Linux-Tipps

Kniffe, die Sie kennen sollten

06.01.2014
In dieser Ausgabe stellen wir den Dienst Wifis.org und Thunderbird-Add-ons vor, mit denen Sie Ihre Post um- sowie weiterleiten, die Ansicht sortieren und die Mails in den Ordnern zählen. Außerdem zeigen wir, wie Sie Chrome aufräumen, einen Online-Portscan durchführen und Ihre IP-Adresse ermitteln.

Tipp: Wifis.org: Mailadresse fürs eigene WLAN

Wenn Sie daheim ein drahtloses Netzwerk (WLAN) betreiben, dann haben Sie dem Funknetz vielleicht selbst eine SSID gegeben, beispielsweise den Familiennamen oder etwas anderes Fantasievolles. Der Berliner Entwickler Mathias Nitzsche hatte die pfiffige Idee, SSIDs von Funknetzen zur Kontaktaufnahme zu nutzen, und gründete 2011 den Dienst Wifis.org [1]. Ein Google- oder Facebook-Konto vorausgesetzt, registrieren Sie auf der Webseite eine Adresse der Form wifis.org/IhrWunschname, wif.is/IhrWunschname oder IhrWunschname.wifis.org die Sie dann Ihrem heimischen WLAN als Namen zuordnen können. Betreiben Sie mehrere WLAN-Netzwerke, unterscheiden Sie diese durch angehängte Suffixe, etwa wifis.org/IhrWunschname/dsl, wifis.org/IhrWunschname/mobil und so weiter.

Der Clou daran: Gibt jemand Ihre SSID im Browser als Adresse ein, öffnet sich ein Kontaktformular, über das andere Ihnen eine E-Mail senden können, ohne dass Sie dabei Ihre wahre Identität preisgeben müssen (Abbildung 1). Die Nutzung von Wifis.org ist kostenlos. Der Dienst speichert laut eigenen Angaben die Wifis.org-Namen, die Mailadressen und die erhaltenen Nachrichten.

Abbildung 1: Mit Wifis.org richten Sie die SSID des eigenen Funknetzes als Mailadresse ein und nehmen Kontakt zu anderen WLAN-Betreibern auf.

Tipp: Chrome: Den Browser entrümpeln

Im Laufe der Zeit sammelt sich im Browser einiges an Daten an: Passwörter, Formularinhalte und auch eine Liste von kürzlich besuchten Webseiten. Den Verlauf nutzt Chrome auch dazu, beim Eintippen von URLs Vorschläge zur automatischen Vervollständigung zu unterbreiten. Während Firefox zahlreiche Möglichkeiten bietet, die Speicheroptionen schon im Vorfeld zu beeinflussen, hat Chrome etwas weniger dazu in petto. Dafür glänzt der Google-Browser, wenn es darum geht, die Ablage im Nachhinein gezielt zu löschen.

Um Chrome aufzuräumen, klicken Sie rechts oben im Programmfenster auf das Menü und wählen Verlauf (Tastenkombination [Strg]+[H]). In der folgenden Liste, die Sie über das Eingabefeld rechts oben auch durchsuchen können, entfernen Sie einzelne Einträge mit einem Klick auf das Pfeilsymbol und der Option Aus Verlauf entfernen. Sie dürfen auch mehrere Rubriken per Klick in die Checkboxen markieren und dann die Schaltfläche Ausgewählte Einträge entfernen betätigen.

Einen richtig gründlichen Hausputz führen Sie über den Button Browserdaten löschen durch, der sich ebenfalls oben im Programmfenster befindet. Im folgenden Dialog entfernen Sie nicht nur den Browserverlauf mit einem Klick, sondern beseitigen zusätzlich Cookies, leeren die Downloadliste, löschen den Cache und bei Bedarf sogar gespeicherte Passwörter (Abbildung 2). In der Voreinstellung entfernt Chrome nur die Daten der letzten Stunde. Im Drop-down-Menü finden Sie den Eintrag Gesamter Zeitraum, der alles löscht.

Abbildung 2: Über diesen Dialog räumen Sie Chrome gründlich auf und entfernen sämtliche gespeicherten Daten aus der Ablage.

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