Tipps und Tricks zu Gnome

Gnome-Tipps

Gnome ist neben KDE die zweite große Desktopumgebung für Linux. In den Gnome-Tipps stellen wir regelmäßig Nützliches und Praktisches für die alternative grafische Oberfläche vor.

Tipp: Visitenkarten basteln mit Glabels

Das kleine Gnome-Programm Glabels [1] eignet sich bestens dazu, Visitenkarten, Etiketten, Grußkarten, Flyer, CD-/DVD-Aufkleber und -Einlegehefte zu erstellen. Die Entwickler haben zahlreiche Vorlagen verschiedener Hersteller beigelegt, die Sie selbst beschriften und dann ausdrucken können. Nach dem Start überprüfen Sie zunächst mit einem Besuch im Dialog Bearbeiten / Einstellungen, ob auf dem Reiter Spracheinstellung die beiden Checkboxen Millimeter (im Bereich Einheiten) und A4 (unter Vorgegebene Seitengröße) markiert sind. Danach rufen Sie Datei / Neu auf oder klicken auf das Icon mit dem grünen Pluszeichen ganz links.

So basteln Sie Visitenkarten:

  1. Im ersten Schritt wählen Sie eine Vorlage aus. Die lange Liste ist nach Herstellername und Artikelnummer sortiert. Über die drei Drop-down-Menüs am oberen Rand filtern Sie nach Marke, Seitenformat und Kategorie (Abbildung 1). Die Einträge zeigen eine Kurzbeschreibung mit den wichtigsten Daten an.

    Abbildung 1: Im Glabels-Assistent suchen Sie zunächst eine Vorlage aus. Filtern Sie die lange Liste über die drei Menüs, um schnell ein passendes Template für Ihre Visitenkarten zu finden.
  2. Klicken Sie oben am rechten Rand auf Weiter. Als Nächstes entscheiden Sie sich für die Ausrichtung und klicken unter Hoch- (Gedreht) oder Querformat (Normal).
  3. Anschließend überprüfen Sie die Auswahl. Sieht die Vorlage gut aus, legen Sie mit Anwenden (oben rechts) ein neues Dokument an. Dieses können Sie nun nach Herzenslust gestalten – dabei helfen das Textwerkzeug sowie Symbole für Linien, Kreise und Rechtecke aus der Werkzeugleiste.
  4. Klicken Sie auf das Icon mit dem "T" und dann ins Dokument, um ein Textfeld für den Namen und die Adresse zu öffnen. Auf der rechten Seite sind Feinjustierungen für die Schrift möglich, etwa Größe, Ausrichtung, Farbe, Schatten und mehr. Auch Höhe, Breite und Position können Sie nachträglich anpassen.
  5. Ein Bild fügen Sie über das Symbol mit der Landschaft (neben dem Kreis) ein. Suchen Sie über den Reiter Bild im Dateiauswahldialog ein passendes Foto oder Logo aus. Die restlichen Reiter bestimmen Größe und Position und legen optional einen Schatten unter die Grafik.
  6. Möchten Sie einen QR-Code zur Visistenkarte hinzufügen, gelingt das über das Strichcode-Icon. Auf dem Reiter Stil wählen Sie aus dem Drop-down-Menü Backend den Eintrag QREncode aus. Dann klicken Sie auf dem Tab Wert die Option Literale an und tragen ins Feld den gewünschten Text ein, etwa die URL Ihrer Webseite (Abbildung 2).

    Abbildung 2: Mit Glabels fügen Sie Ihren Visitenkarten komfortabel einen QR-Code hinzu.

Entspricht alles Ihren Wünschen, speichern Sie die neuen Karten ab. In der Voreinstellung gibt das Programm diesen die Endung .glabels; dabei handelt es sich um mit gzip komprimierte XML-Dateien. Bevor Sie die Visitenkarten aufs Papier bringen, können Sie aus dem Dialog Drucken heraus eine Vorschau aufrufen. Klicken Sie dazu auf den gleichnamigen Button rechts oben, und Sie erhalten eine Vorstellung davon, wie sich alles auf dem Papier macht (Abbildung 3).

Abbildung 3: Über die eingebaute Vorschau aus dem "Drucken"-Dialog kontrollieren Sie vor dem Ausdruck, wie sich die Karten auf dem Papier verteilen.

