Wohlgeordnet

Die Software ordnet Aufgaben und die zugehörigen Timer stets einem Projekt zu. Den Projekten selbst ist keine Stoppuhr zugeordnet, doch sie erben die mitgeschnittenen Zeiten aller Teilaufgaben. Die Aufgaben selbst gliedern Sie bei Bedarf ebenfalls wieder in beliebig tiefe Unteraufgabenhierarchien, wobei jTimer die Zeiten untergeordneter Tasks zu denen ihrer Eltern hinzuzählt.

Sie starten den Zeitzähler für eine Aufgabe, indem Sie diese markieren und auf den Button mit dem grünen Pfeil in der Button-Leiste klicken. Einen laufenden Timer markiert das Programm mit einem animierten Symbol. Das Schließen des Programmfenster minimiert das Tool zum Taskleisten-Icon, beendet es aber nicht. Die Farbe des Taskleisten-Symbols wechselt von Orange nach Grün, solange mindestens ein Zeitmesser aktiv ist.

Allerdings laufen die Stoppuhren in jTimer nicht einfach weiter, wenn Sie den Computer verlassen: Nach fünf Minuten Maus- und Tastaturinaktivität hält die Software sie an und blendet ein Dialogfeld ein, über das Sie entscheiden, ob jTimer die Computerleerlaufzeit als Pausen- oder als Arbeitszeit werten soll (Abbildung 8). Die Leerlaufüberwachung lässt sich leider nicht abschalten, so dass sich das Programm nur eingeschränkt als Zeitmesser für nicht am Rechner stattfindende Aktivitäten eignet.

Abbildung 8: Bei Inaktivität fragt Sie jTimer, ob die Pausenzeiten auf die Projektzeit angerechnet werden sollen.

Auch stört die fest eingestellte Aktivitätenschwelle von fünf Minuten. Einmal gezählte Zeiten passen Sie in Ein-, Fünf- und 30-Minuten-Schritten über das Menü Task an. Das könnte man benutzerfreundlicher umsetzen.

Rechnungsabschluss

Abgeschlossene Aufgaben blenden Sie mit Open/Close Task aus. Sie erscheinen dann nur noch, wenn die Option Options / Show Closed aktiv ist. Die aufgelaufenen Zeiten zählen aber weiterhin für die Projektsumme.

jTimer kombiniert Stoppuhr und Wecker: Wenn für einen Task eine bestimmte Zeit zusammengekommen ist, blendet das Programm auf Wunsch ein Dialogfeld ein. Dabei wertet es entweder die Summe für den heutigen Tag oder die Gesamtsumme aus. So wirkt es der Gefahr entgegen, dass Sie sich mit weniger wichtigen Aufgaben verzetteln.

Ein Report-Generator, der die täglichen, wöchentlichen, monatlichen oder jährlichen Zeiten addiert, rundet den Funktionsumfang vor allem für die Anwender ab, die jTimer als Grundlage für Abrechnungen nutzen. Allerdings exportiert das Programm die Zeiten nicht wie Ktimetracker [7] als kommaseparierte Daten, die sich mit einer Tabellenkalkulation weiterverarbeiten lassen.

Die Redaktion meint

Damit Zeitmesser zuverlässig im Hintergrund arbeiten, ohne den Anwender abzulenken, müssen sie zumindest übersichtlich bleiben. Diese Anforderung erfüllt das dank Java unter Linux, Windows und OS X funktionierende Programm jTimer. Störend fällt aber der auf fünf Minuten festgesetzte Grenzwert für die Aktivitätsüberwachung auf, der nicht zu jedem Arbeitsrhythmus und jeder Abrechnungsgenauigkeit passt.

Praktisch ist dagegen, dass jTimer die Zeit nicht nur misst, sondern auch beim Überschreiten eines Grenzwerts warnt. Positiv überrascht, dass die Software Zeiten, in denen sich der Rechner im Ruhezustand befunden hat, erkennt und den Benutzer wie bei normalen Inaktivitätszeiten des Rechners entscheiden lässt, ob sie als Arbeitszeit zählen sollen.

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