurückspulen".

Abbildung 1: Das Küken besitzt hier unter anderem genau ein Brückenbauteil (wie am unteren Rand zu erkennen). Mit dem …
Abbildung 2: … kann es den Abgrund überwinden. Danach ist allerdings kein weiterer Brückenbau mehr möglich.

Auf seiner Reise erkundet das Küken einen Wald, ein Spukschloss mit Lava-Seen, eine schleimige Kanalisation und eine Unterwasserwelt. In jeder dieser Welten warten andere Gegner und vor allem andere Werkzeuge auf ihren Einsatz. Im Spukschloss kann der gelbe Held etwa Geisterfallen auslegen. Tappt ein Gespenst hinein, reißt es gleichzeitig ein Loch in den Boden, durch das wiederum der Held eine Ebene nach unten hüpfen kann. Wer alle Level in einer dieser Welten gemeistert hat, erhält Zutritt zu weiteren Bonus- und besonders schweren Leveln.

Toki Tori erschien bereits im Jahr 2001, damals noch für die Videospielkonsole Gameboy. 2010 brachte Entwickler Two Tribes eine aufpolierte Fassung auf den Markt, die seit 2011 auch für Linux erhältlich ist. Interessenten können sie für 4,50 Euro auf Steam [2] oder kopierschutzfrei im Humble Store [1] erwerben. 2013 spendierten die Entwickler zudem einen zweiten Teil, der jedoch auf einem leicht abgeänderten Spielprinzip beruht.

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