KDE-Tipps

Besser arbeiten mit KDE

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KDE ist der Standard-Desktop von OpenSuse und Kubuntu, und auch EasyLinux empfiehlt regelmäßig, damit zu arbeiten. In unseren KDE-Tipps stellen wir Ihnen in jeder Ausgabe einige Features des Desktops und seiner Anwendungen vor, die Sie vielleicht noch nicht kennen.

Tipp: KDE-Desktop-Effekte beschleunigen

Die Effekte, mit denen KDE den Desktop aufhübscht, wirken im Vergleich mit anderen Desktop-Umgebungen eher langsam. Das liegt nicht daran, dass KDE weniger performant als die direkten Konkurrenten im Desktop-Geschäft wäre: Lediglich eine einzelne Einstellung bestimmt die Geschwindigkeit, mit der die Standardeffekte in KDE über den Bildschirm flimmern, und die steht ab Werk auf Normal, was im Vergleich zu anderen Umgebungen aber eher langsam wirkt.

So ist es per Konfigurationsänderung möglich, den kompletten KDE-Desktop gefühlt um mehrere Größenordnungen schneller zu machen:

  1. Geben Sie im Suchfeld des Startmenüs Arbeitsflä ein und rufen Sie aus der Trefferliste den Eintrag Arbeitsflächen-Effekte auf.
  2. Animationsgeschwindigkeit ist der Eintrag, nach dem Sie suchen: Wählen Sie hier statt Normal besser Schnell aus – nach einem Klick auf Anwenden wird Ihnen unmittelbar auffallen, dass z. B. der Pop-up-Effekt des Startmenüs deutlich geschmeidiger aussieht.

Die Änderung bezieht sich jedoch nicht nur auf das Startmenü, auch andere KDE-Effekte profitieren von der Umstellung, darunter etwa die Größenänderung beim Maximieren eines Fensters. Man fragt sich eigentlich nur, warum das KDE-Projekt die Normal-Geschwindigkeit bevorzugt, die gefühlt so viel langsamer ist und den Desktop einen sehr trägen Gesamteindruck vermitteln lässt.

Wenn Sie im selben Fenster unter Effekt für den Arbeitsflächenwechsel die Einstellung von Gleiten auf Kein Effekt umstellen, erscheinen die Fenster auf dem Ziel-Desktop rasend schnell – während sie in der Standardkonfiguration gemütlich von einer Seite herein fahren.

Mit [Alt]+[Umschalt]+[F12] können Sie auch vorübergehend alle Desktop-Effekte ausschalten, um mal zu testen, wie sich KDE ohne ressourcenintensive Animationen anfühlt. Mit derselben Tastenkombination schalten Sie die Effekte auch wieder ein. Funktioniert das bei Ihnen nicht, ist vielleicht ein anderer Hot key eingestellt – das verrät ein Blick in die rechte obere Ecke des Konfigurationsfensters, in der Sie die Tastenkombination ändern können.

Tipp: Mehr Desktops für Kubuntu und OpenSuse

Die so genannten virtuellen Desktops haben dank immer größerer Monitore teilweise ihren Charme verloren; doch sind sie auch bei riesigen Displays noch nützlich. Wer seine Fenster gerne organisieren möchte – z. B. nach Programmart oder nach der gerade erledigten Aufgabe – kann das mit kaum einem Werkzeug so gut tun wie mit virtuellen Desktops.

Kubuntu ist so vorkonfiguriert, dass es nur eine einzige Arbeitsfläche gibt – damit liegen alle Fenster stets auf demselben Desktop. Wenn Sie es nicht anders kennen, vermissen Sie vielleicht auch nichts, aber probieren Sie doch trotzdem mal die Arbeit mit mehr als einem Desktop aus. OpenSuse-Anwender können diesen Tipp auch nutzen, um die vorgegebene Zahl der Arbeitsflächen zu erhöhen.

  1. Öffnen Sie das Startmenü und geben Sie im Suchfeld Arbeitsfl ein. In der Liste der Treffer klicken Sie den Eintrag Virtuelle Arbeitsflächen an.
  2. Es erscheint ein Einstellungsfenster, auf dessen erstem Reiter Arbeitsflächen Sie angeben können, wie viele Desktops Sie verwenden möchten. Für den Anfang reichen vielleicht vier; einer der drei Autoren dieses Artikels hat sich angewöhnt, mit zwölf Desktops zu arbeiten. Die obere Schranke liegt bei 20, aber dann wird er schwierig, sich zu merken, auf welchem Desktop die Fenster welcher Anwendung liegen.

    Stellen Sie zunächst unter Zahl der Arbeitsflächen ein, wie viele Desktops Sie verwenden wollen (im Beispiel: vier).

  3. Abschließend können Sie die Flächen noch in einem Gitter anordnen. Haben Sie, wie vorgeschlagen, vier Desktops ausgewählt, bietet sich ein 2x2-Gitter an – dazu geben Sie unter Zeilenanzahl den Wert 2 an. Diese Aufteilung führt dazu, dass die erste Arbeitsfläche "links oben", die zweite "rechts oben", und die dritte und vierte jeweils "links unten" bzw. "rechts unten" liegen. Für zwölf Desktops empfehlen sich drei Zeilen (also jeweils vier Desktops pro Zeile).
  4. Bestätigen Sie die Änderungen mit einem Klick auf Anwenden. Lassen Sie das Fenster zunächst geöffnet – eventuell benötigen Sie es gleich noch mal.

Jetzt können Sie über [Strg]+[F1] bis [Strg]+[F6] die ersten sechs Desktops erreichen – Fenster finden Sie zunächst nur auf den ersten Desktop. Öffnen Sie auf einem leeren Desktop über das Startmenü eines oder mehrere Programmfenster und wiederholen Sie den Vorgang auf weiteren Desktops. Wechseln Sie dann von Desktop zu Desktop: So schön aufgeräumt waren Ihre Fenster noch nie. Bei OpenSuse sehen Sie übrigens links unten in der Startleiste eine grafische Darstellung des Rasters (Abbildung 1) und können die kleinen Rechtecke auch anklicken, um den Desktop zu wechseln.

Abbildung 1: Zwölf Desktops unter OpenSuse – das kleine Raster zeigt, wo sich Fenster befinden.

Bei Kubuntu fehlt diese Desktopübersicht. Klicken Sie unten rechts auf das Plasma-Kontrollsymbol neben der Uhr und dann auf Miniprogramme hinzufügen. In der Liste der Programme wählen Sie den Arbeitsflächen-Umschalter aus. Ziehen Sie das Symbol an die Stelle in der KDE-Leiste, wo Sie das Raster sehen möchten – z. B. neben das Startmenü (wie bei OpenSuse).

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