KDE 4.11.2 und Unity 7 im Vergleich

KDE oder Unity

Wer unter Linux arbeitet, der hat bekanntlich die Wahl zwischen mehreren Desktopumgebungen. Doch wie einsteigertauglich sind diese? In unserem Artikel vergleichen wir zwei sehr unterschiedliche Vertreter: KDE mit seiner Funktions- und Konfigurationsvielfalt und Canonicals minimalistischen Unity-Desktop.

Unity ist eng mit dem Ubuntu-Projekt verknüpft und derzeit auch nur auf Ubuntu einsetzbar. KDE hingegen können Sie auf jeder großen Distribution installieren (sogar auf Ubuntu, auch wenn Sie dann lieber zu dessen KDE-Variante Kubuntu greifen sollten). KDE ist aus historischen Gründen eng mit dem Namen Suse verbunden; es liegt daher nahe, für das standardmäßig installierte KDE OpenSuse zu nutzen.

Historisches

Unity ist eine von Canonical explizit für Ubuntu entwickelte, unter der GPLv3 lizenzierte Desktopumgebung und soll ab Version 8 auf PCs, Laptops, Netbooks, Tablets und dem Ubuntu-Phone eine einheitliche (Touch-)Bedienung gewährleisten. Standardmäßig ausgeliefert wird Unity 8 mit der nächsten Ubuntu-LTS-Version 14.04 im April 2014 (es kann aber auch jetzt schon testweise installiert werden). KDE ist die älteste, funktionsreichste und ausgereifteste Desktopumgebung für Linux (die Version 1.0 erschien 1998). Seit 2009 steht KDE nicht mehr für "K Desktop Environment", sondern nur für die Entwicklergemeinschaft, während das eigentliche Programmpaket "KDE Software Compilation" (KDE SC) heißt. Wir verwenden für diesen Artikel die Version 4.11 und der Einfachheit halber die Bezeichnung KDE.

Unity 7 und der Datenschutz

Unity-Nutzer sollten wissen, dass sich die Desktopsuchfunktion bei Unity standardmäßig auch auf Onlineshops wie Amazon und einige andere Quellen im Netz erstreckt, was aus Datenschutzgründen bedenklich ist (siehe auch die Ubuntu-Tipps in dieser Ausgabe). Dabei leitet Unity einen Teil der Suchanfragen – immerhin verschlüsselt – über einen von Ubuntu betriebenen Proxyserver. Laut der zugrunde liegenden Datenschutzerklärung [2] landen einige Suchanfragen aber auch direkt beim jeweiligen Drittanbieter. Immerhin beschränken sich die übermittelten Daten auf die Suchbegriffe und die IP-Adressen und lassen sich nicht konkret einzelnen Benutzern zuordnen. Sie können diese Funktion in den Unity-Systemeinstellungen deaktivieren, zu erreichen über das Schraubenschlüssel-Symbol im Dock, in der Kategorie Sicherheit & Datenschutz auf dem Reiter Suche (Abbildung 1).

Abbildung 1: So deaktivieren Sie die in Unity voreingestellteaktive Datenübermittlung.

Diesen Artikel als PDF kaufen

Express-Kauf als PDF

Umfang: 6 Heftseiten

Preis € 0,99
(inkl. 19% MwSt.)

LinuxCommunity kaufen

Einzelne Ausgabe
 
Abonnements
 
TABLET & SMARTPHONE APPS
Bald erhältlich
Get it on Google Play

Deutschland

Ähnliche Artikel

  • Gnome und KDE mit AWN und Cairo Dock ausbauen
    Dank OpenGL-Effekten und Transparenz verleihen der Avant Window Manager und GLX-Dock dem Desktop eine brillante Note.
  • Alter Name, neuer Desktop: Gnome 3
    Der Wechsel auf Gnome 3 ist für Anwender ein großer Schritt: Konzept und Philosophie von Gnome 3 unterscheiden sich deutlich vom Vorgänger. Gnome-Freunde müssen sich entscheiden, ob sie erheblichen Lernaufwand in die Bedienung eines quasi neuen Desktops investieren oder sich mit der gleichen Energie besser der Konkurrenz KDE 4.7 zuwenden. Wir helfen bei der Entscheidung.
  • Ubuntus neuer Desktop
    Wer sich auf die Tastaturkürzel von Unity einlässt, bekommt unter Ubuntu nicht nur einen schnellen, sondern auch effizienten Desktop.
  • Miniprogramme sinnvoll nutzen
    KDE setzt auf Plasmoiden, um die Arbeit mit der Oberfläche komfortabel zu gestalten. Das sind kleine Hilfsprogramme, die Sie auf dem Desktop verankern und damit ständig zur Verfügung haben. Wir stellen eine Auswahl nützlicher Plasmoiden vor.
  • Der KDE-Desktop
    Der KDE-Desktop ist der Konkurrenz inzwischen eine Nasenlänge voraus und macht richtig Spaß. Wir erklären, was Sie über den Desktop wissen müssen.
Kommentare

Infos zur Publikation

EL 03/2016: Sicher im Internet

Digitale Ausgabe: Preis € 9,80
(inkl. 19% MwSt.)

EasyLinux erscheint vierteljährlich und kostet 9,80 Euro. Weitere Infos zum Heft finden Sie auf der Homepage.

Das Jahresabo kostet ab 33,30 Euro. Details dazu finden Sie im Computec-Shop.

Bei Google Play finden Sie digitale Ausgaben für Tablet & Smartphone.

HINWEIS ZU PAYPAL: Die Zahlung ist ohne Paypal-Konto ganz einfach per Kreditkarte oder Lastschrift möglich!      

Aktuelle Fragen

Scannen nicht möglich
Werner Hahn, 19.08.2016 22:33, 3 Antworten
Laptop DELL Latitude E6510 mit Ubuntu 16,04, Canon Pixma MG5450. Das Drucken funktioniert, Scann...
Wie kann man das berichtigen
Udo Muelle, 17.07.2016 20:39, 1 Antworten
Fehlschlag beim Holen von http://extra.linuxmint.com/dists/rosa/main/binary-i386/Packages Hash-S...
Installation Genimotion
Horst Müller, 15.07.2016 17:00, 1 Antworten
Hallo, ich kann Genimotion nicht installieren. Folgende Fehlermeldung habe ich beim Aufruf erh...
Probleme beim Hochfahren der Terastaion 5400 mit Unix-Distrib
Sheldon Cooper, 10.07.2016 09:32, 0 Antworten
Hallo ihr lieben, habe seit zwei Tagen das Problem, das das NAS (Raid5) nicht mehr sauber hoch...
Mit Firewire Videos improtieren?
Werner Hahn, 09.06.2016 11:06, 5 Antworten
Ich besitze den Camcorder Panasonic NV-GS330, bei dem die Videos in guter Qualität nur über den 4...