Editorial

Liebe Leserinnen und Leser,

in der ersten Ausgabe des neuen Jahres widmen wir uns mit LibreOffice einer Standardanwendung, die es – ehemals unter den Namen OpenOffice und noch früher StarOffice – vielen Anwendern überhaupt erst möglich gemacht hat, sich von Windows zu verabschieden: "Ohne ein Officepaket geht es nicht." Für alle Office-Einsteiger gibt es ab Seite 40 einen Workshop zu Textverarbeitung und Tabellenkalkulation, der "bei Null" anfängt, also keine Vorkenntnisse voraussetzt.

Belohntes Risiko

Neulich war ich mal wieder mutig und habe nach dem Blick in den Verkaufsprospekt eines der großen Technikhändler einfach zugeschlagen und in der 5 km entfernten Filiale einen neuen Rechner mit schnellem Quad-Core-i7-Prozessor gekauft. Der PC kam mit UEFI/GPT und vorinstalliertem Windows 8.1, und beim Einlegen der OpenSuse-DVD hatte ich dann schon ein mulmiges Gefühl: Ob das klappt? Gedanklich auf eine längere Konfigurationssitzung eingestellt, ließ ich den Installer seine Arbeit machen. Dann die Überraschung: Neustart, KDE, läuft. Korrekte Auflösung auf dem Bildschirm, Netzwerk geht (wenn auch erst mal nur über Ethernet und nicht mit dem eingebauten WLAN-Chip) – das war einfacher als erwartet. Auch Suspend to RAM (Stand-by) und Wiederaufwachen funktionieren fehlerfrei, und über das Bootmenü lässt sich auch das Windows-System noch starten, wenn es denn sein muss.

Linux hat, was die Hardwarekompatibilität angeht, in den vergangenen Jahren große Fortschritte gemacht, und auch bei ganz aktuellen PCs funktionieren die meisten Komponenten out of the box. Gleichzeitig sind aber auch Altgeräte, die zehn Jahre oder mehr auf dem Buckel haben, noch prima mit aktuellen Linux-Versionen nutzbar, sofern man auf KDE verzichtet und auf einen schlankeren Desktop ausweicht. Wer zu Hause einen kleineren Gerätepark aus Alt und Neu parallel nutzen möchte, muss nicht bei jeder Maschine umdenken, sondern kann einfach überall das gleiche Linux laufen lassen.

Linux weitergeben

Beglücken Sie doch zum Jahreswechsel, als verspätetes Weihnachtsgeschenk, mal Ihre Verwandten und Freunde mit einem ausgemusterten Notebook: Statt das Gerät im Keller vergammeln zu lassen, richten Sie eine aktuelle Linux-Version ein – z. B. OpenSuse 13.2 oder Kubuntu 14.10 von unserer Heft-DVD – und überreichen den Alt-PC mit dem Vorschlag, ihn im Wohnzimmer zum schnellen Googeln oder Wikipedia-Surfen zu nutzen. Alternativ recyceln Sie die Maschine auch selbst: Mit etwas Geschick können Sie ein auf 180 ° aufklappbares Net- oder Notebook z. B. an einer Wand befestigen und haben dann eine Zusatzmaschine zum schnellen Nachschlagen von Informationen.

Auch wenn Sie keinen überflüssigen PC zu verschenken haben, können Sie Werbung für Linux machen. Fragen Sie doch einfach immer wieder mal: "Warum nicht mit Linux?", wenn die Kollegin oder der Bekannte über Ärger mit dem Virenscanner klagt. Auch Kinder und Jugendliche können Sie ansprechen, schließlich ist Linux dank Steam und vielen Spieleportierungen auch Gamer-tauglich geworden; wir stellen in dieser Ausgabe die auf Computerspiele spezialisierte Distribution "Play Linux" vor (Seite 98).

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EasyLinux erscheint vierteljährlich und kostet 9,80 Euro. Weitere Infos zum Heft finden Sie auf der Homepage.

Das Jahresabo kostet ab 33,30 Euro. Details dazu finden Sie im Computec-Shop.

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