AA_PO-25869-123RF-joseasreyes_123RF-Zersplitterte_Glasscheibe_resized.jpg

© joseasreyes, 123RF

Daten von Android-Telefonen mit kaputtem Display retten

Versicherung gegen Glasbruch

Ein Android-Smartphone wird praktisch unbrauchbar, wenn sein Display kaputt geht. Wir zeigen, wie Sie trotzdem an Ihre Daten kommen – wenn Sie Ihr Android-Telefon für den Ernstfall vorbereitet haben.

Smartphones sind heute alltägliche Begleiter vieler Menschen. Dabei ist der Name "Smartphone" durchaus irreführend, denn die wenigsten Besitzer der Geräte nutzen sie in erster Linie zum Telefonieren. Die Geräte bieten eine Vielzahl von Funktionen, dazu gehören neben dem Telefonieren auch das Lesen und Schreiben von Nachrichten per WhatsApp oder SMS, das Hören von Musik oder das spontane Schießen von Fotos. Viele Smartphone-Besitzer haben keine separate Kamera mehr, weil die Smartphone-Linse für spontane Schnappschüsse genügt. Insofern haben sich die digitalen Begleiter einen Stammplatz im Alltag erkämpft. Wer ein schlaues Telefon besitzt, will es in aller Regel auch nicht mehr missen; das gilt für iPhones wie für Android-Geräte.

Doch kann das vermeintliche Smartphone-Glück schnell Risse bekommen, und das ist in diesem Fall durchaus wörtlich gemeint. Zwar unternehmen Samsung, LG, Sony & Co. viel, um ihre Geräte stoß- und bruchfest zu machen. Doch im Falle eines ungünstigen Aufpralls auf den Fußboden hilft das alles nichts: Ist das Display gerissen, wird aus dem teuren Gerät schnell ein eher extravaganter Briefbeschwerer.

Keine Chance?

Die Dramatik ist in solchen Fällen offensichtlich: Zwar sind die Daten auf dem Gerät noch intakt und wären problemlos auslesbar, doch gibt es keinen offensichtlichen Weg, um an sie heranzukommen. Die meisten Nutzer haben ihr Smartphone per Entsperrmuster im Bildschirmschoner gesichert, und selbst in den Fällen, in denen keine Passwortsperre aktiv ist, wäre immer noch ein Wischvorgang nötig, um den Bildschirmschoner zu verlassen. Beides ist unmöglich, wenn das Display gebrochen ist und nicht mehr reagiert.

Ein Android-Smartphone mit defektem Display ist insofern wie ein Safe, dessen Schlüssel abhanden gekommen ist. Die üblichen Wege, auf die eigenen Daten zuzugreifen, sind versperrt: Der Dateitransfer hin zu Windows oder Linux funktioniert nicht, weil der Bildschirm entsperrt sein müsste, damit Smartphone und Client eine Verbindung zueinander aufbauen können. Und wer denkt, nach einer Reparatur des Displays sei alles wie zuvor, täuscht sich schnell: Viele Reparaturdienste setzen Smartphones auf die Ausgangseinstellungen zurück, um die reparierten Geräte zu testen. Der Kunde bekommt in solchen Fällen tatsächlich "sein" Smartphone zurück, jedoch blitzblank und ohne die persönlichen Daten.

Hinzu kommt ein Faktor, der das Thema Backups auf Smartphones betrifft: Während Apple sich für seine iPhones darum gekümmert hat, dass iTunes regelmäßig Backups anlegt, gibt es für Android keine zentrale Applikation, die eine ähnliche Funktionalität bietet. Häufig haben Android-Nutzer darum keine Datensicherung, auch weil sie glauben, die digitalen Geräte enthielten eh nichts wichtiges. Das böse Erwachen folgt erst, wenn das Kind schon im Brunnen liegt: Ein schönes Foto oder eine Notiz sind eben doch wichtig.

Der letzte Strohhalm

Glücklicherweise ist es nicht so, dass alle Daten für immer verloren sind, wenn das Display unbrauchbar wird. Hat der Nutzer geeignete Vorbereitungen getroffen, kommt er an die Daten durchaus noch ran: über eine Hintertür, die Google eigentlich für Android-Entwickler vorgesehen hat. Die folgende Anleitung beschreibt, wie Sie diese Hintertür aktivieren und wie Sie im Falle eines Falles vom Smartphone ein Backup ziehen – auch ohne funktionierendes Display.

Diesen Artikel als PDF kaufen

Express-Kauf als PDF

Umfang: 3 Heftseiten

Preis € 0,99
(inkl. 19% MwSt.)

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 
TABLET & SMARTPHONE APPS
Bald erhältlich
Get it on Google Play

Deutschland

Ähnliche Artikel

Kommentare

Infos zur Publikation

EL 11/2017-01/2018: Einstieg in Linux

Digitale Ausgabe: Preis € 9,80
(inkl. 19% MwSt.)

EasyLinux erscheint vierteljährlich und kostet 9,80 Euro. Weitere Infos zum Heft finden Sie auf der Homepage.

Das Jahresabo kostet ab 33,30 Euro. Details dazu finden Sie im Computec-Shop.

Bei Google Play finden Sie digitale Ausgaben für Tablet & Smartphone.

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist ohne Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!      

Stellenmarkt

Aktuelle Fragen

Lieber Linux oder Windows- Betriebssystem?
Sina Kaul, 13.10.2017 16:17, 3 Antworten
Hallo, bis jetzt hatte ich immer nur mit
IT-Kurse
Alice Trader, 26.09.2017 11:35, 2 Antworten
Hallo liebe Community, ich brauche Hilfe und bin sehr verzweifelt. Ih bin noch sehr neu in eure...
Backup mit KUP unter Suse 42.3
Horst Schwarz, 24.09.2017 13:16, 3 Antworten
Ich möchte auch wieder unter Suse 42.3 mit Kup meine Backup durchführen. Eine Installationsmöglic...
kein foto, etc. upload möglich, wo liegt mein fehler?
kerstin brums, 17.09.2017 22:08, 5 Antworten
moin, zum erstellen einer einfachen wordpress website kann ich keine fotos uploaden. vom rechne...
Arch Linux Netzwerkkonfigurationen
Franziska Schley, 15.09.2017 18:04, 0 Antworten
Moin liebe Linux community, ich habe momentan Probleme mit der Einstellung des Lan/Wlan in Arc...