Tipp: Tastaturshortcuts für Screenshots

Im Konfigurationsdialog für die Tastenkürzel des Gnome-Desktops sind schon einige Shortcuts definiert, die den Bildschirm ablichten. Drücken Sie [Druck], knipst das Programm gnome-screenshot den gesamten Hintergrund mit allen Fenstern und dem Mauszeiger an seiner aktuellen Position. Möchten Sie nur das Fenster ablichten, das gerade den Fokus hat, drücken Sie [Alt]+[Druck]. Manchmal wollen Sie nicht den ganzen Hintergrund und auch kein komplettes Fenster aufnehmen. Dafür haben die Entwickler die Tastenkombination [Umschalt]+[Druck] vorgesehen: Der Mauszeiger verwandelt sich in ein Kreuz, und Sie können nun den gewünschten Bereich damit aufziehen. Um den Vorgang abzubrechen, drücken Sie [Esc].

Etwas flexibler sind die Tastaturshortcuts, die nicht direkt ein Bild erzeugen, sondern es in die Zwischenablage bewegen. Deren Inhalt können Sie dann in einem Grafikprogramm wie Gimp einfügen und direkt weiterbearbeiten. Auch hier gibt es wieder drei Varianten: [Strg]+[Druck] kopiert den ganzen Desktop, [Strg]+[Alt]+[Druck] das aktive Programmfenster und [Umschalt]+[Strg]+[Druck] einen beliebigen Bereich in die Zwischenablage.

Wem das alles nicht interaktiv genug ist, der sollte sich das Tool gnome-screenshot anschauen. Öffnen Sie die Aktivitäten und suchen Sie nach screen. Danach starten Sie das Programm Bildschirmfoto, das einen Dialog wie in Abbildung 4 zeigt. Wenn Sie einfach nur das Kommando gnome-screenshot in ein Terminalfenster oder in den Schnellstarter ([Alt]+[F2]) tippen, dann lichtet das Tool den ganzen Desktop ab. Um in den interaktiven Modus zu wechseln, geben Sie den Befehl gnome-screenshot -i ein. Über die Checkboxen entscheiden Sie nun, was genau Sie aufnehmen. Außerdem praktisch ist die Möglichkeit, eine Zeitverzögerung für die Aufnahmen einzurichten.

Abbildung 4: Entscheiden Sie, was Sie wann aufnehmen. In diesem Dialog legen Sie auch fest, ob der Schnappschuss den Mauszeiger und die Fensterrahmen zeigt.

Gefällt Ihnen die interaktive Variante von Gnome-Screenshot so gut, dass Sie diese immer starten möchten, wenn Sie [Druck] drücken, dann können Sie den vordefinierten Shortcut einfach ablösen. Öffnen Sie wieder den Reiter Tastaturkürzel aus den Systemeinstellungen und klicken Sie auf das Pluszeichen. Als Name können Sie beispielsweise Interaktiver Screenie eintippen, und als Befehl tragen Sie gnome-screenshot -i ein. Nach einem Klick auf Anwenden weisen Sie die Tastenkombination zu. Um die Taste [Druck] dafür zu verwenden, klicken Sie den neuen Eintrag unter Eigene Tastaturkürzel an, drücken die Taste und bestätigen über Zuweisen, dass Sie die alte Funktion überschreiben möchten. In der Abteilung Bildschirmfotos sehen Sie nun, dass der Eintrag Ein Bildschirmfoto aufnehmen deaktiviert ist.

Tipp: Gnome-Terminal: Profil für "root"

Um auf aktuellen Linux-Distributionen als Systemverwalter root auf der Shell zu arbeiten, stellen Sie vor den entsprechenden Befehl das Kommando sudo. Anschließend geben Sie Ihr eigenes Kennwort ein und haben dann für 15 Minuten erweiterte Privilegien, so dass Sie, wenn Sie in dieser Zeit erneut ein Kommando mit sudo ausführen, die Passworteingabe nicht wiederholen müssen. Haben Sie größere administrative Aufgaben geplant, kann das ständige Voranstellen des Befehls lästig sein. Um länger als root zu arbeiten, können Sie daher mit sudo -i eine interaktive Root-Shell starten. Der Prompt verändert sich, so dass Sie gut erkennen können, dass Sie als Systemverwalter unterwegs sind:

root@ubuntu1310:~#

Vor dem Klammeraffen steht der Benutzername, danach der Name des Rechners. Ein Rautezeichen ist ebenfalls ein guter Hinweis, dass Sie als Administrator angemeldet sind. Ist Ihnen das nicht deutlich genug, können Sie für das Gnome-Terminal ein eigenes Root-Profil anlegen. Dieses zeigt dann beispielsweise in der Titelleiste einen Text wie "ACHTUNG, Root!" und verwendet als Farbschema roten Text auf schwarzem Hintergrund. So richten Sie ein solches Profil ein:

  1. Öffnen Sie ein Terminalfenster (z. B. über die Aktivitäten und Eingabe von term) und starten Sie die Einrichtung über Datei / Neues Profil.
  2. Auf dem ersten Reiter (Allgemein) tragen Sie einen Namen für das Profil ein, beispielsweise Root. Alle anderen Einstellungen zu Schrift, Menüleiste und Eingabemarke können Sie übernehmen.
  3. Wechseln Sie zu Titel und Befehl. Ins Feld Titel tragen Sie einen Text ein, der in der Titelleiste des Programmfensters stehen soll. Im Beispiel ist das ACHTUNG, Root! Im Drop-down-Menü Wenn Terminal-Befehle ihren eigenen Titel setzen wählen Sie die Option Ursprünglichen Titel behalten, wenn Sie nur die Warnung in der Titelleiste sehen möchten.
  4. Im Bereich Befehl aktivieren Sie zusätzlich die Checkboxen Befehl als Login-Shell starten und Einen benutzerdefinierten Befehl statt meiner Befehlszeile starten. Tragen Sie ins Feld für das benutzerdefinierte Kommando darunter sudo -i ein.
  5. Jetzt geht es auf dem Reiter Farben weiter. Entfernen Sie gegebenenfalls das Häkchen bei Farben vom System-Thema verwenden. Darunter suchen Sie per Klick auf die Farbeflächen eigene Nuancen für den Hintergrund und die Textfarbe aus.
  6. Die Konfiguration auf den Reitern Hintergrundtyp, Rollbalken und Kompatibilität können Sie übernehmen. Über die Schaltfläche Schließen beenden Sie die Einstellung.

Um ein neues Root-Terminal zu öffnen, wählen Sie entweder Datei / Neues Terminal oder Datei / Neuer Reiter und dann den Namen des Profils aus. Das Fenster oder der neue Tab erscheint, der Befehl sudo -i wird ausgeführt, und Sie sehen direkt die Aufforderung zur Eingabe Ihres Kennworts (Abbildung 5). Wenn Sie nachträglich etwas am Profil verändern möchten, dann öffnen Sie den Konfigurationsdialog über Bearbeiten / Profileinstellungen.

Abbildung 5: Im Gnome-Terminal können Sie unterschiedliche Profile einrichten. Mit dieser Konfiguration sollte es offensichtlich sein, wann Sie als "root" arbeiten.

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