Schnappschüsse

Eine Hervorhebung des zu beschreibenden Buttons oder Menüpunkts macht den Screenshot aber deutlich aussagekräftiger. Doch Grafikprogramme wie Inkscape erweisen sich für das Hinzufügen einfacher Rahmen oder Erläuterungen als viel zu unhandlich. Leichter und schneller geht das mit dem Screenshot-Annotationsprogramm HotShots (Abbildung 6) [5].

Abbildung 6: Der einfach zu bedienende HotShots-Editor hebt Bereiche in Screenshots hervor. Besonders praktisch sind die optisch ansprechenden Nummernsymbole.

Zunächst gestaltet das Programm das Abfotografieren des Bildschirminhalts komfortabler als die Drucktaste: Sie dürfen wählen, ob Sie den ganzen Bildschirm, ein bestimmtes Programmfenster, einen rechteckigen oder einen frei geformten Bereich ablichten möchten. In den Einstellungen legen Sie danaben fest, ob der Schnappschuss eines Fensters dessen Titelleiste einschließt. So müssen Sie den Screenshot nicht mehr nachträglich beschneiden.

Die Verzögerungsfunktion (Snapshot Delay) hilft, wenn Sie geöffnete Menüs abfotografieren möchten, denn diese klappen zu, wenn Sie auf den Take a new snapshot-Button in der Screenshot-Software klicken. Stellen Sie dazu also eine Verzögerung von einigen Sekunden ein, lösen Sie den Schnappschuss aus und öffnen Sie dann das Menü mit der Maus.

Hervorheben und Verbergen

Ein Klick auf das Bleistift-Icon öffnet den Screenshot im Editor. Bei diesem handelt es sich um ein kleines Zeichenprogramm mit erstaunlich vielen Features: Es zeichnet Geraden, Kurven, Pfeile, Rechtecke und Ellipsen, und es fügt Text für Beschreibungen ein. Auch Bilder aus anderen Programmen lassen sich einbauen.

Dazu kommen speziell auf das Annotieren von Screenshots zugeschnittene Funktionen: Die Lupe vergrößert z. B. Bildausschnitte. Diesen Effekt erreichen Sie in einem gewöhnlichen Bildbearbeitungsprogramm nur mit wesentlich mehr Aufwand. Die Nummerieren-Funktion fügt mit einem Mausklick optisch ansprechende durchnummerierte Aufzählungszeichen ein, etwa um in einem beschreibenden Text auf bestimmte Elemente der Programmoberfläche zu verweisen.

Manchmal enthalten Screenshots persönliche Daten wie Namen, E-Mail-Adressen oder gar Passwörter, die Sie besser unleserlich machen. Mit dem Unschärfen- oder Verstreuen-Werkzeug in Gimp erreichen Sie zwar, dass der Text noch in Umrissen erkennbar bleibt, aber nicht mehr zu entziffern ist – meist aber erst nach mehrfachem Ausprobieren der richtigen Effektstärke. In HotShots dagegen ist das Verwischen auf die richtige Stärke voreingestellt.

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