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© Andrejs Pidjass, 123RF

Linux und Windows parallel nutzen

Virtuelle Maschinen

Wenn Sie regelmäßig Linux und Windows nutzen, aber nicht immer neu booten wollen, installieren Sie eines der Betriebssysteme als Gast in einer virtuellen Umgebung. Wir beschreiben die Einrichtung von VirtualBox unter Linux und Windows.

Eine inzwischen klassische Möglichkeit, Linux zunächst auszuprobieren, ist die Benutzung einer Live-DVD, aber ein von DVD gebootetes Linux arbeitet deutlich langsamer als eine richtige Installation, weil der Zugriff auf die DVD so träge ist. Besser ist dann schon eine virtuelle Maschine (VM), die Sie auch unter Windows schnell angelegt und mit einer Linux-Distribution ausgestattet haben. Anders herum können Sie auch auf einem bereits installierten Linux-System eine VM erstellen und darin Windows einrichten.

Wir zeigen Ihnen in diesem Artikel, wie Sie das Virtualisierungsprogramm VirtualBox unter Linux oder Windows installieren und dann ein Gastsystem in der VM einrichten.

Generell unterscheidet sich die Betriebssystem-Installation in einer virtuellen Maschine nicht von der auf einem echten Rechner, weswegen Sie die Beschreibung der OpenSuse- oder Kubuntu-Einrichtung (aus älteren Ausgaben) auch für die Linux-Installation in der VM verwenden können.

Vor- und Nachteile

Linux oder Windows auf einer virtuellen Maschine statt direkt auf dem PC zu installieren, hat Vor- und Nachteile. Auf der Habenseite steht die einheitliche Hardware: VirtualBox gaukelt dem Betriebssystem ja bestimmte Hardware-Komponenten (etwa den Festplatten-Controller, die Grafik- und die Netzwerkkarte) vor, und die sind immer dieselben, egal auf welchem Rechner VirtualBox läuft; lediglich der Prozessor wird "durchgereicht": Sie sehen also in der virtuellen Maschine genau die CPU, die auch im Rechner steckt.

Die virtuellen Komponenten der VirtualBox-VMs werden alle von Linux und Windows unterstützt, es kann also keine Probleme beim Einrichten geben, das Gast-System funktioniert in der VM immer. Auch die Netzwerkeinrichtung ist denkbar einfach: Der Gast nutzt einfach die Internetverbindung des richtigen PCs mit.

Der Hauptnachteil der Virtualisierung ist ein leichter Leistungsverlust, der auf aktuellen PCs aber kaum spürbar ist.

VirtualBox installieren

Um VirtualBox unter Windows zu installieren, laden Sie zwei Dateien aus dem Download-Bereich der VirtualBox-Webseite [1] herunter: Über den Link VirtualBox 4.3.16 for Windows hosts erhalten Sie die Datei VirtualBox-4.3.16-95972-Win.exe, das ist ein klassischer Installer für Windows, mit dem Sie VirtualBox in wenigen Schritten einrichten. Wollen Sie VirtualBox unter Linux einrichten, klicken Sie auf den Link VirtualBox 4.3.16 for Linux hosts und wählen auf der sich öffnenden Seite ein zu Ihrer Distribution passendes Paket. Achten Sie dabei auch auf die Unterscheidung zwischen i386 (für 32-Bit-Linux-Versionen) und AMD64 (für 64-Bit-Versionen).

Zusätzlich laden Sie (auf der ersten Download-Seite) über den Link VirtualBox 4.3.16 Oracle VM VirtualBox Extension Pack -> All supported platforms die Datei Oracle_VM_VirtualBox_Extension_Pack-4.3.16-95972.vbox-extpack herunter, die unter sämtlichen VirtualBox-Versionen (für alle Betriebssysteme) einige Erweiterungen enthält, u. a. für USB-2.0-Support (Abbildung 1). Falls sich die Versionsnummern bereits geändert haben sollten, achten Sie darauf, dass beide Pakete dieselbe Nummer (hier: 4.1.6-74713) haben.

Abbildung 1: Von der VirtualBox-Download-Seite benötigen Sie zwei Pakete: eines speziell für Ihr Betriebssystem und ein generisches Erweiterungspaket für alle Betriebssysteme.

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