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Kurztest der Windows 10 Technical Preview

Acht und eins macht zehn

Der Nachfolger von Windows 8.1 trägt nicht die Versionsnummer 9, sondern springt direkt auf die 10. Was hier – neben der Rückkehr des Startmenüs – geboten wird, verrät unser Kurztest.

Das nächste Windows steht in den Startlöchern, und seit Microsoft eine als "Technical Preview" bezeichnete Betaversion für den öffentlichen Test anbietet [1], kann auch jeder interessierte Anwender schauen, in welche Richtung die Reise geht. Für Linux-Anwender ist der Neuigkeitswert etwas geringer, aber viele nutzen ja beide Systeme, und damit lohnt sich ein Blick auf das kommende Windows 10.

Rückkehr des Startmenüs

Nachdem Windows 8 den Smartphone-Kachel-Look auf den Desktop gebracht und allen Windows-Anwendern das Startmenü geklaut hat, ist es in Windows 10 wieder da. Anwender aktivieren es wie bis Windows 7 gewohnt per Klick auf das linke Icon in der Startleiste (oder über die linke Windows-Taste). Das neue Startmenü arbeitet ähnlich wie KDEs KickOff-Menü oder auch das Startmenü von Windows 7: Es klappen keine Untermenüs auf, sondern die jeweils nächste Menüebene ersetzt die vorherige, wenn man einen Eintrag anklickt. Über den Eintrag All Apps gelangt man zu einer Baumstruktur aller Anwendungen, in der sich Unterpunkte auf- und wieder zuklappen lassen.

Eine Besonderheit des Windows-10-Menüs ist, dass es auf der obersten Ebene (also direkt nach dem Öffnen) in der rechten Hälfte eine Auswahl von Windows-Kacheln anzeigt, unter denen sich auch "Live-Kacheln" befinden können (Abbildung 1).

Abbildung 1: Das Startmenü von Windows 10 kombiniert ein klassisches Windows-Startmenü mit einer Auswahl von Windows-Kacheln.

Windows-Apps (aus dem App Store), die unter Windows 8 immer in den Vollbildmodus wechseln und keine parallele Anzeige anderer Programme zulassen, lässt Windows 10 in Fenstern laufen, so dass man sie wie normale Programme nutzen kann.

Virtuelle Desktops

Die grafische Oberfläche in mehrere virtuelle Desktops zu unterteilen, auf denen sich Fenster getrennt platzieren lassen, ist eine Technik, die Linux und ältere Unix-Systeme schon seit Jahrzehnten beherrschen [2]. Gerade wer sehr viele Fenster gleichzeitig nutzt, profitiert von diesem Verfahren, denn es sorgt für einen besseren Überblick. In den bisherigen Windows-Versionen gab es dafür keine direkte Unterstützung, sondern diese musste über Tools von anderen Anbietern nachgerüstet werden.

Windows 10 bringt nun von Haus aus Support für virtuelle Desktops mit, das Feature heißt dort Task view. Per Mausklick lassen sich zusätzliche Desktops erzeugen, und leere (also solche, auf denen keine Fenster liegen) kann man auch wieder entfernen.

Abbildung 2: Zu viele Fenster geöffnet? Windows 10 kann endlich für Übersicht sorgen, indem es zusätzliche virtuelle Desktops bereit stellt, auf die sich die Fenster verteilen.

Ähnlich wie unter KDE lassen sich bereits geöffnete Fenster nachträglich auf andere Fenster verschieben – dazu aktiviert man die Ansicht aller (auf dem aktuellen Desktop liegenden) Fenster, klickt eine Fenstervorschau mit der rechten Maustaste an und wählt einen Unterpunkt von Move to im Kontextmenü. Zum Wechseln auf einen anderen Desktop klickt man in derselben Ansicht eines der kleineren Desktop-Vorschaubilder am unteren Rand an.

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