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Neue Software (Teil 1/2)

Im Quartalsrhythmus erscheinen viele Programme in neuer Version. Eine Auswahl stellen wir regelmäßig vor. Auf der Heft-DVD finden Sie die passenden Pakete und Installationshinweise (Teil 1/2).

Pitivi 0.94: Handlicher Video-Editor

Wer Videos von der Digitalkamera schneiden möchte, ohne sich lange einzuarbeiten, kommt mit der übersichtlichen Anwendung Pitivi am schnellsten zum Ziel. Ihre Benutzeroberfläche ist schlichter gehalten als die des stärker auf Funktionsvielfalt ausgerichteten Kdenlive.

Aktuelle Digitalkameras nehmen nicht nur Bilder, sondern auch Videos auf. In der Praxis muss man Videoaufnahmen fast immer schneiden, um Leerlauf am Anfang oder Ende zu stutzen, Versprecher zu entfernen oder die Szenen neu anzuordnen. Vor noch nicht allzu langer Zeit war es um freie Linux-Tools für diese Aufgaben schlecht bestellt. Doch inzwischen sind mit Pitivi 0.94 (Abbildung 1) [1] und Kdenlive 0.9.10 [2] zwei heimanwendertaugliche Videoschnittprogramme auf der Zielgeraden in Richtung Version 1.0. Beide Programme bieten alle wichtigen Funktionen.

Abbildung 1: Schnitt und Effekte: Der Videoeditor Pitivi bietet alle für digitale Hobbyfilmer wichtigen Funktionen in leicht verständlicher Form.

Handzahm

Pitivi gibt sich im Vergleich übersichtlicher, während Kdenlive etwas mehr Leistung mitbringt. In der aktuellen Version 0.94 startet Pitivi in einem platzsparenden Fensterlayout, das Buttons direkt in die Fensterleiste einbettet. Die Optik fügt sich bruchlos in den Gnome-3-Desktop ein, doch auch unter anderen Desktopumgebungen funktioniert das Programm.

Wie bei fast allen Videoschnittprogrammen bilden die Videospuren am unteren Fensterrand das primäre Arbeitswerkzeug. Laden Sie zuerst eine oder mehrere Videodateien per Klick auf den Button + Importieren in die Medienbibliothek. Um einen Clip zu schneiden, ziehen Sie ihn einfach nach unten auf den schwarzen Bereich unterhalb der Zeitleiste.

Sie können das Video nun im Player rechts oben im Programmfenster abspielen. Um es am Anfang oder Ende zu beschneiden, ziehen Sie einfach den rechten oder linken Rand mit der Maus nach innen. Diesen Zuschnitt machen Sie leicht rückgängig, indem Sie den Rand wieder in die andere Richtung verschieben.

Das Beschneiden der Clip-Enden ist die beim Videoschnitt am häufigsten gebrauchte Funktion. Zusatzfunktionen zum automatischen Konstanthalten der Clip-Abstände kommen daher in der Praxis sehr gelegen: Halten Sie beim Ziehen der Clip-Enden die Strg-Taste gedrückt, bewahrt Pitivi die Abstände der folgenden Schnipsel. Bei gedrückter Umschalt-Taste verkürzt das Programm dagegen den folgenden Abschnitt, statt seine Lage auf der Zeitleiste zu verändern.

Mehrere Clips montieren Sie zusammen, indem Sie diese hintereinander auf die Zeitleiste ziehen. Dabei kann es sich auch um unterschiedlich beschnittene Versionen einer einzigen Videodatei handeln.

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