Know-how für die Kommandozeile

Shell-Tipps

Erfahrene Linux-Nutzer schwören auf flexible Kommandozeilentools, mit denen sie manche Aufgabe schneller bewältigen als in grafischen Programmen. Wir stellen interessante Anwendungen und Aufrufparameter vor, um auch Einsteiger zu einem Ausflug in die Shell zu ermutigen.

Tipp: Mutt: Mails an andere Empfänger weiterleiten

Eine Nachricht leiten Sie an einen anderen Benutzer weiter, indem Sie in Mutt die Taste [F] (wie engl. "to forward" = "weiterschicken, nachsenden") drücken. Am unteren Fensterrand erscheint dann die Aufforderung To:, und Sie können die Adresse oder ein Kürzel aus dem eigenen Mutt-Adressbuch eingeben. In der Voreinstellung bindet der Client die Ursprungsmail im Mail-Body wie ein Zitat ein, und Sie können sie verändern; am oberen Rand steht ein Hinweis Forwarded message from ... mit dem Namen des Absenders. Direkt darunter zeigt Mutt in vier Zeilen das Datum und die Uhrzeit, den Absender mit seiner Mailadresse, den ursprünglichen Empfänger und den Betreff (Abbildung 1). Eventuelle Anhänge unterschlägt der Textmailer bei dieser Vorgehensweise allerdings.

Abbildung 1: Weitergeleitete Mails sind in Mutt deutlich zu erkennen, denn der Client fügt entsprechende Hinweise in den Body der Nachricht ein.

Tipp: Mutt: Mails unverändert umleiten (Bounce)

Um angehängte Bilder oder Dokumente nachzusenden, können Sie die Ursprungsmail beispielsweise "bouncen", also einen so genannten Redirect veranlassen. Dazu drücken Sie [B], und Mutt blendet am unteren Rand diese Eingabeaufforderung ein:

Nachricht weiterleiten an:

Tippen Sie wieder einen Kurznamen aus dem Adressbuch oder eine Mailadresse ein und drücken Sie [Eingabe]. Mutt schickt die Nachricht nun in unveränderter Form – also mit allen Anhängen und dem Header – auf die Reise. Der Nachteil: Eine so umgeleitete Mail können Sie vorher nicht begutachten oder vielleicht einen ergänzenden Text hinzufügen.

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