AA_PO-24299-Fotolia-icetray_fotolia_com-Installationstaste_auf_Tastatur_resized.jpg

© icetray, fotolia.com

Neue Programme für OpenSuse und Kubuntu

Software installieren

,
Programme unter Linux nachzuinstallieren, ist leicht, weil die Distributionen online umfangreiche Softwaresammlungen bereitstellen, die deutlich über die Ausstattung der Installations-DVDs hinausgehen. OpenSuse und Kubuntu bieten komfortable Tools für Auswahl und Installation.

In den ersten Jahren mussten Linux-Anwender einen erheblichen Aufwand betreiben, um Software nachzuinstallieren, und meist kam dabei auch der C-Compiler zum Einsatz, was zumindest grundlegende Kenntnisse der Kommandozeile verlangte. Das ist heute nicht mehr der Fall.

Historisch

Die meisten für Linux erhältlichen Programme liegen im Quelltext vor, sie sind also Open-Source-Programme (und meist zusätzlich freie Software). Der klassische Installationsweg war, diese Quelltexte als Archiv herunterzuladen, das Archiv auszupacken und dann das Übersetzen mit dem C-Compiler anzustoßen. Wer schon länger mit Linux arbeitet, erinnert sich an zahlreiche Installationsanleitungen, die den "klassischen Dreischritt" enthalten: Dabei musste man die drei Kommandos ./configure, make und make install eingeben.

Beim Versuch, die Software zu übersetzen, ergab sich dann oft die zusätzliche Schwierigkeit, dass diese von Bibliotheken abhing, welche eventuell nicht auf dem System installiert waren – das zog dann weitere Arbeitsschritte nach sich.

Nur wenig komfortabler war die Einrichtung fertiger Binärpakete im RPM- oder Debian-Format (erkennbar an den Dateiendungen .rpm und .deb) – hier fiel zwar der Kompilierschritt weg, aber auch diese "fertigen" Pakete waren in der Regel nicht vollständig, sondern benötigten ebenfalls zusätzliche Bibliothekspakete (weitere .rpm- oder .deb-Dateien), die man erst im Internet suchen musste, z. B. über eine spezialisiert Paketsuchmaschine.

Aktuell

Heute ist alles besser, denn seit einigen Jahren unterstützen alle großen Distributionen (darunter auch OpenSuse und K/Ubuntu) so genannte Repositorys: Das sind Paketsammlungen, die neben die Paketen auch ausführliche Beschreibungen der Pakete samt ihrer Abhängigkeiten von anderen Paketen enthalten, und die zugehörigen Paketverwaltungstools können alle Abhängigkeiten automatisch auflösen und zusätzlich benötigte Pakete gleich mitinstallieren.

Dadurch ist es richtig einfach, Programme zu installieren: Im jeweiligen Paketverwaltungsprogramm suchen Sie nach dem Programm Ihrer Wahl, markieren es in der Trefferliste und lassen das Verwaltungstool loslegen – danach erscheint die neue Software im Startmenü.

Diesen Artikel als PDF kaufen

Express-Kauf als PDF

Umfang: 5 Heftseiten

Preis € 0,99
(inkl. 19% MwSt.)

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 
TABLET & SMARTPHONE APPS
Bald erhältlich
Get it on Google Play

Deutschland

Ähnliche Artikel

  • Software-Management mit YaST erklärt
    OpenSuse bringt auf der DVD schon sehr viele Anwendungen mit. Um allerdings das Bestmögliche aus der Distribution herauszuholen, benötigen Sie ein paar Programme aus dem Internet. Dieser Artikel zeigt Ihnen, wie das funktioniert und stellt dabei das Software-Management vor.
  • Reißverschluss
    Vergessen Sie RPM und YaST: Mit OpenSuses vielseitigem Zypper verwalten Sie Pakete blitzschnell auf der Kommandozeile.
  • Paketmanager Muon 1.1.0 bringt neue Features

    Der Kubuntu-Entwickler Jonathan Thomas hat seine Paketmanager-GUI Muon in Version 1.1.0 mit neuen Funktionen und Komponenten veröffentlicht.
  • Die große Auswahl
    Software unter Linux nachzuinstallieren, ist meist sehr einfach: immer dann, wenn man eine ausreichend aktuelle Programmversion in den Standard-Repositorys der Distribution findet. Gilt das einmal nicht, wird es schwieriger.
  • Full-Speed-Installation
    Passend zum Schwerpunkt dieser Ausgabe werfen wir im Guru-Training einen weiteren Blick auf die unterschiedlichen Features der großen Linux-Distributionen – hier geht es um die Kommandozeilenwerkzeuge für die Paketverwaltung.
Kommentare

Infos zur Publikation

EL 08-10/2017: BACKUP

Digitale Ausgabe: Preis € 9,80
(inkl. 19% MwSt.)

EasyLinux erscheint vierteljährlich und kostet 9,80 Euro. Weitere Infos zum Heft finden Sie auf der Homepage.

Das Jahresabo kostet ab 33,30 Euro. Details dazu finden Sie im Computec-Shop.

Bei Google Play finden Sie digitale Ausgaben für Tablet & Smartphone.

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist ohne Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!      

Stellenmarkt

Aktuelle Fragen

Lieber Linux oder Windows- Betriebssystem?
Sina Kaul, 13.10.2017 16:17, 2 Antworten
Hallo, bis jetzt hatte ich immer nur mit
IT-Kurse
Alice Trader, 26.09.2017 11:35, 2 Antworten
Hallo liebe Community, ich brauche Hilfe und bin sehr verzweifelt. Ih bin noch sehr neu in eure...
Backup mit KUP unter Suse 42.3
Horst Schwarz, 24.09.2017 13:16, 3 Antworten
Ich möchte auch wieder unter Suse 42.3 mit Kup meine Backup durchführen. Eine Installationsmöglic...
kein foto, etc. upload möglich, wo liegt mein fehler?
kerstin brums, 17.09.2017 22:08, 5 Antworten
moin, zum erstellen einer einfachen wordpress website kann ich keine fotos uploaden. vom rechne...
Arch Linux Netzwerkkonfigurationen
Franziska Schley, 15.09.2017 18:04, 0 Antworten
Moin liebe Linux community, ich habe momentan Probleme mit der Einstellung des Lan/Wlan in Arc...