Ubuntu, Mint und Knoppix

Tipps und Tricks zu Ubuntu, Linux Mint und Knoppix

06.01.2014
Ubuntu, Linux Mint und Knoppix basieren auf der Distribution Debian – wir verraten Tricks und Kniffe, welche die Arbeit auf diesen Systemen angenehmer machen.

Tipp: Ubuntu, Knoppix, Mint: Arbeitsspeicher testen

Stürzt der Rechner oder ein einzelnes Programm immer wieder und nicht reproduzierbar ab, kann es sein, dass der Arbeitsspeicher (RAM) defekt ist. Mit Hilfe einer Ubuntu-CD oder -DVD, mit der Live-Distribution Knoppix oder einem Installationsmedium von Linux Mint testen Sie schnell, ob Ihre Hardware muckt. Alle drei Distributionen (und etliche weitere Linux-Systeme) bieten ebenfalls nach erfolgreicher Installation im Menü des Bootloaders Grub einen Eintrag, mit dem Sie den Arbeitsspeicher untersuchen.

Das Diagnosetool Memtest86+ [1] führt dazu neun verschiedene Stresstests durch, das heißt, es schreibt einige Muster in die Speicheradressen, liest diese wieder aus und vergleicht sie miteinander. Je nach Prozessorgeschwindigkeit und Speichergröße kann das Ganze mehrere Stunden dauern. Stimmt das ausgelesene Muster mit dem Original überein, ist die entsprechende Speicheradresse fehlerfrei. Den Vorgang wiederholt das Programm. Sind alle Adressen ohne Fehler, hat das Speichermodul wahrscheinlich keine Macke. Wird Memtest86+ fündig, muss das nicht zwangsläufig ein RAM-Problem bedeuten; es kann auch sein, dass die CPU oder das Mainboard defekt ist.

Um die Diagnose mit einer Ubuntu- oder Linux-Mint-CD/-DVD durchzuführen, booten Sie den Rechner von diesem Medium. Nach kurzer Zeit sehen Sie den Bootscreen. Wenn Sie hier keine Maus- oder Tastaturbewegungen ausführen, startet nach wenigen Sekunden die Distribution im Live-Modus. Drücken Sie also eine beliebige Taste. Bei Ubuntu wählen Sie nun zunächst die Sprache aus und blättern dann im Startmenü nach unten bis zum Eintrag Arbeitsspeicher testen. Unter Linux Mint gibt's keine Sprachauswahl; hier entscheiden Sie sich im Menü für Memory test. Die Live-Distribution Knoppix zeigt kurz nach dem Start den Bootprompt boot: an. Tippen Sie dort memtest, gefolgt von [Eingabe].

Ist auf Ihrem Rechner bereits Ubuntu oder Linux Mint installiert, halten Sie beim Start die Umschalttaste gedrückt, um das Auswahlmenü des Bootloaders einzublenden. Wechseln Sie mit den Pfeiltasten zum Eintrag Memory test (memtext86+) und drücken Sie [Eingabe]. Das Diagnosetool nimmt sofort die Arbeit auf (Abbildung 1). Sie steuern es über die Tastatur. Dazu blendet Memtest86+ am unteren Rand eine Hilfe ein: Über [Esc] beenden Sie den Test und starten den Rechner neu, und mit [C] konfigurieren Sie das Tool.

Abbildung 1: Das Diagnoseprogramm Memtest86+ prüft den Arbeitsspeicher auf Herz und Nieren.

Tipp: Linux Mint: Soundeffekte für den Desktop

Die neue Mint-Version mit dem Codenamen "Petra" hat wie ihre Vorgänger zwei Desktopumgebungen zu bieten: Der Gnome-3-Fork Cinnamon liegt nun in Version 2.0 vor, und die Gnome-2-Abspaltung Mate in Version 1.6. Die neue Cinnamon-Arbeitsumgebung spielt in der Voreinstellung kurze Klänge ab, wenn Sie sich an- oder abmelden, wenn Sie ein Programmfenster an den rechten oder linken Rand ziehen und es dort einrastet, wenn Sie ein Wechselmedium ein- oder ausstecken, und wenn Sie die Lautstärke allgemein ändern. Über die Cinnamon-Einstellungen verändern Sie die akustischen Signale, fügen weitere hinzu oder bringen den Desktop ganz zum Schweigen (Abbildung 2).

Klicken Sie unten links auf den Menüknopf und wählen Sie Einstellungen / Tonausgabe. Wechseln Sie dann zum Reiter Klangeffekte. Wenn Sie auf das Icon mit dem kleinen Pfeil neben einem Sound klicken, spielt Cinnamon den Ton ab. Die Schaltfläche, die den Namen der Audiodatei anzeigt, öffnet einen Dateiauswahldialog, in dem Sie einen alternativen Klang aussuchen können. Linux Mint hat die Cinnamon-Desktopklänge im Verzeichnis /usr/share/mint-artwork-cinnamon/sounds untergebracht. Zusätzlich zu den erwähnten Funktionen aktivieren Sie hier bei Bedarf Geräusche für neu geöffnete Programmfenster (Mapping windows) sowie für das Schließen (Closing windows), Minimieren (Minimizing windows) und Maximieren (Maximizing windows) eines Fensters.

Abbildung 2: Der neue Cinnamon-Desktop von Linux Mint 16 kommt mit diversen Klängen, die Sie in diesem Dialog ein- und ausschalten.

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