Tipps und Tricks zu Ubuntu, Linux Mint und Knoppix

Ubuntu, Linux Mint und Knoppix

Ubuntu, Linux Mint und Knoppix basieren auf der Distribution Debian – wir verraten Tricks und Kniffe, welche die Arbeit auf diesen Systemen angenehmer machen.

Tipp: Ubuntu: Upgrade auf "Utopic Unicorn"

Am 23. Oktober 2014 ist die neue Ubuntu-Version 14.10 mit dem Codenamen "Utopic Unicorn" erschienen. Den Nachfolger von "Trusty Tahr" versorgen die Entwickler neun Monate lang mit Aktualisierungen. Wenn Sie die Distribution nicht neu aufsetzen möchten, dann zeigt die folgende Schritt-für-Schritt-Anleitung, wie Sie im laufenden Betrieb Ubuntu 14.04 auf die neue Version 14.10 aktualisieren. Beachten Sie, dass für das Onlineupgrade eine ausreichend schnelle Internetverbindung erforderlich ist. (Für eine Neuinstallation der KDE-Variante Kubuntu können Sie die Heft-DVD dieser Ausgabe nutzen.)

  1. Sichern Sie Ihre Daten. Normalerweise läuft ein Upgrade zwar ohne Probleme durch, sollte dennoch etwas schiefgehen, können Sie die Daten wiederherstellen. Zum Erzeugen eines Backups eignet sich beispielsweise das Programm Déjà Dup, das ein älterer Artikel der Zeitschrift UbuntuUser [1] erklärt.
  2. Deinstallieren Sie Programme, die Sie am Paketmanager vorbei eingespielt haben. Das können Anwendungen aus inoffiziellen Quellen oder selbstgebaute Pakete sein.
  3. Starten Sie das Software-Center und öffnen Sie aus dem Menü Bearbeiten / Software-Paketquellen. Wechseln Sie zum Reiter Aktualisierungen, wählen Sie im Drop-down-Menü Über neue Ubuntu-Versionen benachrichtigen den Eintrag Für jede neue Version aus und bestätigen Sie über Schließen.
  4. Suchen Sie über das Dash nun nach dem Programm Aktualisierungsverwaltung und starten Sie es. Bringen Sie zuerst das aktuelle System auf den neuesten Stand und installieren Sie alle Aktualisierungen über Jetzt installieren (Abbildung 1). Über den kleinen Pfeil vor Details klappen Sie den Dialog aus und betrachten im unteren Fensterbereich nun, wie es um den Download, das Auspacken und die Installation der neuen Paketversionen steht.

    Abbildung 1: Bevor die Ubuntu-Aktualisierungsverwaltung eine neue Distributionsversion installiert, bringt sie erst einmal das laufende System auf den aktuellsten Stand.
  5. Ist das System auf dem aktuellsten Stand, zeigt die Aktualisierungsverwaltung dies an. Erst jetzt weist sie auf eine neue Ubuntu-Version hin:

  6. Mit einem Klick auf Aktualisieren starten Sie das Systemupgrade. Geben Sie auf Aufforderung Ihr eigenes Passwort ein. Der folgende Dialog zeigt die englischen Veröffentlichungshinweise (Release Notes). Klicken Sie auf den Button System aktualisieren, um fortzufahren.
  7. Die Aktualisierungsverwaltung untersucht nun das System und erstattet Bericht: Manche Pakete sind nicht länger kompatibel zur neuen Ubuntu-Version; andere sind überflüssig, und die Entwickler haben sie durch neue Programme ersetzt. Klappen Sie den Dialog über Details aus, um alle anstehenden Änderungen aufzulisten (Abbildung 2).

    Abbildung 2: Das ist für die bevorstehende Aktualisierung auf Ubuntu 14.10 geplant: Der Dialog listet alle Pakete auf, die das Programm im Laufe des Upgrades aktualisiert, entfernt, neu installiert und nicht länger benötigt.
  8. Über Systemaktualisierung beginnen starten Sie den Download und das Einspielen der Software. Diesen Vorgang sollten Sie nicht mehr unterbrechen. Gegebenenfalls fragen die Installationsroutinen einiger Pakete nach geänderten Konfigurationsdateien, und Sie können entscheiden, ob Sie die neue Version des Paketbetreuers installieren, ihre Version beibehalten oder die Unterschiede erst auflisten, bevor Sie Ihre Wahl treffen.
  9. Sobald die Aktualisierungsverwaltung den Punkt Aufräumen erreicht, schlägt sie eine Reihe von Paketen zum Entfernen vor, die das System nicht länger benötigt. Prüfen Sie genau, was Ubuntu hier vorschlägt, bevor Sie zustimmen.

Abschließend informiert ein Dialog darüber, dass Sie das System neu starten müssen. Nach dem Reboot sollten Sie unter Ubuntu 14.10 arbeiten.

Tipp: Ubuntu: Globales Menü abschalten

Das globale Menü ist nach wie vor bei vielen Unity-Anwendern unbeliebt. Programme zeigen ihr Menü nicht länger im eigenen Fenster, sondern im oberen Panel. Was bei Netbook-Bildschirmen noch einigermaßen angenehm ist, sorgt bei großen Monitoren dafür, dass man oft recht lange Wege mit der Maus zurücklegen muss. Mit Ubuntu 14.04 haben die Entwickler eine Funktion eingeführt, um die Menüzeile in der Titelleiste des zugehörigen Fensters und nicht am oberen Rand einzublenden: Das Feature nennt sich "Locally Integrated Menus" (LIM), und Sie aktivieren es in den Systemeinstellungen unter Darstellung auf dem Reiter Verhalten. Aktivieren Sie einfach die Checkbox In der Titelleiste des Fensters, um das Menü zurück in die Nähe des Mauszeigers zu bringen.

Wenn Sie lieber ganz klassisch ein Menü permanent am oberen Rand des Programmfensters anzeigen, erreichen Sie das temporär durch Setzen der Umgebungsvariable UBUNTU_MENUPROXY. Um das Bildbearbeitungsprogramm Gimp mit dem herkömmlichen Menü zu starten, öffnen Sie entweder ein Terminalfenster oder das Dash und geben den folgenden Befehl ein:

UBUNTU_MENUPROXY=0 gimp

Möchten Sie das Menü dauerhaft dort sehen, und gefällt Ihnen die Alternative über das Locally Integrated Menu nicht, dann deinstallieren Sie das Paket indicator-appmenu, melden sich von der grafischen Oberfläche ab und wieder an.

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