Heft-DVD: OpenSuse 13.1 installieren

Bei Suse schlägt's 13

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Mit OpenSuse 13.1 installieren und nutzen Sie Linux gewohnt komfortabel. Die Heft-DVD enthält die 64-Bit-Version, die sich auch auf modernen UEFI-PCs nutzen lässt.

Mit dieser Anleitung verwandeln Sie Ihren PC oder Laptop in unter einer Stunde in einen Linux-Rechner. Es spielt dabei keine Rolle, ob auf dem Rechner bereits eine andere Linux-Version oder Windows vorinstalliert ist: OpenSuse verträgt sich mit allen Betriebssystemen.

Aller Anfang

Wenn Sie den Ablauf einer Linux-Installation bereits kennen, starten Sie einfach den Rechner mit eingelegter OpenSuse-Heft-DVD neu und folgen den Anweisungen der Installationsroutine. Sind Sie bei einem Punkt unsicher, nutzen Sie die Hilfefunktion des Installationsprogramms YaST oder schauen in diesem Artikel nach.

Wird dies Ihre erste Linux-Installation, lesen Sie diese Anleitung am besten zunächst komplett und starten die Installation erst im Anschluss. Planen Sie die Parallelinstallation von OpenSuse, Kubuntu und Windows auf einer Platte, empfiehlt sich zusätzlich unser Artikel über Multi-Boot-Systeme [3]. Wenn Sie einen der neuen Rechner mit UEFI (statt BIOS) und vorinstalliertem Windows 8 besitzen, lesen Sie ergänzend den Artikel über Linux und Windows 8 auf UEFI-Rechnern [5]. Beide Artikel sind online verfügbar. Hinweise zur 32-Bit-Version von OpenSuse (die Sie für Rechner mit einem alten Prozessor benötigen) finden Sie im Kasten 32 oder 64 Bit.

32 oder 64 Bit?

Auf der Heft-DVD finden Sie die 64-Bit-Version von OpenSuse 13.1. Unsere DVD eignet sich zur Installation auf praktisch allen PCs mit einer 64-bittigen CPU von Intel, AMD oder Via, allerdings sollte Ihr Rechner über mindestens 512 MByte Hauptspeicher (RAM) und einen mindestens 500 MHz schnellen Prozessor verfügen. (Die Empfehlungen liegen bei mindestens 1 GByte RAM und 2,4-GHz-CPU.)

Haben Sie noch eine 32-Bit-CPU, können Sie die 64-Bit-Variante nicht verwenden; dann müssen Sie für die Installation ein ISO-Image von der OpenSuse-Seite herunterladen, das die älteren CPUs unterstützt: Das passende DVD-ISO-Image heißt openSUSE-13.1-DVD-i586.iso.

EasyLinux unterstützt nur noch die Einrichtung und den Betrieb von 64-Bit-Versionen – praktisch alle aktuellen PCs sind mit dem BIOS-Nachfolger UEFI ausgestattet, und eine Parallelinstallation von Windows 8 und 32-Bit-Linux ist nicht möglich. Die Einrichtung der 32-Bit-Version funktioniert aber genauso wie die in diesem Artikel beschriebene Installation.

Installation von der Heft-DVD

Arbeiten Sie auf Ihrem PC bereits mit einer älteren Version von OpenSuse, müssen Sie das System nicht neu installieren, sondern können ein Upgrade durchführen. Details dazu lesen Sie im Kasten Upgrade mit "zypper". Wichtig ist hier, dass der Upgrade-Mechanismus nur funktioniert, wenn alte und neue OpenSuse-Version dieselbe Prozessorarchitektur (32 Bit oder 64 Bit) verwenden. Beachten Sie, dass wir voraussetzen, dass Ihr PC ein klassisches BIOS (und keine neue UEFI-Firmware) verwendet. Wenn Sie sich hier nicht sicher sind, lesen Sie den UEFI-Artikel [5].

Für eine Neuinstallation legen Sie die Heft-DVD ein und starten den Rechner neu. Sie sehen dann den OpenSuse-Bootbildschirm (Abbildung 1). Startet beim Booten nicht automatisch die DVD, müssen Sie zunächst einige Einstellungen im BIOS Ihres Rechners ändern. Drücken Sie dazu beim Start des Rechners je nach Hersteller die Taste [Entf],[F2] oder [F1], damit Sie in die BIOS-Konfiguration gelangen; meist finden Sie in den Einschaltmeldungen einen kurzen Hinweis, welche Taste Sie dafür drücken müssen. Dann ändern Sie unter Advanced BIOS Options oder Boot die Reihenfolge der Laufwerke so, dass das CD-/DVD-Laufwerk an erster Stelle steht (First Boot Device).

Abbildung 1: Im Boot-Menü der Heft-DVD drücken Sie F2, um die Sprache auf Deutsch umzustellen.

Neben der Installation befinden sich im Bootmenü, das Sie zunächst mit [F2] und Auswahl von Deutsch auf deutsche Sprache umstellen, noch weitere Einträge, um den Rechner auf Hardwareprobleme zu überprüfen (Speichertest und Firmware-Test) bzw. um bei Problemen ein Linux-System von der DVD zu starten (Rescue System). Haben Sie den Verdacht, die DVD sei beschädigt, nehmen Sie Kontakt mit der Redaktion auf (cdredaktion@easylinux.de). Defekte DVDs ersetzen wir Ihnen kostenlos.

Wenn Sie keinen Eintrag auswählen, startet nach einigen Sekunden automatisch das auf der Festplatte installierte System. Um OpenSuse zu installieren, wählen Sie über die Pfeiltasten den Eintrag Installation aus und drücken [Eingabe].

Upgrade mit "zypper"

OpenSuse bietet die Möglichkeit eines offiziellen Distributionssprungs über das Kommandozeilentool zypper. Möchten Sie die Version 12.3 auf 13.1 auffrischen, ohne dazu über die DVD zu installieren, starten Sie zunächst im installierten System YaST und ändern über Software / Repositories verwalten bei sämtlichen Paketquellen den Pfad von 12.3 zu 13.1. Erfahrene Nutzer können diesen Schritt auch auf der Kommandozeile vornehmen. Achten Sie darauf, dass mindestens die Software-Verzeichnisse oss und update aktiviert sind.

Falls Sie Packman oder andere zusätzliche Repositories (etwa für 3-D-Treiber von ATI oder Nvidia) nutzen, dann sollten Sie diese auch auf Version 13.1 umstellen. Die Repositories für ATI und Nvidia sind hier zu finden: http://geeko.ioda.net/mirror/amd-fglrx/openSUSE_13.1/ (für ATI/AMD) und ftp://download.nvidia.com/opensuse/13.1/ (für Nvidia).

Haben Sie die Repositories auf Version 13.1 angepasst, öffnen Sie ein Terminalfenster und geben hier folgende Befehle ein:

sudo zypper refresh
sudo zypper dup -d
sudo zypper dup

Der erste Befehl frischt die Liste der verfügbaren Pakete auf, der zweite lädt sämtliche Updates herunter, und der dritte installiert dann die Pakete. Nach einem Neustart sollte Ihr System auf dem aktuellsten Stand sein. Alternativ zu diesem Update auf der Kommandozeile können Sie Ihr System auch ganz normal über YaST aktualisieren, wie im Abschnitt Willkommen bei YaST beschrieben.

Alternativ ist auch über die Heft-DVD ein Upgrade möglich, bei der Aktualisierung haben Sie dann aber eventuell keinen Zugriff auf das Internet, was das Nachinstallieren benötigter ATI- oder Nvidia-Treiber angeht [4].

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