Tipp: Mint: Geschwindkeit der Paketquellen testen

Das grafische Programm Software Sources zur Verwaltung der Paketquellen starten Sie entweder aus dem Hauptmenü (Abteilung Einstellungen) heraus oder über die Softwareverwaltung (Bearbeiten / Softwarequellen). Die Entwickler haben dem Tool ein interessantes Feature spendiert und für die einzelnen Mirrors ("Spiegel"-Server) mit den Paketen einen Geschwindigkeitstest eingeführt. Klicken Sie im Bereich Offizielle Paketquellen rechts auf einen der beiden Einträge für die Spiegelserver, dann öffnet sich ein Dialogfenster, das alle Mirror-Adressen nach Ländern sortiert auflistet.

In der Mitte steht die URL, und rechts erscheint nach kurzer Zeit ein farbiger Balken, der anzeigt, wie gut ein Mirror erreichbar ist. Dabei steht Grün für eine sehr gute Performance, Hellgrün für gut; die Schattierungen wandeln sich danach von Gelb über Orange bis hin zu Rot. Server, die nicht erreichbar sind, erhalten gar keine Farbe. Per Mausklick auf die Spalte Geschwindigkeit sortieren Sie die Anzeige nach diesem Kriterium und sehen so schnell auf einen Blick, welchen der Mirrors Sie über die Schaltfläche Apply auswählen sollten (Abbildung 4).

Abbildung 4: Das neue Tool zur Verwaltung der Mint-Mirrors sortiert die Anzeige und zeigt so, welcher Server am besten erreichbar ist.

Tipp: Knoppix: Anonymisierungs-Netzwerk Tor nutzen

Viele Betreiber von Webseiten sammeln Daten über ihre Besucher und protokollieren auch deren IP-Adressen. Auch wenn nicht immer böse Absicht dahinter steckt, möchten viele Anwender ihre Anonymität im Netz wahren. Eine Möglichkeit, die eigene IP-Adresse zu verbergen, bietet Tor [4], das auch der Artikel ab Seite 54 bespricht. Es handelt sich um ein Netzwerk mit vielen zufällig miteinander verknüpften Proxy-Servern, das Anfragen Ihres Browsers entgegennimmt, sie an den Webserver mit der Seite leitet und von dort die Antwort wieder über die zwischengeschalteten Proxies zurückschickt. Der Webserver der Gegenseite, der die Client-IP-Adressen protokolliert, erhält also nicht länger Ihre Adresse, sondern nur die des letzten Rechners in der Proxykette – die des so genannten Exit Nodes.

Die Tor-Software erlaubt Ihnen, mit dem eigenen Rechner als Client das Anonymisierungsnetzwerk zu nutzen und damit die eigene IP-Adresse zu verschleiern. Optional können Sie auch aktiv daran teilnehmen und den Computer als Proxy konfigurieren, der das Netzwerk unterstützt. Letzteres ist jedoch ein fortgeschrittenes Thema; außerdem stellt Sie das vor Probleme, wenn andere Nutzer urheberrechtlich geschützte Inhalte austauschen und Ihr eigener Rechner als Exit Node auftaucht.

Den Knoppix-Versionen 7.1 (lag dem Linux-Magazin 04/2013 bei) und 7.2 (aktuelle Ausgabe vom Juni 2013) hat der Entwickler Klaus Knoppix einen neuen Eintrag für das Knoppix-Menü spendiert: Mit einem Klick auf TOR Proxy starten Sie Vidalia [5], die grafische Benutzeroberfläche zur Steuerung von Tor. In der Voreinstellung nimmt Ihr Knoppix-Rechner als reiner Client teil. Vidalia tritt sofort nach dem Start in Kontakt mit dem Tor-Netzwerk und schaltet den Zugang frei. Im Hauptfenster sollten Sie nach kurzer Zeit den Hinweis Verbindung zum Tor-Netzwerk hergestellt sehen (Abbildung 5). Der folgende Tipp zeigt, wie Sie unter Knoppix die mitgelieferten Webbrowser zum anonymen Surfen einrichten.

Abbildung 5: Aktuelle Knoppix-Versionen integrieren das Anonymisierungsnetzwerk Tor. Über das Knoppix-Menü rufen Sie die grafische Benutzeroberfläche Vidalia auf den Plan.

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