Bibliografischer Apparat

Die meisten E-Books enthalten von Haus aus bibliografische Daten wie Autor, Titel, Erscheinungsjahr, Sprache oder behandelte Themen. Falls diese Daten fehlen oder unvollständig sind, bearbeiten Sie sie im mitgelieferten Editor (Abbildung 4). Praktisch sind dabei die Schaltflächen Vorherige und Nächste, mit denen das Katalogisieren Dutzender neuer Bücher nur ein paar Minuten dauert.

Abbildung 4: Mit dem Metadaten-Editor ergänzen Sie die bibliografischen Daten Ihrer E-Books entweder von Hand oder beziehen sie auf Knopfdruck von Onlinediensten.

Bevor Sie die Daten mühevoll von Hand eingeben, sollten Sie den Button Metadaten herunterladen ausprobieren, der Webdienste wie Amazon oder Google nach den Daten durchkämmt. Meist findet die Internetsuche auch ein Coverbild. Alternativ können Sie eine Grafik von der Festplatte dafür auswählen. Immer noch ansehnlicher als gar kein Cover ist das nach einem Klick auf Coverbild erstellen von Calibre erzeugte generische Bild mit aufgedrucktem Titel und Autor (Abbildung 3, oben Mitte).

Calibre konvertiert außerdem LibreOffice-, Microsoft-Word-, HTML- oder Textdateien sowie PDF-Dokumente in die zwei gängigen E-Book-Formate Epub und Mobi. Dabei tut die Software ihr Möglichstes, um nicht für kleine Bildschirme konzipierte Vorlagen für die Handy-Anzeige zu optimieren.

Eine Frage des Formats

Bei unformatierten Textdateien erkennt das Programm zum Beispiel einzelne Zeilen vor längeren Textblöcken als Überschriften. Die wegen ihrer festen Seitengröße auf kleinen Bildschirmen schwer lesbaren PDF-Dateien bricht Calibre so um, dass sie auf Smartphone-Displays ordentlich lesbar sind.

Das Programm bringt außerdem einen Editor für die auf HTML basierenden E-Book-Formate Epub und Mobi mit. Mit ihm lässt sich der HTML-Quellcode der eingebetteten Seiten bearbeiten. Zwar integriert er eine hilfreiche Vorschau, dennoch muss sich der Anwender mit HTML beschäftigen.

Einfacher ist es daher, eigene E-Books in LibreOffice zu erstellen und mit dem gut funktionierenden Konverter, der auch Abbildungen berücksichtigt, in ein E-Book zu verwandeln. Zu guter Letzt lädt Calibre die E-Books auf die Speicherkarte des angeschlossenen E-Book-Readers, Android-Phones oder Apple-Geräts. Um das fertige E-Book vorher zu begutachten, integriert die Software einen E-Book-Reader, den Sie über den Vorschau-Button aktivieren.

Ein eher ausgefallenes Feature ist die Nachrichtenabruf-Funktion: Wie ein RSS-Reader sammelt das Programm die Meldungen von Webseiten und konvertiert sie in ein E-Book. Dies bringt zwar kaum etwas für Smartphone-Besitzer, welche die Nachrichten mühelos mit dem Browser des mobilen Geräts betrachten können. Doch das Lesen der Nachrichten auf dem kontrastreichen Display eines E-Book-Readers schont die Augen von Zeitgenossen, die ohnehin genug Zeit vor dem Bildschirm verbringen.

Die Redaktion meint

Calibre eignet sich hervorragend, um große E-Book-Sammlungen aus unterschiedlichsten Quellen zu verwalten. Da das Programm LibreOffice-, HTML- und PDF-Dateien weiterverarbeitet, kann man es auch zum Erzeugen eigener E-Books nutzen.

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