Software

Neue Software (Teil 2/2)

Im Quartalsrhythmus erscheinen viele Programme in neuer Version. Eine Auswahl stellen wir regelmäßig vor. Auf der Heft-DVD finden Sie die passenden Pakete und Installationshinweise (Teil 2/2).

Stellarium 0.13 – Planetariumssoftware

Die Sterne haben viele Dichter inspiriert und immerhin auch eine Handvoll Software-Entwickler: Mit Stellarium hat das Team um Fabien Chéreau ein Programm geschrieben, das den optischen Reiz des Sternenzelts und zusätzlich eine Menge astronomisches Wissen auf den Rechner bringt.

Viele werden sich noch an die heimelige Dunkelheit eines Planetariumsbesuchs in der Kindheit erinnern. Mit einem Beamer und dem Programm Stellarium (Abbildung 1) [1] lässt sich die Sternenshow ins Wohnzimmer holen.

Abbildung 1: Stellarium kombiniert einen realistisch dargestellten Sternenhimmel mit astronomischen Informationen (Steckbrief eines markierten Sterns, links unten zwei Satelliten inklusive Bahn). Die bei Mauskontakt erscheinenden Symbolleisten steuern das Programm und öffnen die Hilfe (rechts oben).

Auch auf dem Computerschirm beeindruckt das Programm mit eindrucksvollen Bildern: Stellarium legt großen Wert auf fotorealistische Darstellung. Die Sterne wirken genau wie am nächtlichen Sternenhimmel atmosphärisch unscharf. Selbst ihr sprichwörtliches Funkeln bildet Stellarium auf Wunsch nach.

Geerdet

Beim Sternengucken darf auch der Boden unter den Füßen nicht fehlen. Darum zeichnet das Programm unten im Betrachtungsfenster detailgetreue Landschafts- oder Stadtszenerien (Abbildung 2). Auf der Webseite [1] finden sich zahlreiche Landschaften zum Download. Die Szenarien sind nicht auf die Erde beschränkt: Stellarium gestattet auch den Blick ins Weltall vom Mond, dem Mars, Saturn oder Uranus aus.

Abbildung 2: Himmel und Erde: Stellarium besticht auch mit realistischen Landschaftsszenarien, über denen es den Sternenhimmel abbildet. Eingeblendet sind in der Abbildung außerdem die Sternbildnamen inklusive der gedachten Verbindungslinien, die die namensgebende Form hervorheben.

Wenn Sie die Simulation der Atmosphäre ausschalten, werden auch von der Erde aus nicht erkennbare Sterne am tiefschwarzen Himmel sichtbar. Das ist der Grund, warum NASA und ESA Teleskope wie Hubble in den Weltraum geschossen haben. Für einen Blick in die Tiefen des Alls sollten Sie allerdings die mitgelieferte Sternendatenbank im Dialog Konfiguration ([F2]) über das Internet erweitern.

Anders als in der Realität lässt sich in Stellarium auch der Fluss der Zeit steuern: Entweder springen Sie gezielt zu einem Punkt in der fernen Vergangenheit, was die Verschiebung der Sternbilder im Verlauf der Jahrhunderte sichtbar macht, oder Sie beschleunigen den Zeitverlauf und erfreuen sich am "Sternenkarussell", der Rotation der Sterne im Lauf der Nacht – dem Effekt, der tatsächlich auf der Erddrehung beruht.

Stellarium gibt eine reichhaltige Informationsquelle für Hobbyastronomen ab: Markieren Sie einen Stern mit der Maus, zeigt das Programm astronomische Informationen, die von der wissenschaftlichen Sternenkatalognummer über Position und Entfernung bis hin zu Lichtfarbe und Spektraltyp des Sterns reichen.

Wenn Ihnen mehr an Information als am romantischen Schein der Sterne gelegen ist, blenden Sie Koordinatennetze, Sternennamen oder "Deep-Space-Objekte" (Nebel, Quasare und Pulsare) ein. Auch Sternbildnamen, die gedachten Verbindungslinien zwischen den Sternen der Sternbilder und künstlerisch ansprechend gestaltete Sternbildsymbole stehen zur Verfügung.

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