Xombrero – tastaturgesteuerter Browser

Der minimalistische Webbrowser Xombrero beschleunigt das Surfen im Internet sowohl durch seinen geringen Ressourcenverbrauch als auch durch eine konsequent durchgehaltene Tastatursteuerung.

Es gibt schnellere Browser als den mit einer Unzahl an Features ausgestatteten Firefox. Das minimalistische Programm Xombrero (Abbildung 9) [8] ist ein solcher: Im Test verbrauchte er nie mehr als 100 MByte Arbeitsspeicher. Das zwingt auch mit wenig RAM ausgestattete mobile Geräte noch lange nicht in den Schneckengang.

Abbildung 9: Der minimalistische Browser Xombrero bringt die vom inzwischen nicht mehr konkurrenzfähigen Konqueror bekannte Auswahl der Links über Zahlencodes zurück. Da er für die Anzeige die aktuelle und schnelle Webkit-Engine verwendet, bewältigt er auch Seiten wie YouTube.

Für die Anzeige der HTML-Seiten nutzt Xombrero die Anzeige-Engine Webkit – schon das macht den Browser schneller als Firefox. Gleichzeitig ist Webkit auf der Höhe der Zeit und stellt auch Seiten korrekt dar, die innovative Techniken einsetzen.

Drücken statt klicken

Das ist aber gar nicht der Hauptgrund, aus dem man sich mit Xombrero besonders schnell im Internet bewegen kann: Die Benutzeroberfläche des Browsers enthält nicht deshalb so wenige Buttons, weil das Programm nur wenige Funktionen bereitstellt, sondern weil Xombrero für die ausschließliche Bedienung mit der Tastatur ausgelegt ist.

Wer viel mit dem Computer arbeitet, weiß: Tastatur-Shortcuts ersparen den Wechsel zwischen Tastatur und Maus. Ein Tastendruck kostet weniger Zeit als das Verschieben des Mauszeigers zum gewünschten Button oder Menüpunkt. Dies gilt besonders für die immer ein wenig unhandlichen Touchpads der Notebooks.

Pro Aktion ist die eingesparte Zeit natürlich vernachlässigbar, doch wenn man beim Surfen im Internet laufend neue Links anklickt, fällt die Summe durchaus ins Gewicht. Hinzu kommt, dass es sich entspannter arbeitet, wenn die Finger auf der Tastatur verbleiben. Als offensichtlicher Nachteil bleibt, dass man sich die Tastatur-Shortcuts merken muss, was bei häufig ausgeübten Tätigkeiten wie dem Surfen allerdings nicht allzu schwer fallen dürfte.

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