Tipp: Glabels: Namensschilder mit CSV-Import

Das kleine Gnome-Programm bringt ein paar nette Automatismen mit, die Ihnen viel Tipparbeit ersparen. Angenommen, Sie organisieren eine Konferenz und wollen Namensschilder für die Teilnehmer basteln. Vorlagen für selbstklebende Etiketten verschiedener Hersteller hat Glabels zu bieten, nach dem Gestalten des Templates druckt das Tool in der Voreinstellung aber alle Aufkleber mit demselben Text. Mit einem kleinen Trick ist es möglich, eine gemischte Liste zu erzeugen und diese sogar automatisch aus einer externen CSV-Datei zu befüllen. Eine solche Datei können Sie beispielsweise mit LibreOffice oder einem Texteditor erzeugen. Die folgende Schritt-für-Schritt-Anleitung zeigt, wie Sie mit den Daten einer CSV-Datei Etiketten in Glabels ausfüllen:

  1. Erstellen Sie ein neues Glabels-Dokument und wählen Sie als Vorlage eines der Namensschild-Etiketten aus. Rufen Sie den Menüpunkt Objekte / Mischeinstellungen auf.
  2. Im nächsten Dialog wählen Sie aus dem Drop-down-Menü Format die Datenquelle aus. In unserem Beispiel ist das Text: Durch Kommata getrennte Werte (CSV) mit Schlüsseln in Zeile 1.
  3. Klicken Sie auf das Ordnersymbol neben dem Ort-Menü und navigieren Sie im Dateiauswahldialog zur CSV-Datei auf Ihrer Platte. Im unteren Bereich erscheinen nun die Inhalte der CSV-Datei.
  4. Die Datensätze können Sie per Klick auf die kleinen Pfeile ausklappen, um die Details zu betrachten. Außerdem ist es möglich, einzelne Einträge abzuwählen, indem Sie das Häkchen in der Checkbox entfernen (Abbildung 4). Abschließend klicken Sie auf OK.

    Abbildung 4: Klappen Sie vor dem Importieren der CSV-Datei die Datensätze über das Dreieck aus. Sie können auch gezielt Einträge abwählen.
  5. Jetzt geht es daran, die Objekte dem Glabels-Dokument hinzuzufügen. Dazu wählen Sie das Textwerkzeug aus und fügen ein Textobjekt ein. Klappen Sie in der rechten Hälfte das Menü Datenfeld einfügen aus, um eines der Felder aus der CSV-Datei einzusetzen. Glabels arbeitet hier mit Variablen: In unserem Beispiel gibt es die drei Felder Name, Abteilung und Kuerzel. Die erscheinen als ${Name}, ${Abteilung} und ${Kuerzel}.
  6. Arrangieren Sie alles nach Ihren Vorstellungen, setzen Sie optional ein Bild oder einen Strichcode ein und bringen Sie alles aufs Papier. Die Vorschau zeigt an, dass nun jedes Etikett auf dem Bogen eine andere Beschriftung hat (Abbildung 5).

    Abbildung 5: Die Datensätze aus der CSV-Datei referenziert Glabels über Variablen. So erhält jedes Namensschild eine andere Beschriftung.

Diesen Artikel als PDF kaufen

Express-Kauf als PDF

Umfang: 4 Heftseiten

Preis € 0,99
(inkl. 19% MwSt.)

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 
TABLET & SMARTPHONE APPS
Bald erhältlich
Get it on Google Play

Deutschland

Ähnliche Artikel

Kommentare

Infos zur Publikation

EL 11/2017-01/2018: Einstieg in Linux

Digitale Ausgabe: Preis € 9,80
(inkl. 19% MwSt.)

EasyLinux erscheint vierteljährlich und kostet 9,80 Euro. Weitere Infos zum Heft finden Sie auf der Homepage.

Das Jahresabo kostet ab 33,30 Euro. Details dazu finden Sie im Computec-Shop.

Bei Google Play finden Sie digitale Ausgaben für Tablet & Smartphone.

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist ohne Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!      

Stellenmarkt

Aktuelle Fragen

Lieber Linux oder Windows- Betriebssystem?
Sina Kaul, 13.10.2017 16:17, 3 Antworten
Hallo, bis jetzt hatte ich immer nur mit
IT-Kurse
Alice Trader, 26.09.2017 11:35, 2 Antworten
Hallo liebe Community, ich brauche Hilfe und bin sehr verzweifelt. Ih bin noch sehr neu in eure...
Backup mit KUP unter Suse 42.3
Horst Schwarz, 24.09.2017 13:16, 3 Antworten
Ich möchte auch wieder unter Suse 42.3 mit Kup meine Backup durchführen. Eine Installationsmöglic...
kein foto, etc. upload möglich, wo liegt mein fehler?
kerstin brums, 17.09.2017 22:08, 5 Antworten
moin, zum erstellen einer einfachen wordpress website kann ich keine fotos uploaden. vom rechne...
Arch Linux Netzwerkkonfigurationen
Franziska Schley, 15.09.2017 18:04, 0 Antworten
Moin liebe Linux community, ich habe momentan Probleme mit der Einstellung des Lan/Wlan in Arc...