Daten saugen

Schneller als das Eintippen von Hand geht die Abfrage aus dem Internet mit der CDDB-Suche (Abbildung 8). Wenn in den ausgewählten Dateien bereits ein Albumname eingetragen ist, genügt ein Klick auf den Button Suchen. Alternativ geben Sie im Reiter Manuelle Suche ein Schlagwort ein. In der Zeile Einsetzen in wählen Sie die Felder, die EasyTAG mit den Ergebnissen der Onlinesuche füllen soll.

Abbildung 8: Automatik statt Handarbeit: EasyTAG ergänzt die Tags auf Knopfdruck aus Onlinedatenquellen.

Die zweite leistungsfähige Automatisierungsfunktion des Programms ist der so genannte Scanner (Abbildung 9). Dieser scannt Datei- und Verzeichnisnamen und überträgt die Werte gemäß einem einstellbaren Schema in die Tags: %a/%b/%t legt zum Beispiel fest, dass der Unterordner auf der ersten Ebene den Namen der Band trägt, der folgende Unterordner den des Albums. Im Ordner liegen schließlich Dateien, die nach dem Musikstück benannt sind.

Abbildung 9: Der Scanner nutzt entweder Dateinamen und -pfade als Datenquelle für das Tagging oder benennt umgekehrt die Dateien den Tags entsprechend um.

Mit Hilfe der Legende im Dialog ist das Entwerfen eines solchen Zuordnungscodes einfach. Sie müssen lediglich auf die Position der Verzeichnistrenner / und eventuell anderer Trennzeichen wie einem - achten. Dabei entfernt das Programm auf Wunsch ungültige Zeichen oder glättet die Groß- und Kleinschreibung.

Die Redaktion meint

EasyTAG gefällt vor allem, weil es nicht ungefragt Dateien überschreibt. Es bietet außerdem eine leistungsfähige Onlinedatenabfrage sowie einen Scanner, der Dateipfade und -namen für die Tags auswertet.

Bewertung

4 von 5 Sternen

FileZilla 3.7.4.1: Remote-Dateimanager mit Protokollfunktion

Die Gnome- und KDE-Dateimanager sind trotz ihrer Netzwerkfähigkeit auf einen zügigen lokalen Einsatz hin optimiert. Das gute alte FTP-Programm FileZilla ist daher besser geeignet, wenn Sie lange Dateilisten per FTP oder SSH übertragen möchten und genaue Kontrolle beim Überschreiben der Dateien brauchen.

Die Dateimanager von KDE und Gnome unterstützen die Netzwerkprotokolle FTP und SFTP; Letzteres ist ein sicheres, verschlüsseltes Protokoll, das zwischen allen Rechnern funktioniert, auf denen Sie sich via Secure Shell (SSH) remote anmelden können. Ein klassisches FTP-Programm wie FileZilla (Abbildung 10) [9] wirkt daher heutzutage wie ein Anachronismus. Doch es gibt immer noch Einsatzszenarien, in denen das Programm die Dateimanager aussticht.

Abbildung 10: FileZilla ist ein klassisches FTP-Programm, das auch SFTP beherrscht. Durch sein Protokollfenster (unten) ist es gut für das Übertragen großer Dateisammlungen im Netz geeignet.

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