Tipp: Ubuntu: Cloud-Dienst Ubuntu One deinstallieren

Seit 2009 bietet die Firma Canonical einen Cloud-Service für ihre Distribution an, und seit Ubuntu 10.04 ist dieser fester Bestandteil der Distribution. In der kostenlosen Variante erhalten Nutzer 5 GByte Onlinespeicher, können dort gezielt Dateien freigeben und mit anderen austauschen, über den Music Store Musik kaufen und vieles mehr. Eine Integration in die Kontrollleisten der einzelnen Desktopumgebungen und Dateimanager ist inzwischen ebenfalls Bestandteil.

Möchten Sie diesen Dienst nicht nutzen und wollen sogar alle Bestandteile von Ihrer Ubuntu-Installation entfernen, erledigen Sie das mit einem einzigen Aufruf in einem Terminalfenster oder auf einer der virtuellen Konsolen:

sudo apt-get purge ubuntuone*

Das Kommando entfernt alle Pakete, deren Name mit ubuntuone beginnt, mitsamt allen systemweiten Einrichtungsdateien und Abhängigkeiten.

Tipp: Knoppix: Windows-8-Partitionen mounten

Wenn Sie die Live-CD auf einem Windows-8-Rechner booten und versuchen, die NTFS-Partition per Mausklick über den Dateimanager oder auf der Kommandozeile mit ntfs-3g ins Dateisystem einzuhängen, kann es sein, dass Sie ein Dialogfenster wie aus Abbildung 7 sehen. Schuld daran ist die neue Schnellstart-Funktion von Windows 8, die in der Voreinstellung aktiviert ist. Sie sorgt dafür, dass das Betriebssystem nicht komplett herunterfährt, wenn Sie es abschalten, sondern in einen speziellen Ruhezustand wechselt. Dieser speichert Informationen zur Sitzung und damit auch auch den Cache mit dem aktuellen Zustand der Dateisysteme im einem Speicherabbild.

Bearbeiten Sie während eines solchen Ruhezustands das NTFS-Dateisystem, führt das zu Schäden und gegebenenfalls Datenverlust. Knoppix erkennt den Ernst der Lage und enthält einen Patch für den NTFS-3G-Treiber. Das Programm /bin/ntfs-3g hat Entwickler Klaus Knopper durch ein Wrapper-Skript ersetzt, das testet, ob eine Windows-Hibernate-Datei vorhanden ist. In dem Fall bietet es im Dialogfenster an, den Vorgang abzubrechen, die Partition nur lesend einzubinden oder die Hibernate-Datei (hiberfil.sys) zu löschen und dann die Partition mit Lese- und Schreibrechten einzuhängen. Letzteres sorgt dafür, dass Windows beim nächsten Booten sauber neustartet: Das Dateisystem bleibt bei dieser Variante unbeschädigt.

Abbildung 7: Beim Zugriff auf NTFS-Partitionen erkennt Knoppix, dass Windows 8 im Ruhezustand ist, und bietet verschiedene Lösungsansätze.

Wenn Sie häufig mit der Live-Distribution oder einem echten Dual-Boot-System mit Linux und Windows 8 arbeiten, dann sollten Sie überlegen, ob Sie das Schnellstart-Feature einfach deaktivieren. Dazu öffnen Sie die Systemsteuerung und wechseln zu den Energieoptionen. Klicken Sie Netzschalterverhalten ändern an und dort auf Einige Einstellungen sind momentan nicht verfügbar, um unten im Dialog die Checkbox Schnellstart aktivieren einzublenden. Entfernen Sie das Häkchen. Lassen Sie außerdem den Ruhezustand (im Drop-down-Menü darüber) ausgeschaltet oder deaktivieren Sie diesen, falls er konfiguriert war. Anschließend benötigt Windows 8 zwar etwas länger beim Booten, aber die NTFS-Partitionen können Sie nun problemlos unter Linux lesen und schreiben.

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